Big Eyes
Margaret (Amy Adams) zieht mit ihrer Tochter Jane (Delaney Raye) weg von ihrem Ex-Mann Frank in eine neue Stadt. