"Scanners" gehört zu meinen Lieblingen...
SCANNERS
Scanner sind telepathisch begabte Menschen, die andere alleine durch die Kraft ihres Willens manipulieren, und sogar töten können.
Erzählt wird die Geschichte des Telepathen Cameron Vale, der durch den Scanner-Forscher Dr. Ruth über seine besonderen Fähigkeiten,
und die Herkunft seiner Kräfte aufgeklärt wird- und dem man beibringt. seine Fähigkeiten als Waffe einzusetzen.
Neben ihm existieren natürlich noch weitere Scanner, die sich zum großen Teil unter der Führung von Darryl Revok organisieren,
und angeblich aus dem Untergrund gegen den Rest der Menschheit angehen wollen.
Cameron soll nun den angeblich gefährlichen, feindlich gesinnten Revok aufspüren,
und mit Hilfe seiner Kräfte und dem ruhigstellenden Mittel Ephemerol unschädlich machen.
Doch je tiefer er in die Welt der Scanner eintaucht, desto mehr muss er sich fragen, ob man ihm die Wahrheit erzählt hat...
Regisseur David Cronenberg hat hier ein kleines Meisterwerk abgeliefert, welches nicht nur auf Effekte setzt,
sondern auch eine intelligente, kritisch anklagende Geschichte mit gut herausgearbeiteten Charakteren erzählt.
Die Scanner werden nicht nur als übermächtige Menschen, bzw eine Bedrohung dargestellt,
sondern ebenso als Aussenseiter mit gescheiterter Existenz, die unter ihren durch Medikamente hervorgerufenen Fähigkeiten leiden.
Die Splatter-Effekte sind für das alter des Films hervorragend gelungen, und werden selten, aber gekonnt eingesetzt-
auch die Darsteller wurden passend gewählt.
10/10
SCANNERS 2 – THE NEW ORDER
Inzwischen ist Ärzten und Behörden allgemein bekannt, woher die Fähigkeit der Scanner kommt,
die Öffentlichkeit ahnt jedoch nichts von den Fähigkeiten, die einige Menschen, größtenteils unbewusst, in sich tragen.
Der junge, telepathisch begabte Medizinstudent David erfährt nur zufällig von seiner Fähigkeit,
als Forrester, ein hoher Polizist ihn anwirbt, um Jagd auf alle bekannten Scanner zu machen,
die ihre Fähigkeiten schon entdeckt haben- und diese zu verhaften.
Doch ihm geht es nicht darum, gefährliche Scanner unschädlich zu machen,
sondern diese sich mit einem neuen Arzneimittel gefügig zu machen, um sie für seine eigenen Zwecke einzusetzen-
obwohl einige an den Experimenten mit dem Mittel elendig zugrunde gingen.
Schon bald durchschaut David diesen Plan, und setzt nun seine langsam erstarkten und trainierten Fähigkeiten
im Kampf gegen die Polizei ein, deren Beamte unter dem Befehl von Forrester natürlich denken, im recht zu sein...
Mit Christian Duguay hat man 10 Jahre nach dem ersten Film einen Regisseur gefunden, der es geschafft hat,
mit kleinem Budget einen gut aussehenden Film hinzulegen.
Selbst die allesamt unbekannten Darsteller gehen in Ordnung, nur das Drehbuch lässt etwas zu wünschen übrig.
Die Story ist nicht gerade neu oder überraschend, ausserdem recht vorhersehbar.
Immerhin schafft es Duguay den Film etwas mehr auf Action zu trimmen als das Original,
so dass trotz schwächerem Drehbuch keine größeren längen aufkommen.
Die Effekte gehen ebenfalls in Ordnung.
7/10
SCANNERS 3 – THE TAKEOVER
Helena und ihr Bruder Alex sind Scanner, haben sich aber geschworen, ihre kräfte nicht gegen Menschen einzusetzen.
Als Helena eines Tages überfallen wird, nutzt sie in Notwehr ihre Fähigkeit- doch seitdem plagen sie Kopfschmerzen.
Eine Weiterentwicklung des Medikaments Ephemerol hilft zwar gegen die Kopfschmerzen,
aber es machen sich Nebenwirkungen bemerkbar:
Helena wird Aggressiver, und beginnt ihre Fähigkeiten einzusetzen, um Kontrolle über andere Menschen zu erlangen...
War der erste Scanners-Film noch nebenbei eine kritische Mahnung vor Medikamentenmissbrauch und dessen Nebenwirkungen,
wurde schon Scanners 2 mehr ein Actionfilm, wenn auch die Grundthematik noch vorhanden war.
Der dritte Teil nun ist leider nur noch eines:
Plakative Action mit ein paar billigen Splatter-Effekten ohne jegliche Aussage und mit schlechter Story.
