Nr. 29:
Frankenstein schuf ein Weib (1967)
Hans und Christina, die durch ein Feuermal entstellt ist, sind ineinander verliebt, doch die Liebe endet tragisch: Hans wird fälschlich des Mordes an Christinas Vater beschuldigt und hingerichtet. Christina nimmt sich aus Verzweiflung das Leben. Für Dr. Frankenstein ist dies eine optimale Gelegenheit, seine Theorie zu beweisen, dass die Seele nach dem Tode weiterlebt: Es gelingt ihm, den – durch eine Schönheitsoperation aufgehübschten – Körper von Christina mittels der Seele von Hans wieder ins Leben zurückzurufen. Doch von der Gutmütigkeit der Schankwirttochter ist wenig geblieben: Beherrscht von Hans‘ Geist, will das blonde Vamp-Wesen nur eines: Rache an den wahren Mördern ihres Vaters nehmen. Bereits zum vierten Mal geht Peter Cushing als Dr. Frankenstein in diesem Sequel seinen unseligen Experimenten nach, die Regie führte – nach einem Gastspiel von Freddie Francis in „Frankensteins Ungeheuer“ – wieder Terence Fisher, der als der stilvollste Regisseur der Hammer Studios gilt. Der Film hat hier eine völlig anderen Aufbau als die Teile davor. Denn im Unterschied zum ersten Teil erschafft er hier nicht aus Leichenteilen ein neues Wesen, sondern es handelt sich um eine Wiedererweckung einer Toten – allerdings mit einer anderen Seele. Interessanterweise wird hier auch der gängige Frankenstein-Plot, dass aus normal gestalteten Toten ein missgestaltetes Wesen erwächst, auf den Kopf gestellt: Christina war zu Lebzeiten entstellt, wird aber durch eine begleitende Operation als strahlende, blonde Schönheit ins Leben zurückgerufen. Dieser Twist ist völlig neu und macht diesen Teil der Hammer Serie auch so interessant. Tatsächlich wird hier eine überraschend vielschichtige Geschichte erzählt, in der erst Hans und sein Vater, dann das Mädchen Christina im Vordergrund steht. Der Rest des Films wirkt hier genauso stark wie immer. Über Cushing muss man nichts sagen, er spielt wie üblich absolut überragend und verleiht dem Film das spezielle Etwas. Auch der Rest des Casts macht seine Sache gut, Bilder und Ausstattung sind gewohnt gut. Hier wird ein weiterer guter Frankenstein Teil mit einer völlig anderen Story geboten. Der Film ist nur zu empfehlen. Wer ein Frankenstein Film ohne das klassische Monster aber mit einer völlig anderen Aufmachung sehen will sollte den gesehen haben. Sehr schöner Film.
7/10
Frankenstein schuf ein Weib (1967)
Hans und Christina, die durch ein Feuermal entstellt ist, sind ineinander verliebt, doch die Liebe endet tragisch: Hans wird fälschlich des Mordes an Christinas Vater beschuldigt und hingerichtet. Christina nimmt sich aus Verzweiflung das Leben. Für Dr. Frankenstein ist dies eine optimale Gelegenheit, seine Theorie zu beweisen, dass die Seele nach dem Tode weiterlebt: Es gelingt ihm, den – durch eine Schönheitsoperation aufgehübschten – Körper von Christina mittels der Seele von Hans wieder ins Leben zurückzurufen. Doch von der Gutmütigkeit der Schankwirttochter ist wenig geblieben: Beherrscht von Hans‘ Geist, will das blonde Vamp-Wesen nur eines: Rache an den wahren Mördern ihres Vaters nehmen. Bereits zum vierten Mal geht Peter Cushing als Dr. Frankenstein in diesem Sequel seinen unseligen Experimenten nach, die Regie führte – nach einem Gastspiel von Freddie Francis in „Frankensteins Ungeheuer“ – wieder Terence Fisher, der als der stilvollste Regisseur der Hammer Studios gilt. Der Film hat hier eine völlig anderen Aufbau als die Teile davor. Denn im Unterschied zum ersten Teil erschafft er hier nicht aus Leichenteilen ein neues Wesen, sondern es handelt sich um eine Wiedererweckung einer Toten – allerdings mit einer anderen Seele. Interessanterweise wird hier auch der gängige Frankenstein-Plot, dass aus normal gestalteten Toten ein missgestaltetes Wesen erwächst, auf den Kopf gestellt: Christina war zu Lebzeiten entstellt, wird aber durch eine begleitende Operation als strahlende, blonde Schönheit ins Leben zurückgerufen. Dieser Twist ist völlig neu und macht diesen Teil der Hammer Serie auch so interessant. Tatsächlich wird hier eine überraschend vielschichtige Geschichte erzählt, in der erst Hans und sein Vater, dann das Mädchen Christina im Vordergrund steht. Der Rest des Films wirkt hier genauso stark wie immer. Über Cushing muss man nichts sagen, er spielt wie üblich absolut überragend und verleiht dem Film das spezielle Etwas. Auch der Rest des Casts macht seine Sache gut, Bilder und Ausstattung sind gewohnt gut. Hier wird ein weiterer guter Frankenstein Teil mit einer völlig anderen Story geboten. Der Film ist nur zu empfehlen. Wer ein Frankenstein Film ohne das klassische Monster aber mit einer völlig anderen Aufmachung sehen will sollte den gesehen haben. Sehr schöner Film.
7/10
