Feast 2 - Sloppy Seconds
Das fröhliche Monster-Festival geht weiter. Ein paar Leute aus der Bar haben überlebt, neue kommen hinzu und alle finden sich in einer kleinen Stadt im Nirgendwo wieder, wo auch gerade die Monsterplage einfällt. Rasch sind fast alle Einwohner dahingemetzelt. Die verbliebenen starten einen mehr oder weniger verzweifelten Kampf ums Überleben.
Feast 2 setzt im Gegensatz zum Vorgänger noch einen drauf. Gerade bei den politisch unkorrekten Aktionen wird mächtig Gas gegeben. Das ist allerdings nicht mehr so erfrischend wie beim Vorgänger und zwischendurch verliert sich das Ganze dann doch zu oft in Kotz- und Scheißeinlagen. Trotzdem noch unterhaltsam.
6/10
Ong Bak 2
Lange skeptisch gewesen, da die Kritiken ja alles andere als berauschend waren. Aber so übel fand ich den jetzt ehrlich gesagt gar nicht. Wie immer wird eine ziemliche Null-Story erzählt. Junge wächst bei Räubern auf, die zufällig von allen möglichen Kampfkunstarten einen Meister beherbergen. Junge lernt alle Künste. Junge wird Anführer der Räuber, Junge wird mächtig verarscht, Junge haut alle zu Klump, Junge hat noch diverse Rückblenden aus seinem früheren Leben.
Tony Jaa hatte wahrscheinlich noch nie weniger Dialogzeilen in einem Film. Macht aber nix. Der Knabe soll wirbeln, kicken und punchen und das macht er zur Genüge und mit Bravour. Dieses Mal spielen Waffen eine große Rolle und auch hier zeigt er wieder sein außergewähnliches Talent. Zusammen mit der Robustheit, die von thailändischen Stuntmen erwartet wird, tun die Kämpfe einfach nur beim Zuschauen weh. Die Action ist also ziemlich geil. Bemerkenswert ist vor allem, wie Jaa hier zwischen einzelnen Stilen wechselt. In einer Szene bekämpft er zwei Gegner gleichzeitig und wendet bei einem Kung Fu und beim anderen Muay Thai an. Der Übergang ist dabei absolut fließend. Sehenswert! Dazu gibt es noch diverse Stunts, bei denen sich wohl auch Jackie Chan zweimal überlegt hätte, ob er sie macht (Elefantenherde).
Die Ausstattung ist dabei sehr gelungen. Der Film spielt vor etlichen hundert Jahren und strahlt eine fantastische und sehr exotische Atmosphäre aus. Die Sounduntermalung darf auch als gelungen betrachtet werden.
Insgesamt war ich als Freund von Handkantenfilmen mit dem Teil sehr zufrieden und ich freue mich auf Ong Bak 3, der ja die Story fortführen wird. Man darf aber wie gesagt keine große Geschichte erwarten. Das ist und war nie die Stärke von Jaa's Filmen.
7/10