Green Room
Die Band The Ain't Rights tingelt durch die Staaten und kommt irgendwo in den Südstaaten zu einem Gig unter Nazis.
Eigentlich wollen sie sich wieder auf den Rückweg machen, doch stolpern sie beim Verlassen der Lokalität über eine Leiche und eins führt zum anderen, die Nazis wollen die Band natürlich nicht gehen lassen.
So viel zur Handlung, mehr gibt es nicht zu erwähnen.
Daraus entspinnt sich nun der Rest des Films, in dem die Protagonisten versuchen, aus dem Backstageraum vor den blutrünstigen Nazis zu fliehen. Mit der Prämisse, dass sie nun selbst blutrünstig werden müssen, um zu überleben.
Die Atmosphäre ist stets düster und beklemmend und schnürt sich mal sanfter, mal härter immer stärker um den Hals des Zuschauers.
Viele Szenen kommen überraschend und sind für ihre Dramatik kühl und pragmatisch dargestellt, eine Prise schwarzer Humor ist auch mit dabei.
Durchdachte Logik oder eine sinnvolle Handlung darf man dagegen nicht erwarten, der Film ist schon sehr darauf ausgelegt, die Intention von Gewalt radikal darzustellen, da muss die Logik einfach weichen.
Am Ende ist das aber gar nicht allzu dramatisch, es macht Spaß und unterhält, die teils expliziten Goreszenen sind nie übertrieben, sondern fügen sich ziemlich gut und passend in diesen "Terrorfilm" ein.
Dazu trägt auch bei, dass die Darstellung der vorkommenden Szenen (Punks, Skins, Südstaatennazis) recht glaubhaft ist und nicht klischeebeladen. Auch der Soundtrack passt wunderbar in den Streifen und lässt den Genrekenner das ein oder andere Mal aufhorchen.
Meine angedachte 7/10 muss ich doch nochmal nach oben korrigieren, wenn ich so nachdenke.
Ein Film, den ich mir durchaus nochmal ansehen werde und dabei wohl wieder den gleichen Spaß und Thrill verspüren werde.
Somit komme ich auch mit der teils wirklich dämlichen Logik gut klar.
8/10