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Die Bier-Test-Stube

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

para.

Heimatlos und viel zu Hause...
Zum Einstieg ein Test vom 20. Mai 2016. Ich vermute nämlich, dass es das hervorragende "Historische Märzen" nicht mehr allzu lang zu kaufen gibt...

Kulmbacher Mönchshof: Historisches Märzen
0,5L, 5,5%


moe_hist_maerzen_0_5lbv.jpg

Die Mönchshof-Brauerei hat mich bei allen bisherigen Tests noch nie enttäuscht und die Biere lagen stets im 2er-Bereich. Deshalb freute ich mich sehr, als ich dieses Schätzchen entdeckte, welches momentan im trendigen 9er-Kasten angeboten wird und ganz offensichtlich auf der Retro-Welle reitet.
Die Optik ist sowas von Schlag-mich-tot auf Retro getrimmt, das es fast schon schmerzt - dennoch schaut das Ganze zugegebenermaßen gut aus. Bin gespannt...


Live-Test

*sing* Mönchshof, Mönchshof, Mönchshof ... OK, etwas albern aber ick freu mir auf ein weiteres ( so Gott will ) sehr leckeres Bier dieser Brauerei!
Die Sache mit der Kühlung erwähne ich heute mal nicht und schreite gleich zur Schnupperprobe ...*fump, sniff* ... übrigens: die Trübung des Zeuchs wird auf dem Etikett als "Opaltrüb" bezeichnet - ahaaa! ... *sniff* ... hm, also der Duft hält sich in puncto Kräftigkeit extrem zurück - gaaanz dezent würzig und malzig kann ich da die Aromen eher erahnen, als wirklich erschnuppern. Das mag aber auch daran liegen, dass es ein wenig zu kühl ist.
Egal, Prost, Gemeinde ... *lunk. lunk* ... boah, wie geil! *lunk*: schön malzig-süffig, fruchtig, sehr gehaltvoll - das schmeckt schon beim ersten Schluck!!! *lunk* ... großartig! Das Brauwasser und die Konsistenz übrigens auch ... es perlt und schäumt ... *lunk* ... tendiert ein wenig in Richtung Kellerbier: die leicht sandige Hefenote sticht deutlich hervor. Der Hopfen kommt wunderbar aromatisch mit einem Zitrushauch daher ... und über allem schwebt eine schwere, gediegene Malznote. Leute, dieses Bier ist wahre Braukunst! *lunk* ...im Abgang sehr kernig und leicht nussig ( aber auf angenehme Weise )...
*lunk, lunk* ... ui, leer ... ich zögere noch mit dem Fazit und der Note und öffne Buddel #2 zur Bestätigung des Trinkerlebnisses ...*fump, lunk* ... ( Verfasser lehnt sich wonnig seufzend zurück )...
Jap, dieses Bier kicks ass!
Fazit: wunderbar süffiges, malziges und gehaltvolles Bier, bei dem auch eine fruchtige Hopfen- und eine feine Hefenote nicht zu kurz kommen! Klare Empfehlung an alle, die ein leckeres Bier schätzen.

Note: 1
 
Ottakringer: Helles
0,5l, 5.2%


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An einem heißen Sommertag gibt es nichts besseres als ein kaltes 16er Blech am Bahnhofsvorplatz. Die Dose als Wahl der Konsumart ist hierbei allerdings essentiell, da das volle Aroma erst durch die Verbindung mit der leichten Nuance von Metall komplementiert wird. Einige schwören bei der Wahl des Dosenbiers zwar auch auf Pittinger oder Schwechater, aber für einen Bier-Connoisseur sollte sich die Frage gar nicht erst stellen.

Note: 2-3
 
Hansa Pils
0,5L, 4,8%

hansa.jpg

Egal, ob wir in den 80ern bei Ostermärschen mitlatschten oder in den 90ern Parties am Kanal feierten: unser Kumpel Hans A. war oft dabei! Klar, er war nicht unser absoluter Favorit, aber immer wieder kreuzten sich unsere Wege. Tja, lang ist es her und ich kann mich ums Verrecken nicht mehr erinnern, wie das Zeuch eigentlich schmeckte. Wie gut, dass es Hans A., äh, "Hansa" immer noch gibt... und immer noch ist die Dose genau so scheußlich wie damals. Merke: ein Segelschiff allein erzeugt noch lange keine maritimen Gefühle...
Antreten muss die Schütte gegen die direkte Konkurrenz "5,0" ( gleicher Preis mit 0,49€ ) und "Turmbräu" ( 0,39€ ).

Live-Test

*Smokeonthewaterriff!!!* Schnupperprobe!! ... *Ratsch, sniff* ... jo, da steigen schon süßlich-würzige Pilsaromen in mein Näschen ... *sniff* ... so rein aus dem Gedächtnis würde ich aber sagen: deutlich kraftloser und dezenter, als o.g. Konkurrenz ... zumindest ist es als Pils zu erschnuppern.
Jetzt aber ... Prost, Gemeinde! ... *lunk, lunk* ... hm, zunächst mal sehr süffig. Im Antrunk gibt mir das Malz die Hand ... *lunk* ... während ich feststelle, dass das Brauwasser auf mich sehr weich wirkt, kommen dann auch so langsam die Hopfenaromen zum Vorschein ... bis dato bleibt das alles aber noch sehr wenig markant und stumpf ... *lunk* ... nee, so richtig begeistern kann mich das noch nicht ... insgesamt sehr metallisch, unausgegoren, halbgar. Ich würde sagen: schmeckt billig. Nach billigem Dosenbier. Aufmerksame Beobachter werfen nun ein: "Ja, aber das IST doch billiges Dosenbier!" Stimmt. Aber ein "Turmbräu", welches ja sogar noch billiger ist, schmeckt eben NICHT danach, sondern mundet exzellent und schlägt so manches Vollpreisbier um Längen. Aber die Dose ist ja noch nicht leer ... *lunk* ... ach, nö ... die Bitternoten sind stumpf und blechern, die Süffigkeit kratzt an der Grenze zur Labbrigkeit ... nee, das ist keine wahre Braukunst. Immerhin: man kann es trinken und hat nicht - wie z.B. bei "Hasseröder" - das Gefühl, sich übergeben zu müssen. Die 49 Cent investiert man aber besser in "Turmbräu", "5,0" oder "Ratskrone".

Note: 4-
 
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Beste... Kiste 5,50€ kann ich 8 Stück von am Abend trinken und werd gut gemütlich und schläfrig genug davon. Am nächsten Tag kein kopf.

Das einzige, meine Moops sind gefühlt größer geworden, aber ich denke das wäre auch mit jedem anderen Bier passiert.
 
Kommen drei Männer in eine Kneipe.
Der erste: "Kölsch!"
Der zweite: "Kölsch!"
Der dritte: "Kaffee!"
Der erste: "Kaffee? Wieso trinkst Du kein Bier?"
Der dritte: "Wenn Ihr keins trinkt, trinke ich auch keins."
 
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