Nine Miles Down
Thomas Jackman (Adrian Paul), Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma, soll in einer Bohrstation, mitten in der marokkanischen Wüste, nach dem Rechten sehen. Die dort beschäftigen Wissenschaftler haben sich nämlich seit mehreren Tagen nicht mehr gemeldet. In der Einrichtung angekommen, wird er mit blutverschmierten Wänden, toten Forschern und der überaus hübschen Dr. Jennie Christianson (Kate Nauta) konfrontiert. Anscheinend ist sie die einzige überlebende der ehemaligen Crew ...
"Nine Miles Down" ist ein Psycho-Horror, der vor allem von seiner beängstigenden Location lebt. Die Abgeschiedenheit der menschenleeren Station und den Himmel verdunkelnde Sandstürme erinnern dabei nicht selten an John Carpenter's "Das Ding aus einer anderen Welt". Gerade zu Beginn kommt es dadurch zu gelungenen Schockmomenten und einer dichten Atmosphäre.
Auch die beiden Hauptdarsteller, welche den Film fast vollständig alleine tragen, können sich sehen lassen. Adrian Paul neigt zwar vereinzelt zu Overacting, kann insgesamt aber doch überzeugen. Kate Nauta wird ebenfalls keinen Oscar gewinnen, ist mit langen Haaren aber nochmal ein ganzes Stück hübscher als in "The Transporter 2" und zeigt sich auch hier von ihrer sexy Seite.
Die Handlung kann dagegen nur bedingt begeistern. Immer wieder wird der Zuschauer an der Nase herumgeführt. Ob Dr. Jennie Christianson etwas mit den mysteriösen Vorfällen zu tun hat, wird erst in der letzten Minute verraten. Das sorgt für Spannung und gute Unterhaltung. Dafür ist die Geschichte ein wenig holprig erzählt, die Dialoge sind flach und von Logik haben die Drehbuchautoren anscheinend auch noch nichts gehört.
Ein Mitarbeiter einer marokkanischen Sicherheitsfirma, der kein Arabisch spricht. Ein Benzinkanister mit gefühlten 200 Litern Inhalt. Ein Kühllager, in dem das Licht erst angeht, wenn man die Tür schließt. Eine Frau, die in der Wüste joggen geht. Das sind nur einige der etwas unglaubwürdigen Momente.
Die Szenerie ist atmosphärisch, die Handlung spannend umgesetzt und Kate Nauta bezaubernd. Dialoge und Inhalt sind dagegen nicht der Rede wert und viele kleine Logiklöcher trüben das Vergnügen. Schraubt man seine Erwartungen jedoch ein bisschen runter, bekommt man mit "Nine Miles Down" einen kurzweiligen Genre-Film für Liebhaber. Alle anderen können, müssen ihn aber nicht schauen.
6/10 rote Kochschürzen