War mal wieder an der Zeit für einen Rewatch einer ganz besonderen Serie. Friday Night Lights war erneut ein großartiges und emotionales Erlebnis, gerade die Entwicklung aller Charaktere erneut mitzuerleben. Natürlich ist das zentrale Thema der Highschool-Football und dieser wird hier auch absolut genial umgesetzt. Die Spiele sind spannend und packend inszeniert. Aber es geht um viel mehr, es geht um jeden einzelnen Charakter der seine Geschichte hat. Stellvertretend für den Cast möchte ich die Rolle des Matt Saracen nehmen. Noch nie wurde ein Underdog so gut geschrieben und porträtiert wie bei FNL. Und noch nie habe ich eine bessere Charakterentwicklung miterlebt, wie die als Matt vom Bankwärmer plötzlich zum QB1 wurde. Er hatte nie das Talent wie ein Jason Street oder JD McCoy, aber er war und wurde zum besten Leader der Dillon Panthers, immer loyal und Teamorientiert. Dazu seine Liebe und Fürsorge für seine demente Oma, diese Storyline war wahrscheinlich der heimliche Star der Serie.
Und dann ist da ja noch Folge 5 von Staffel 4
"The Son" eine Folge die wohl ohne zu übertreiben Medienübergreifend zum emotionalsten und besten gehört was das TV je zu bieten hatte. Die Leistung von Zach Gilford generell war immer absolut authentisch und gut gespielt, aber was er in dieser Folge an Emotionen und Leid zum Ausdruck bringt, war wohl die beste schauspielerische Leistung die ich jemals im TV gesehen habe. Auch beim Rewatch wieder, war ich so tief berührt. Also glaubwürdiger und intensiver kann man sowas einfach nicht darstellen.
Aber auch die anderen Charaktere wachsen einem schon ziemlich schnell zu Beginn ans Herz. Ob nun Mr. und Mrs. Coach, die ebenso großartige Szenen und Dialoge zusammen haben, wohl das beste Serien-Eherpaar ever.
Der beste Freund von Matt dargestellt vom jungen Jesse Plemons als "Lance", der mit seinen Ratschlägen zum Thema Frauen einen einfach immer wieder zum Lachen bringt. Oder Smash, Tim (Taylor Kitsch) und und und. Es gibt so viele Geschichten, welche so wunderbar geschrieben sind. Natürlich gab es auch weniger gutes, gerade beim Wechsel von Staffel 2 zu 3 während des Autorenstreiks. Aber fällt nicht wirklich ins Gewicht. Außer dass manch Charater plötzlich ohne Erkärung einfach aus der Serie war. Auch fand ich zum Ende von Staffel 4 die Entwicklung in der Beziehung von Matt und Julie nicht gut geschrieben, aber sie machens ja zum Ende hin wieder gut. Wo wir schon beim Ende sind, der Abschluss ist toll, aber schade dass der geplante Film bis heute nicht umgesetzt wurde.
Texas Forever/10