G
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Gast
Avengers - Endgame
Oder passender: Hawkeye - The Movie
(kleinere Spoiler)
Ich bin sicherlich nicht der größte Marvel-Fan. Ich mochte allerdings alle Origin-Storys, ich liebe Thor, ich liebe auch Cap, Guardians of the Galaxy gehört zu meinen Favoriten, und Infinity War ist für mich der wahrscheinlich beste Marvel-Film. Also ich habe mich auf Endgame sehr gefreut. Thor mit Axt, vielleicht endlich das Hulk-Comeback, Quill mit seiner schrägen Truppe, ein lustiger Spiderman, dazu badass Captain Marvel. What could possibly go wrong?
ALLES.
Was für ein Abfallprodukt von einem Millionenfranchise. Ich weiß gar nicht, wie einem auch nur irgendwas an diesem Film gefallen kann. Es fängt schon schicksalhaft an, indem der Film mit fucking Hawkeye beginnt. Also nicht nur mit einem schlechten Schauspieler, sondern auch einem schlechten Helden, der nichts kann außer mit einem Bogen zu schießen. Wow. Um diese Figur wird ein alberner Bogen (HAHA.) gespannt, warum auch immer. Ich könnte mich noch mehr über diesen Charakter aufregen und der Film liefert dafür nicht einmal viele Szenen, aber die hauen halt richtig rein. Seine Charakterentwicklung ist ungefähr das dümmste, was es jemals auf einer Leinwand zu sehen gab, mit einer Schlüsselszene, für die sich RTL2 im Sonntagvormittagsprogramm schämen würde. Aber gut, who cares. Es ist Hawkeye. Es gibt ja noch andere Helden.
NEIN, GIBT ES NICHT.
Ohne zu spoilern. Hulk. LOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOL WTF. Thor. LOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOL WTFFFF. Was ein Witz. Und kein sonderlich guter. Das Niveau, das einem hier präsentiert wird schwankt zwischen Beverly Hills Ninja und Furzen von Melissa McCarthy. Und es ändert sich nichts. Wie kann man das so machen? Ernsthaft. Da fehlte irgendwo die Wendung. Der Film rast seine Superhelden mit Warpspeed gegen den Totalschaden, und verfehlt knapp die Bremse um ein Pedal.
Aber hey, vielleicht rettet der Plot ja etwas. Es ist ja das Finale. Das Finale der Infinity Saga. Das größte Finale überhaupt in der Filmgeschichte. Das Finale von zig Filmen. Hahahahahahahahaha. Haha.
Die Lösung für alles ist so bescheuert. Kein Wunder, dass sie buchstäblich von einer Ratte zufällig entdeckt wird. Dann noch kurz in die Hände geklatscht und schnell auf dem Weg zum Nostalgiekiosk noch paar Infinity Stones snacken. Gegenwehr? Wozu? Dramaturgie? Braucht der Film nicht. Nach 100min wirklich unerträglich langweiliger Schnulze folgt eine Peripetie, die unaufregender nicht sein könnte. Man denkt sich die ganze Zeit: "Okay, jetzt geht's los. Aber jetzt. Okay, jetzt." Und dann ist es vorbei. G fucking G. Why even bother?
Dann kommt das Finale des Finales. Es ist okay. Es gab sogar eine Szene, die ich mochte. (Cap-Action.) Aber wirklich befriedigend war das alles nicht. Es war ja völlig abzusehen, dass das ein extremer kommerzieller Erfolg wird. Und dann hat man echt das Gefühl, man konnte sich die großen Helden nur für 30s Screentime leisten und ebnet jetzt den Weg für Hawkeye und seiner Bande aus zweitklassigen Heroes, die jetzt billigen Serienschrott abliefern können. Jo, danke. Nein, danke.
Um meine Wertung nachvollziehbar argumentativ zu untermauern, müsste ich wahrscheinlich mehr spoilern. Trotzdem: 0/10.
Na ja, oder eben Rambo 1, auch ein richtig guter Film. Aber Rambo 2? Nein, einfach nein. Damals wie heute. 




alles gut, nimm das doch nicht so böse... 