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Die Bier-Test-Stube

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Augustiner Edelstoff kann ich nur empfehlen, ist aber relativ teuer. Außerdem trinke ich noch gerne Gottsmanngrüner, Kulmbacher Festbier und während des Studiums in Nürnberg habe ich das Grüner kennengelernt. Das wird jetzt hier sogar im Edeka angeboten.

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Ganz allgemein schmecken mir süffig würzige Biere, die leicht ins süßliche gehen und am besten wenig Kohlensäure haben. Mit bitteren Sorten (z.B. Jever) kann ich wenig anfangen. Deswegen bin ich auch ein Freund der immer mehr werdenden Weihnachtsbiertypen, die es aber logischerweise nur um die Weihnachtszeit gibt. Davon sicherer ich mir meist am Anfang des neuen Jahres noch einzelne Kisten Restbestände :grins:
 
@.crazy

"Augustiner Edelstoff" finde ich nur mittelmäßig, aber das Weißbier von denen ist eins der besten der Welt!

Wenn Du es gern süffig und malzig magst, dann probier doch mal das "Historische Märzen" von Mönchshof, das "Adlerkönig Urtyp hell" oder die beiden "Barock"-Sorten aus der Weltenburger Klosterbrauerei.
 
Hemelinger: Weizenbier naturtrüb
0,5L, 5,5%

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Ihren Stammsitz hat diese norddeutsche Brauerei bei Bremen, gebraut wird aber mittlerweile in Hannover. Wer mich und meine Tests aufmerksam verfolgt, weiß, was jetzt kommt: ein Weißbier aus Norddeutschland!!! Mit der Bezeichnung "Weizen" statt Weißbier!!!! Mehr No-Go geht gar nicht!!!
Noch nie in der über 100-jährigen Geschichte meiner Tests hat es Sowas auf mehr als eine gnädige "3" gebracht. Ich bin seeehr gespannt...
Zur Optik gibt es nicht viel zu sagen: langweilig, aber wenigstens blau.

Live-Test

*Zosch, kipp* ... mir fällt schon beim Eingießen die helle Färbung auf. Fast wie das unsägliche "Hopf"... die Farbe tendiert eher zum Landbier, denn zur Weiße ... der feinporige Schaum ist fest und hält seeehr lang ... *kipp, kipp, kipp* ... wenn zum Schluss die Hefe ins Glas kommt, wird die Färbung oben etwas dunkler - sieht gut aus! ...so, alles im Glas, dann mal schnuppern ...*sniff* ... sehr hefig, Getreide und Malz kommen durch ... etwas grasig dazu ... insgesamt angenehm.
Doch man soll ein Weizen ( hihi ) ja nie vor dem Trinken loben ... Prosit! ... *lunk, lunk* ... hmmm,tja ... *lunk* ... zunächst kommen exakt die Noten durch, die ich schon erschnuppert habe: es schmeckt nach Hefe, Gras, Getreide ... nicht wirklich unlecker, eher zunächst ungewöhnlich - *lunk* ... die weißbiertypische Fruchtnote ist sehr dezent, aber das Brauwasser empfinde ich als ziemlich milchig, fast schon zu weich ... es perlt übrigens auch nix! ... *lunk* ... mittlerweile kommt so langsam ein schwerer Fruchtkörper durch, der aber nicht so richtig weiß, wo er hin will ... *lunk* ... alle Aromen scheinen eher flüchtig zu sein. Wo beispielsweise ein "Franziskaner Royal" mit seinen durchschlagenden Aromen den geneigten Genießer fast narkotisiert, passiert hier ... ähm ... wenig. *lunk* ... im Glas duftet es jetzt nach Frucht und Sommer, leider bleibts beim Duft ... *lunk* ... nee, nee. Ichsachmal: dünnes, schwacharomatisches, fast experimentell wirkendes Bier, welches den Großen der Zunft ( selbstredend aus Bayern ) nicht annähernd das Wasser reichen kann. Wieder hat es sich bewahrheitet: "Weizen" von außerhalb Bayerns kann nix! A g´scheits Weißbier muss es sein!
Ich habe dennoch vor Buddel 2 keine Angst, deshalb so grade noch...

