The Life Aquatic with Steve Zissou - Die Tiefseetaucher
Anhang anzeigen 119488
Der international renommierte Ozeanograph Steve Zissou (Bill Murray) ist ganz tief unten angekommen. Seine Dokumentarfilme floppen, die Ehe mit seiner Frau Eleanor (Anjelica Huston) kriselt, und bei seiner letzten Expedition wurde sein bester Freund Esteban von einem Jaguar-Hai vertilgt. Zu allem Überdruss trifft er in Rom auch noch auf seinen angeblichen Sohn Ned Plimpton (Owen Wilson), welcher sich nach dem Tod seiner Mutter aufgemacht hat, seinen Vater kennenzulernen.
Die Besessenheit, das Hai Monster zu töten und so seinen Freund zu rächen treibt Steve Zissou dazu, eine weitere Expedition zu starten. Mit seinem Boot und seinem "Team Zissou" macht er sich auf die Jagd. Seine Crew ist ein bunter, aber verschworener Haufen. Dabei ist unter anderem Klaus Daimler (Willem Dafoe), ein treu-biederer deutscher Ingenieur, Pélé (Seu Jorge), der andauernd David Bowie Lieder auf portugiesisch singt, oder das Skriptgirl Anne-Marie Sakowitz (Robyn Cohen), die bei fast jedem Wetter vorzugsweise oben-ohne herumläuft. Kurzentschlossen nimmt Steve auch seinen quasi-Sohn ins Team auf, sowie die hochschwangere Journalistin Jane Winslett-Richardson (Cate Blanchett), die eine grosse Story über das Projekt verfassen will. Die einzige, die fehlt, ist Eleanor, die Steve noch vor der Abreise verlässt.
Was für ein toller Film! Schon nur die Ausgangslage einen Film über einen erfolglosen Tiefseetaucher zu drehen ist irgendwie ziemlich cool. Der Hauptstory (die Rache am Hai) wird nicht so viel Zeit beigemessen. Es geht hauptsächlich um die Beziehung zwischen Ned, Steve, Jane und Eleanor. Es handelt sich um eine äusserst gelungene Tragikomödie, bei welcher man aber fast immer schmunzeln kann. Der Zynismus von Bill Murray ist klasse und sein ganzes Team mit den verschiedenen Charakteren macht sehr viel Laune. Ich mag alle Wes Anderson-Filme, aber dieser hat mich trotzdem nochmals positiv überrascht.
10/10