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Ganz schwierige Kiste.
Zunächst: Ich bin ein großer Fan der Serie und von Cillian Murphy. Die Serie habe ich vor nicht allzu langer Zeit regelrecht verschlungen. Von daher habe ich mich auf den Film gefreut.
Zur Story:
Thomas Shelby lebt einsam und zurück gezogen. Mittlerweile werden die Peakys von Shelbys Sohn geführt, leider mehr schlecht als recht. Als Thomas Shelby die Nachricht erreicht, dass sein Sohn in Schwierigkeiten steckt, macht er sich auf den Weg um zu zeigen aus welchem Holz ein echter Shelby geschnitzt ist.
Der Film hat es mir nicht einfach gemacht. Es gibt sowohl Licht als auch Schatten.
Der Stil ist wie schon in der Serie eine Wucht. Wunderschön gefilmt, tolle Bilder und geile Musik, soweit so gut. Es ist auch toll Cillian Murphy in der Rolle von Shelby wiederzusehen, da er seinen Job gewohnt gut macht. Aaaaaaber... Da hört es leider auch schon auf mit den positiven Aspekten.
Kommen wir zu den Schattenseiten. Das alles geht viel zu schnell. Die Serie hat sich viel Zeit genommen um Charaktere einzuführen und Situationen detailliert zu beschreiben. In einem Film ist das natürlich so nicht möglich. Problematisch, wenn man versucht sehr viel Handlung in sehr wenig Zeit zu quetschen. Es geht Schlag auf Schlag und man kommt gar nicht richtig hinterher, manch Entscheidung ist charakterlich auch schwer nachvollziehbar und passt nicht so richtig ins gewohnte Bild. Nach der ersten Stunde voller Erklärungen geht's auch schon los in Richtung Finale. Ganz wild.
Es gibt so viele schöne Momente und Aufnahmen, die aber viel zu kurz kommen weil einfach keine Zeit ist. Jede richtig schöne Aufnahme in Zeitlupe wird nach wenigen Sekunden jäh unterbrochen. Alles von dem man gerne mehr gesehen hätte wird ruck zuck abgewürgt, Cut, nächste Szene.
Ganz ehrlich, ich wurde beim Gucken das Gefühl nicht los, dass es besser gewesen wäre das Ding als finale Staffel zu planen. Die Handlung passt einfach nicht in zwei Stunden und bietet mehr als genug Material für zehn oder 12 Folgen. Das wäre richtig gut gewesen, zumal die letzten Minuten die Geschichte relativ schön beendet.
Ohne Scheiß, ich glaube meine Frau und ich hätten ein besseres Drehbuch geschrieben, dass als ganze Staffel besser funktioniert hätte als diese zweistündige Enttäuschung. Was bleibt ist ein stylisher zweistündiger Videoclip voll guter Musik.
Filme nach Serien gelingen selten. Den Peaky Blinders Film hätte es auch nicht wirklich gebraucht. Zumindest nicht in dieser Form.
Schade.