Note: 4
 
@.crazy

"Augustiner Edelstoff" finde ich nur mittelmäßig, aber das Weißbier von denen ist eins der besten der Welt!

Wenn Du es gern süffig und malzig magst, dann probier doch mal das "Historische Märzen" von Mönchshof, das "Adlerkönig Urtyp hell" oder die beiden "Barock"-Sorten aus der Weltenburger Klosterbrauerei.

Danke für die Tipps, werde ich demnächst alle der Reihe nach probieren und wenn ich daran denke zeitnah Rückmeldung geben! :)
 
Hemelinger: Spezial
0,33L, 4,7%

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Dieses Schankbier wird im Auftrag der Hemelinger Brauerei in Braunschweig gebraut. Bei lockeren 4,7% erwarte ich ein leichtes Feierabendbierchen ohne großen Tiefgang.
Optisch schlägt es genau wie das "Weizenbier" dieser Brauerei nicht gerade über die Stränge und kommt eher dezent und bieder daher...

Live-Test

So, die erste kleine "Handgranate" steht parat, dann wolln wir mal ...*zosch, sniff* ... duftet malzig und aromatisch-süßlich, so wie ein Landbier ... nicht übel, aber ich hab jetzt Durst!
Prost! *lunk, lunk* ... öhm, da tut sich zunächst mal wenig ... die ersten beiden Schlucke schmecken irgendwie nach bierhaltiger Brause, nur lebloser ... *lunk* ... leblos ist das Zeug selbst auch: kein Schaum, kein dittschiges Perlen - tot! ...*lunk* ... jetzt bin ich über den Mittelteil der kleinen Buddel raus und kann nach wie vor nix Greifbares sagen ... ich glaube, ich trink aus, hoffe, dass Buddel 1 irgendwie verdorben war und mache mit Nr. 2 weiter ... *lunk, lunk, lunk* ... leer!
*Zosch, lunk* ... nee, nee ... *lunk* ... also, weil ich ja jetzt was schreiben muss, versuch ichs mal: gaaanz weit hinten ist ein Hauch von Süffigkeit und Malz erahnbar. Die Bitternote des Hopfens ist sogar noch flüchtiger ... das Zeug macht "Hasseröder" in puncto Leblosigkeit ernsthafte Konkurrenz! Schmeckt, als hätte es zwei Tage in Wacken im Regen offen rumgestanden ... Braumeister entlassen, Brauerei schließen!

Note: 5-
 
Maierbier: Kellerbier hell
0,5L, 5,2%


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Auf dieses Bier freue ich mich ganz besonders! Ein Freund brachte eine 9-er-Kiste (!) von seinem letzten Aufenthalt in Bayern mit. Die Brauerei hat ihren Sitz in Nördlingen und vertreibt ihre Biere auch ( soweit mir bekannt ist ) nur regional.
Kleine Anekdote: an der Kasse sollte mein Kollege 16,90€ zahlen. Auf seinen Hinweis, an der Kiste stünde 9,90€ als Preis, entgegnete die Verkäuferin: "Ja, schon. Aber da sind 7€ Pfand drauf!"
Die Optik von Kiste und Buddel ist superb: zünftig, bodenständig, urig - so soll es sein!

