Roter Drache
Bei der Festnahme des gefährlichen Psychopathen und Massenmörders Hannibal "The Cannibal" Lecter entgeht FBI-Agent Will Graham nur knapp dem Tod. Grund genug für ihn, den Dienst zu quittieren. Doch schon nach kurzer Zeit ist das FBI erneut auf seine Hilfe angewiesen. Ein Serienkiller, der in Vollmondnächten schlafende Familien heimsucht, hinterlässt eine grauenhafte Spur des Schreckens. Graham nimmt den Auftrag an und versucht sich in die Psyche des Killers, der nur die Zahnfee genannt wird, hineinzuversetzen. Dabei ist er auf die Hilfe eines ähnlich genialen und gestörten Geistes in Form von Hannibal Lecter angewiesen. Doch dieser verfolgt seine eigenen Pläne...
Kam am Freitag auf SRF. Habe den Film schon lange nicht mehr gesehen und wusste deshalb nicht mehr ganz alles. Der Cast ist sehr gut, die Story spannend, allerdings ist Ralph Fiennes als Bösewicht irgendwie ein wenig zu lieb. Klingt komisch, da er skrupellos Familien abschlachtet, aber im Film hat man dann eher fast Mitleid mit ihm... Das ist schade. Denn ansonsten gibt es nicht viel auszusetzen. Sogar die meisten Schauspieler (v. a. aus dem Gefängnis) aus Schweigen der Lämmer spielen mit.
7/10
Das Schweigen der Lämmer
Die junge, psychologisch geschulte FBI-Agentin Clarice Starling wird auf den Fall eines Serienmörders angesetzt. "Buffalo Bill", wie sich der Psychopath selbst nennt, tötet zumeist junge Mädchen, zieht ihnen die Haut ab und versenkt sie in abgelegenen Seen. Um Hinweise auf Motiv und Täter zu bekommen, will Clarice einen anderen Serienkiller interviewen, den inhaftierten Dr. Hannibal Lecter. Der hochintelligente, aber gemeingefährliche Lecter durchschaut Clarices Absicht - und macht sie zum Spielball seiner kühl kalkulierenden, grausamen Lust...
Nachdem ich das Prequel gesehen habe, folgte der Klassiker. Und dieser ist, trotz des Alters (über 10 Jahre älter als der rote Drachen) unglaublich viel spannender, aufreibender und auch brutaler als der "Vorgänger". Zeitloser Klassiker.
9/10
Ausgebremst - die Lance Armstrong Story
Ganz unerwartet sah ich heute diese Doku auf Netflix. Das versetzte mich wieder in die frühen 00er-Jahre zurück: Jan Ullrich löste einen Fahrradboom in Deutschland aus, Lance Armstrong war der Superman und der Radsport war so populär wie er es wohl nie wieder werden wird. Sogar ich schaute mir damals mit meinen Freunden manche Etappen an (welche 12-jährigen machen das bitte?!). Armstrong war ein Gott. Er bekämpfte den Krebs, war mit zig Hollywoodstars befreundet, kannte den Präsidenten und gewann die Tour de France siebenmal. Das war Unmenschlich. Und spätestens, als dann alle seine Konkurrenten dem Doping überführt wurden (jene Gegner, welche er oft mit Leichtigkeit abhängte), sollte es klar gewesen sein, dass auch bei ihm etwas nicht ganz koscher war. Erstaunlich spät kam dann die ganze Wahrheit 2012/13 ans Licht. Viel wurde danach geschrieben und gedreht.
Ausgebremst beleuchtet aber auch den Menschen Armstrong und viele seiner Weggefährten. Krasse Geschichte über einen durchwegs verdorbenen Mann. Lance ist wohl der grösste Psychopath von den drei bewerteten Filmen.

Erschreckend. Spannender und gut bebilderter Dokumentationsfilm.
9/10