Dead Rising: Watchtower
Nicht gut. Gar nicht gut. Ok, zugute halten muss man dem Film, dass er doch halbwegs ordentlich produziert ist. Vom Sharknado-würdigen CGI-Blut und einigen Plastik-Requisiten mal abgesehen, ist Dead Rising visuell eine solide Angelegenheit. Weiter spielen einige mäßig bekannte Seriendarsteller mit - zum Beispiel die hübsche Meghan Ory, die den meisten wohl als Rotkäppchen aus Once Upon a Time bekannt sein dürfte. Außerdem wurde versucht verschiedene Elemente des Spiels aufzugreifen, wie zusammengebaute Waffen, den Pawn Shop oder die Freaks.
Das war es dann aber auch schon mit den erwähnenswerten Eigenschaften. Der Rest ist vor allem eins: Langweilig. Eine Story ist mehr oder weniger nicht vorhanden, was bei der Vorlage und dem Zombiegenre an sich ja gar nicht so schlimm wäre, wenn das Gezeigte denn irgendwie Laune machen würde. Macht es aber nicht. Für unterhaltsamen Zombie-Splatter reichen Gore und mittelmäßige Zombiemasken bei weitem nicht aus, für eine Zombie-Komödie fehlt es an Charme und Witz und für einen ernstzunehmenden Spannungsfilm ist er wiederum nicht authentisch genug. Was bleibt sind ein paar austauschbare No-Names, die bescheiden durch pseudo-dramatische Zombie-Szenerien schlurfen und nicht wissen, ob sie emotionalen Survival oder lustigen Zombie-Klamauk abliefern sollen.
Da gebe ich mir lieber noch mal 'ne Portion Uwe Boll. Seine Videospielverfilmungen sind zwar ähnlich schlecht, aber wenigstens so unfreiwillig komisch und beschissen, dass sie auf eine masochistisch Art und Weise unterhalten. Dead Rising ist einfach öde. Muss man nicht gucken. In Punkten? Irgendwo zwischen "belanglos und lahmarschig" (2/10) und "handwerklich immerhin ganz ok" (6/10). Mit wohlwollend zugedrücktem Glücksbärchi-Auge also
4/10 unfreakige Freaks
Anders hätte ich ihn wahrscheinlich nicht durchgehalten.