Live-Test

Sodele, bin wirklich seeehr gespannt ... so einen in hiesigen Gefilden seltenen Tropfen darf ich ja nur selten munden ... SCHNUPPERPROBE!!! Tadaaa!!! ....*fump, sniff* ... also, ich kann ja rein optisch keinerlei Schwebstoffe oder Hefebröcklein ausmachen, dennoch duftet es wunderbar erdig, leicht und nach Natur - wie ein Kellerbier halt. Ich steh ja auf sowas ... erinnert vom Duft an "Zischke".
Prost, Gemeinde .... *lunk, lunk* ... oh jaaa, sofort lecker! Keller at it's best! ... leicht hefig, minimale Fruchtnote, erdig-gesetzt ... kommen wir erst mal zu den Basics: *lunk, lunk* ... das Brauwasser ist recht hart, passt aber gut zu dem Zeug! Dezente Schaumkrone, wie bei Kellerbieren üblich ... und wenn ich es jetzt leicht schwenke, löst sich endlich auch der Hefesatz am Boden und wirbelt fein und fröhlich durch die Buddel - schön das!
*lunk, lunk* ... je mehr ich davon trinke, desto mehr wächst es mir ans Herz: sehr guter Stoff! ...*lunk* ... die Charakterisierung von Kellerbier ist ja mit den üblichen Biermaßstäben nicht so einfach: sie sind weder hopfig-herb, noch malzig-süffig. Irgendwie trifft es natürlich-erdig-bodenständig ganz gut. Eine leichte Süffigkeit rundet das Ganze ab ... der Federweiße unter den Bieren ... *lunk*... und dieses hier vom Maier ist ein besonders gelungenes Exemplar, welches sich nicht vor einem "Zischke" verstecken muss!
Ich schmecke da Braukunst und Hingabe heraus! Jeden Cent wert...

Note: 1
 
Gampertbräu: Förster-Pils
0,5L, 4,9%



Der Test dieses Pilseners aus dem tiefsten Bayern stellt eine Premiere dar: zum ersten Mal wurde mir das Testobjekt ( welches in meinen Breiten völlig unbekannt ist ) von einem Freund meiner Testberichte zugeschickt! An dieser Stelle deshalb ein dickes Dankeschön an den Spender!

Die Redensart mit dem geschenkten Gaul findet hier jedoch keine Anwendung - mein Live-Test wird unerbittlich und högschd konzentriert sein. Fangen wir mit der Optik der Buddel an: ich kann mich nicht zwischen "scheußlich" und "altbacken" entscheiden ... schön geht jedenfalls anders. Meine Vorfreude schmälert das aber nicht ...

Live-Test

So, endlich mal Zeit für das Care-Paket aus Bayern ... perfekt gekühlt...., ach, lassen wir die Floskeln, auf zur Schnupperprobe! *Zosch, sniff, sniff* ... oh ja, das duftet zunächst mal nicht pilstypisch: sehr aromatisch und malzig dringt ein extrem angenehmer Duft in mein Näschen! Würzig, sonnig ... fast "tschechisch"...
Da bin ich jetzt aber gespannt!
Prosit, Gemeinde ... *lunk, lunk* .... hm, sehr bissig und kernig im Antrunk. Eine süßliche Vollbier-Note springt mich direkt an ... der Hopfen hält sich zunächst zurück und entfaltet sich erstmal weiter hinten. Zur Konsistenz: *lunk* ... recht hartes Wasser, Kohlensäure ganz OK, könnte ein wenig mehr perlen. Eine muntere, schmale Schaumkrone hält sich aber ziemlich wacker ... *lunk* ... also, der Hopfen kommt recht stumpf und ein wenig muffig rüber ... *lunk* ... ja, jetzt im Mittelteil wird es dann aber harmonischer: die Malz- und Hopfennoten beginnen, sich zu ergänzen. So ganz perfekt ist das aber nicht ... *lunk* ... ich bin unentschlossen: das Zeug ist definitiv trinkbar! Ob ich die Melange aus nach wie vor recht staubigem Hopfen und bissiger Süße jetzt aber als echte Klasse oder "billig" titulieren soll, weiß ich nicht so recht. *lunk* ... wenn ich mir die Gretchenfrage stelle, ob ich mir davon eine Kiste kaufen würde, tendierte ich eher zu "nein"...*lunk* ... Fazit: kerniges, recht würziges Bier mit einer mMn unausgewogenen Hopfennote. Gehört zu den gut trinkbaren Bieren, erzeugt aber kein "Wow!". Würde es auf einer Party angeboten, könnte ich dennoch einen ganzen Abend gut damit leben.

