Red Sonja (2025) [Blu-ray]
Was ist das erste Gesicht, das ich im Film zu sehen kriege: Veronica Ferres als Red Sonja's Mutter. Damit hatte ich nicht gerechnet.
Eigentlich ist es ein Wunder, dass Red Sonja überhaupt noch das Licht der Filmwelt erblickt hat, wenn man bedenkt wie schnell die Filmstudios heutzutage quasi fertige Filme abschreiben. Doch Red Sonja hat überlebt. Über 18 Jahre lang wurde es herumgereicht, umgeschrieben, neu besetzt, abgesägt und wieder neu gestartet, vom einstigen High-Budget Blockbuster von Robert Rodriguez zur Fantasyresterampe mit sichtlichem Minibudget.
Eigentlich ist Red Sonja damit ein Film, von denen es heute kaum mehr welche gibt. Nämlich ein echtes B-Movie.
Story: meh.
Schauspieler: Veronica Ferres. Trotzdem viel Liebe für Matilda Lutz.
Effekte: TV Serie anno 2003.
Kostüme: Cosplay.
Action: konnte Xena schon besser.
Nein, das ist kein wirklich guter Film. Aber gemessen an seiner Produktionsgeschichte auch nicht schlechter als ein beispielsweise ein Wonder Woman 1984. Nur hat Red Sonja eben nicht 200 Millionen Dollar gekostet und wurde von irgendwelchen Oscar-Preisträgern inszeniert und gespielt. Red Sonja ist von vornherein günstig produziert. Das sieht man im an und das ist auch ok. Im Grunde führt es die Geschichte der Red Sonja Verfilmungen damit nur fort, denn der Nielson-Barbarenklopper aus den 80ern ist mindestens genau so dämlich - wie so viele Fantasyfilme aus dieser Zeit. Hat durch sein alter und Arnie natürlich einen gewissen Kultstatus, aber ich finde, dass die sich nicht viel nehmen.
Was bleibt ist ein leider nur ein weiterer, eher belangloser Sword And Sorcerer Film. 80er Fantasy-Klamauk, nur heute gedreht. Guilty pleasure für Genre- und B-Movie-Fans. Hätte Uwe Boll wahrscheinlich nicht anders gefilmt. Was mir für einen vergnüglichen Nachmittag gereicht hat, was den meisten aber zu wenig sein dürfte.
4/10 Bikini-Rüstungen