Im Grunde genommen macht
Pitch Perfect nichts anderes als auf der A-cappella-Film-Erfolgswelle zu reiten, die Serien wie beispielsweise
Glee oder Teenie-Filme à la
High School Musical vor einigen Jahren lostraten. Der Ton - in diesem Fall: die flott-freche Umsetzung - macht jedoch bekanntermaßen die Musik, was Jason Moores "College Musical" eben nicht nur zu einem weiteren, klischeehaften Gesangsfilmchen, sondern einem rasantes Feel-Good-Movie macht.
Anders als die Konkurrenz, bewegt sich
Pitch Perfect nämlich nicht (jedenfalls nicht immer) in ausgelatschten RomCom- oder lahmarschigen Teenie-Liebesfilmgefilden. Es ist vielmehr ein selbstironisches, ziemlich fetziges und teilweise sogar überraschend zotiges Musikvergnügen. Vor allem die beleibte und sympathisch-schräge Rebel Wilson als Fat Amy sorgt für so manchen derben Kalauer und stiehlt den anderen hübschen Damen so regelmäßig die Show. Wobei sich auch der entzückende Rest absolut sehen (Anna Kendrick und Brittany Snow

- Nach der Duschszene habe ich ja die ganze Zeit gehofft, dass die noch rummachen.

), aber auch hören lassen kann. Gerade letzteres ist für diese, gesangsreiche Art von Film natürlich unabdinglich. Glücklicherweise kann ich versichern, dass die A-cappella-Nummern gigantisch geworden und die klangvollen Mash-Ups, aus den verschiedensten Chartshits der letzten 30 Jahre, unheimlich mitreißend geworden sind. Sexy Frauen, geniale Stimmen und fetzige Songs - das rockt und sorgt nicht selten für Gänsehaut!
Trotzdem ist auch
Pitch Perfect nicht frei von Klischees. So sehr er auch versucht die altbekannten Genrepfade zu umfahren, darf hier ein bisschen Liebe und Moral natürlich nicht fehlen. Der Gefühlsaspekt bewegt sich aber in einem absolut annehmbaren Rahmen und wird immer wieder durch die humorige Aufmachung und tollen Gesangseinlagen aufgebrochen. Das ist witzig, das ist charmant, das hat Herz und lädt zum Mitsingen oder wenigstens Mitwippen ein.
Jetzt lade ich aber erst mal den Soundtrack und freue mich auf die Fortsetzung 2015!