Note: 3
 
Hemelinger: Spezial
0,33L, 4,7%

Anhang anzeigen 51911

Dieses Schankbier wird im Auftrag der Hemelinger Brauerei in Braunschweig gebraut. Bei lockeren 4,7% erwarte ich ein leichtes Feierabendbierchen ohne großen Tiefgang.
Optisch schlägt es genau wie das "Weizenbier" dieser Brauerei nicht gerade über die Stränge und kommt eher dezent und bieder daher...

Live-Test

So, die erste kleine "Handgranate" steht parat, dann wolln wir mal ...*zosch, sniff* ... duftet malzig und aromatisch-süßlich, so wie ein Landbier ... nicht übel, aber ich hab jetzt Durst!
Prost! *lunk, lunk* ... öhm, da tut sich zunächst mal wenig ... die ersten beiden Schlucke schmecken irgendwie nach bierhaltiger Brause, nur lebloser ... *lunk* ... leblos ist das Zeug selbst auch: kein Schaum, kein dittschiges Perlen - tot! ...*lunk* ... jetzt bin ich über den Mittelteil der kleinen Buddel raus und kann nach wie vor nix Greifbares sagen ... ich glaube, ich trink aus, hoffe, dass Buddel 1 irgendwie verdorben war und mache mit Nr. 2 weiter ... *lunk, lunk, lunk* ... leer!
*Zosch, lunk* ... nee, nee ... *lunk* ... also, weil ich ja jetzt was schreiben muss, versuch ichs mal: gaaanz weit hinten ist ein Hauch von Süffigkeit und Malz erahnbar. Die Bitternote des Hopfens ist sogar noch flüchtiger ... das Zeug macht "Hasseröder" in puncto Leblosigkeit ernsthafte Konkurrenz! Schmeckt, als hätte es zwei Tage in Wacken im Regen offen rumgestanden ... Braumeister entlassen, Brauerei schließen!

Note: 5-
diese kleine "handgranate" nennt sich bei uns Stubbi :D aber das braune glas will dann hier mit bitburger gefüllt sein :deal:
 
da geb ich dir recht.... ist aber in meinen augen immer noch eins der besseren biere, zumal es für mich "heimatbier" ist... als ausgleich kommt bei mir deshalb ab und an ne kiste jever ins haus...
 
da geb ich dir recht.... ist aber in meinen augen immer noch eins der besseren biere, zumal es für mich "heimatbier" ist... als ausgleich kommt bei mir deshalb ab und an ne kiste jever ins haus...
... für die leider das Gleiche gilt: vor Jahren mal im Zuge der allgemeinen Geschmacksangleichung verschlimmbessert. Früher war "Jever" richtig herb, jetzt ist das nur noch eine flache Brise...
Probier mal "Flensburger" oder"Warsteiner herb", wenn Du es hopfig-herb magst...
 
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Mal was exotischeres als Warsteiner :p

Hab mich mal an Bamberger Rauchbier gewagt. Wenn man die Flasche aufmacht ist man echt erst mal irritiert :lol:
Vom Geruch her fehlt nicht viel zu einem Schwarzwälder Schinken :D
Und auch der erste Schluck liegt irgendwo zwischen Bier und rauchigem Schinken. Aber nach ein paar Schluck gewöhnt sich der Gaumen daran und dann ists echt ziemlich gut!
Ist natürlich nix für jemanden, der kein würziges Bier mag. Aber für alle anderen echt ne Empfehlung wert.

Ist halt nur recht schwer dran zu kommen, wenn man nicht in der Bamberger Region wohnt (tu ich auch nicht). Ein paar Kilometer von mir entfernt gibts halt nen Getränkeladen, der über 1300 Biersorten aus über 60 Ländern führt, da komm ich gut an alle möglichen exotischen Biersorten. (http://maruhn-welt-der-getraenke.de/).
Für Leute, die aus dem Rhein-Neckar-Gebiet, Darmstadt/Frankfurt etc. kommen, sicher mal nen Besuch in DA-Eberstadt wert.
 
Das Rauchbier von "Schlenkerla" sollte recht weit verbreitet sein. Bei uns im Ruhrgebiet gibts das in zahlreichen Getränkemärkten...
 
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