The World's End
Fünf trinkfeste Freunde, eine Sauftour und eine britische Kleinstadt voller Alieninvasoren.
The World's End ist der dritte und leider letzte Teil von Edgar Wrights Cornetto Trilogie, die mit
Shaun of the Dead und
Hot Fuzz bereits zwei Genres gekonnt persiflierte. Nach Zombie-Horror und Actionfilm ist nun die Science Fiction dran.
So nimmt sich
The World's End eine frech-fröhliche Sauffahrt von fünf, mittlerweile erwachsenen, Jugendfreunden als Ausgangspunkt und spickt diese mit Elementen aus Sci-Fi-Klassikern wie
Die Körperfresser kommen,
Der Tag an dem die Erde stillstand und
Das Dorf der Verdammten. Und zwar genau im richtigen Moment, wenn die Stimmung zu kippen und sich der Film in ein, die Vergangenheit bewältigendes, Drama mit vorgehaltenem Zeigefinger zu wandeln scheint. Dann treten die blaublütigen Alieninvasoren auf den Plan und sorgen für reichlich humorvolle Unterhaltung, die, wie man es von Wright kennt, überaus pointiert, charmant und sogar etwas gesellschaftskritisch (Stichwort: McDonaldisierung bzw. hier eher Starbuckisierung der Gesellschaft) daherkommt. Der Humor ist liebenswert-zynisch und bewegt sich, im Gegensatz zu so mancher US-Komödie, glücklicherweise meist über der Gürtellinie. Trotz Sauf-Themas und ihrer Jugend nachtrauernden Männern. Die Chemie zwischen dem illustren Cast ist hervorragend, ihre Dynamik ergreifend und ihre Glaubwürdigkeit - obwohl es sich hier natürlich um eine fast schon comichafte Geschichte handelt - überzeugend.
Das ist wunderbare, herzliche, verhältnismäßig clevere Komödienkost, voller toller Witze, sympathischer Figuren und amüsanten Anspielungen auf und Elementen aus dem Sci-Fi-Genre. Ein absolut gelungener Abschluss der Cornetto Trilogie. Wobei ich zugeben muss, dass
The World's End, im direkten Vergleich mit
Shaun of the Dead und
Hot Fuzz, dann doch den Kürzesten zieht, was einfach daran liegt, dass er bei weitem nicht so "verspielt" wie seine Vorgänger wirkt. Ich hatte jedenfalls das Gefühl, dass in Wrights ersten Cornetto-Filmen deutlich mehr Herzblut steckte. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass das Thema diesmal nicht so viel her gab, aber das bier-lastige Ende der Welt war mir irgendwie nicht ... spritzig genug. Dennoch: Sehr unterhaltsamer Film, sympathische Darsteller und ein spitzen Ende, von dem ich gerne ein Spin-Off sehen würde.
7/10 Zaun-Gags