Bright (Netflix)
Was haben sie denn den Kritikern ins Frühstück gebröselt, dass sie Bright so abstrafen? Wenn ich da so manche Meinung lese. Entweder falsche Erwartungen oder sie haben noch nie einen wirklich schlechten Film gesehen.
Ich fands nice. Sau starker Cop-Thriller mit Fantasy-Überzug. Ja, ist keine wahnsinnig originelle Filmkunst oder ein intellektuelles Meisterwerk an subtiler Gesellschaftskritik, aber wieso muss es das überhaupt sein? Überzeugt mich alleine schon durch seinen realistischen Stil, gepaart mit einer gesunden, aber nie Überhand nehmenden Portion Fantasy. Unsere Gegenwartswelt inklusive Fabelwesen, die aber nicht irgendwo im Schatten, versteckt vor der unwissenden Menschheit, leben. Sondern die sich offen in der Gesellschaft positioniert haben. Gehören dazu (oder eben nicht) wie jeder andere. Spannender Ansatz.
Story an sich reißt nun keine Ents aus, aber unterhält solide über die gesamte Laufzeit hinweg. Hätte nur gerne mehr über die Hintergründe, dunkler Lord und so, erfahren. Aber das kann demnächst ja noch kommen. Ward und Jakoby funktionieren gut miteinander. Erreichen jetzt nicht das humoristische Timing der Bad Boys und mancher Spruch ist mehr albern als "cool", aber es ist halt auch eher ein magischer Cop-Thriller und keine wirkliche Action-Komödie.
Sehr geil fand ich Masken und Effekte. Richtig schnieke und glaubhaft und damit viel besser als erwartet. Handgemachte Action kommt auch nicht zu kurz. Noomi Rapace als weißhaarige Elfe ist übrigens rattenscharf.
Hat gebockt. Fortsetzung nehme ich sofort.
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(wobei das ja glaube 40 einzeleinstellungen waren)
Imo hat der ganz viele, wunderbare SW-Momente.