Warum Christian Duguay, der den zweiten Teil doch sehenswert inszenierte, hier mitgemacht hat, kann ich nicht nachvollziehen.
Das Drehbuch ist nicht nur schwach,
sondern komplett anspruchslos und ohne jegliche Originelle Idee- und die Schauspieler sind allesamt Talentfrei.
Das schlimmste am Film ist aber wohl die Idee, ihn in eine humorige Ecke drücken zu wollen,
alles, was annähernd witzig gemeint war wirkt nur albern, und passt auch nicht im geringsten zur Thematik der Scanner-Filme.
Auch die Effekte sind diesmal, obwohl nur spärlich eingesetzt, allesamt eher billig und schwach.
Lediglich an den Actionszenen des Films erkennt man, dass der Regisseur nicht unbedingt unbegabt ist.
Kurz gesagt: Anspruchslos, albern, schlecht gespielt- unnötig.
3/10
SCANNER COP
Der Vater von Samuel Staziak (Daniel Quinn) war ein Scanner-
und wurde erschossen, weil er seine Medikamente absetzte und durchdrehte.
Daraufhin wurde der junge Samuel von einem Polizisten adoptiert, der verhindern wollte,
dass man wegen seiner vererbten Begabung Experimente mit Samuel anstellt.
15 Jahre später: Samuel ist inzwischen selbst Polizist geworden, sein Adoptivvater Polizeichef.
Eine unerklärliche Gewaltwelle bricht los, scheinbar harmlose, bisher unbescholtene Bürger greifen plötzlich Polizisten an.
Da man sich das nicht erklären kann, wird Samuel von seinem Vater gebeten seine Begabung einzusetzen,
und einen der Gefangenen zu scannen.
Dadurch bemerkt Samuel, dass der Mann scheinbar unter einer Art Hypnose steht- und nicht mehr Herr seiner Sinne ist.
Als Samuels Partner getötet wird setzt er seine Medikamente komplett ab,
um seine Scannerkraft zu erhöhen, und so mehr herauszufinden-
doch schon bald wird er von Schmerzen geplagt und kann kaum noch klar denken...
Genau genommen haben wir hier einen Cop-Thriller, der sich ein wenig an der Scanner-Thematik bedient.
Dementsprechend rührt sich hier weniger als in den Vorbildern, sowohl was Action als auch Gewalt angeht.
Trotzdem bietet der Film eine spannend erzählte Geschichte,
die mit einigen bekannten B-Darstellern gut besetzt wurde- und ein paar kurze Splatter-Effekte.
Auch dass hier wieder die Frage nach Fluch oder Segen der Scannerfähigkeit angesprochen wird, bekommt dem Film gut-
und hebt ihn klar über den eher misslungenen dritten Teil der ursprünglichen Filme.
Regisseur Pierre David war übrigens Produzent des ersten Scanner-Films von David Cronenberg.
7/10
SCANNER COP 2 - THE SHOWDOWN
Der geistig verwirrte Karl Volkin (Patrick Kilpatrick) wird vom Polizisten Samuel Staziak (wieder Daniel Quinn)
und seinen Kollegen aufgegriffen und eingesperrt.
Doch dieser ist ein Scanner- und es dauert nicht lange bis er seine Kräfte einsetzt, ausbricht- und dabei seine Bewacher tötet.
Samuel hat inzwischen eine neu entwickelte Medizin, welche ihm ermöglicht, seine Scannerfähigkeiten gezielt einzusetzen-
somit sollte er in der Lage sein, jeden anderen Scanner erfolgreich zu bekämpfen.
Doch Volkin hat eine besondere Gabe-
er kann anderen Scannern die Kraft entziehen, und sich dadurch stärken, was sich aber auf seinen Geisteszustand auswirkt...
Pierre David, Regisseur des Vorgängers, hat hier lediglich die Produktion übernommen- Regie führte Steve Barnett,
der zuvor nur unterdurchschnittliche B-Movies zustande brachte (und von dem man nach diesem Film nichts mehr hörte).
Samuel ist einfach nur noch ein Polizist, der wie selbstverständlich nebenbei Scanner ist,
Nebenhandlungen fehlen völlig- selbst die Action wurde zurückgeschraubt.
Vor allem in der Mitte hängt der Film durch und wird teils öde- was aber zugenommen hat, ist die Gewaltdarstellung.
Wenn man schon kein Originelles Drehbuch mehr hat, muss man eben die Effekte hochschrauben-
welch Zufall, dass hier beide Hauptfiguren stärkere Scannerfähigkeiten denn je haben...
Dementsprechend regieren hier auch deutlich die Splatterszenen, welche für die damalige zeit recht ordentlich aussehen.
4/10