Jim Caviezel, Ron Perlman, John Hurt...Aliens vs. Wikinger...omg...
Also bei dem Szenario fallen wir sicher auf Anhieb 100 Möglichkeiten ein, wie man den totalen Scheiß fabrizieren kann. Noch erstaunlicher, dass sich der Regisseur dreier wirklich namhafter Stars bemächtigen konnte. Und jetzt der Oberhammer:
Er hat keine der 100 Möglichkeiten gewählt, sondern eine gefunden, die aus dem Szenario einen wirklich guten Film macht. Ja, da brat mir 'nen Storch!
Im 8. Jahrhundert nach Christus fällt im Norden Europas ein Raumschiff vom Himmel. Zu verzeichnen haben wir einen einzigen Überlebenden. Was der zum Zeitpunkt des Crashes nicht ahnt, ist, dass sich auf dem Schiff auch ein Wesen befand, gegen das der Predator wie ein bekiffter Sonntags-Safarijäger wirkt. Auf der Suche nach einer Bleibe und Nahrung schraubt das Vieh den Bodycount unter den ortsansässigen Wikingerstämmen schnell in schwindelerregende Höhen. Um es zu töten, müssen Menschen und Alien zusammen arbeiten.
Die Story ist simpel und mehr oder weniger vorhersehbar. Allerdings haben es die Macher geschafft, durchaus etwas Tiefe einzuarbeiten und sogar eine gesellschaftskritische Botschaft zu senden, ohne sie dem Zuschauer gleich mit dem Gummihammer ins Gesicht zu prügeln.
Das Szenario wurde sehr glaubhaft inszeniert. Ich will jetzt nicht behaupten, dass die Lebensweise der Wikinger realistisch wirkt. Aber man hat sich bei Details viel Mühe gegeben. So benutzen sie z.B. Holzschaufeln zum Graben und haben nur sehr minderwertige Waffen.
Die Schauspieler - allen voran die großen Stars - legen sich wirklich ins Zeug. Man hat wirklich das Gefühl, dass sie in diesem Film mitwirken wollten und nicht nur Opfer eines blöden Vertrages wurden. Dementsprechend ist das Ergebnis. Man hat glaubwürdige Charaktere.
Und zu guter Letzt wurde das Ganze sehr ansprechend in Szene gesetzt. Angefangen bei den schönen Landschaftsaufnahmen über die athmosphärische Darstellung der Wikingersiedlung bis hin zu den Spezialeffekten, mit denen das Monster erschaffen wurde (welches sich nebenbei bemerkt wirklich sehen lassen kann), kriegt man hier als Zuschauer schön was geboten. Dazu kommen noch einige ziemlich derbe Goreeffekte. Da kann man echt nicht meckern.
Für mich ist Outlander echt ein Überraschungshit. Ich hatte mich auf einen schönen Trashfilm eingestellt, aber bekommen habe ich einen richtig fetzige Fantasy-Science-Fiction Streifen mit Horrorelementen, der echt richtig gut unterhält. Hut ab!
7/10