MiXeR schrieb:Tomorrow - When the war began
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Mit Tomorrow - When the war began, welcher auf der gleichnamigen, australischen Jugendbuchreihe von John Marsden basiert, liefert Stuart Beattie, Drehbuchautor von u.a. Fluch der Karibik 1-3, Collateral und 30 Days of Night, sein Regiedebüt ab. Die Handlung lässt sich dabei wohl am ehesten als Kriegs-Jugenddrama bezeichnen und handelt von einer Gruppe hübscher Teenager, die ein feucht-fröhliches Wochenende im australischen Hinterland verbringen wollen. Als sie einige Tage später in ihre Heimatstadt zurückkehren, ist dort eine, nicht näher genannte, asiatische Invasionsarmee einmarschiert, welche auch nicht davor zurückschreckt Vamilienväter vor versammelter Mannschaft zu exekutieren oder ganze Farmen per Luftangriff auszuräuchern.
Die Invasions-Geschichte ist sicherlich nicht neu (siehe Red Dawn), jedoch erschafft Tomorrow mit seiner jugendlichen Ausrichtung eine überraschend unkonventionelle Mischung aus rasantem Action-Thriller, emotionalem Kriegs-Drama und sympathischem Coming-of-Age-Movie. Ein derartiges Genre-Konglomerat habe ich zuvor jedenfalls noch nie gesehen. Zudem sorgt es für ein angenehmes Gleichgewicht aus Action, Drama und Jugendfilm, wodurch nie Langeweile aufkommt. So wechseln sich gefühlvolle Momente inkl. harmloser Liebesgeschichten mit wuchtig inszenierten Action-Szenen und eher ruhigen Augenblicken ab, in denen über den Sinn und Unsinn des Krieges gesprochen wird. Das macht Spaß, fesselt und berührt zeitweise sogar ein wenig.
Dazu tragen natürlich auch die schönen (was für eine zuckersüße Hauptdarstellerin), vor allem aber talentierten australischen Jungdarsteller und die überzeugende Kriegs-Kulisse bei. Anders als in Kriegsfilmen made in Hollywood, überwiegt hier nämlich die Widerstands-Kleinstadt-Atmosphäre, die stellenweise ein wenig an THQs Homeland oder Gerne-Klassiker Red Dawn erinnert. Wenn die Teenies durch verlassene Gebäude streifen, sich in Gärten vor asiatischen Soldaten oder in Scheunen vor den Suchscheinwerfern der feindlichen Helikopter verstecken, kommt schon eine sehr angespannte und angenehm andere Stimmung auf. Hier wird ausnahmsweise mal nicht New York von superheld-gleichen US-Marines vor den bösen Russen beschützt. Stattdessen bekommt man es mit menschlichen, jungen Leuten zu tun, die improvisieren müssen und auch schonmal angeschossen werden.
Ganz frei von Drehbuchschwächen ist Tomorrow - When the war began aber nicht. So verwundert das routinierte und sachkundige Handeln der Jugendlichen teilweise doch sehr. Ok, vielleicht ist es in Australien normal Survival- und Guerilla-Taktiken in der Schule zu erlernen (irgendwie muss man sich ja vor den Kängurus und Koalas schützen). Anders kann ich mir das professionelle und daher zeitweise unglaubwürdige Vorgehen der Gruppe nicht erklären. Auch strotzen die Charaktere nur so vor Klischees. Da gibt es die immerzu rational und gut überlegt handelnde Anführerin, den locker-lässigen Draufgänger, die Gewalt ablehnende Pastorentochter, das naive, dafür aber hübsche Großstadtdummchen, usw... Hier wird tatsächlich kein Stereotyp ausgelassen. Immerhin kommen alle Charaktere sympathisch rüber und werden von ihren Schauspielern gut dargestellt. Außerdem tragen diese klar verteilten Rollen auch dazu bei, das ernste Grundthema differenziert betrachten zu können. Ein wenig mehr Gefühl für die Charaktere und Glaubwürdigkeit hätte dem Film dennoch nicht geschadet.
Insgesamt wurde ich von Tomorrow - When the war began überaus positiv überrascht. Setting, Inszenierung und Schauspieler können auf Anhieb begeistern. Zudem lässt die straff erzählte, wenn auch etwas oberflächliche, Geschichte keinen Raum für Langeweile und daher auch über die ein oder andere Drehbuchschwäche hinwegsehen. Die Fortsetzungen (geplant ist eine Trilogie) werde ich mir ganz sicher anschauen.
7/10 Gefangene
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=jpoOMz2TE48[/vid]
Fand den Film auch richtig gut. Man wollte den Film ja mal als Serie fortsetzen, aber leider wurde daraus ja nichts. Schade, denn solch ein Szenario finde ich sehr ansprechend.
), vor allem aber talentierten australischen Jungdarsteller und die überzeugende Kriegs-Kulisse bei. Anders als in Kriegsfilmen made in Hollywood, überwiegt hier nämlich die Widerstands-Kleinstadt-Atmosphäre, die stellenweise ein wenig an THQs Homeland oder Gerne-Klassiker Red Dawn erinnert. Wenn die Teenies durch verlassene Gebäude streifen, sich in Gärten vor asiatischen Soldaten oder in Scheunen vor den Suchscheinwerfern der feindlichen Helikopter verstecken, kommt schon eine sehr angespannte und angenehm andere Stimmung auf. Hier wird ausnahmsweise mal nicht New York von superheld-gleichen US-Marines vor den bösen Russen beschützt. Stattdessen bekommt man es mit menschlichen, jungen Leuten zu tun, die improvisieren müssen und auch schonmal angeschossen werden.
). Anders kann ich mir das professionelle und daher zeitweise unglaubwürdige Vorgehen der Gruppe nicht erklären. Auch strotzen die Charaktere nur so vor Klischees. Da gibt es die immerzu rational und gut überlegt handelnde Anführerin, den locker-lässigen Draufgänger, die Gewalt ablehnende Pastorentochter, das naive, dafür aber hübsche Großstadtdummchen, usw... Hier wird tatsächlich kein Stereotyp ausgelassen. Immerhin kommen alle Charaktere sympathisch rüber und werden von ihren Schauspielern gut dargestellt. Außerdem tragen diese klar verteilten Rollen auch dazu bei, das ernste Grundthema differenziert betrachten zu können. Ein wenig mehr Gefühl für die Charaktere und Glaubwürdigkeit hätte dem Film dennoch nicht geschadet.


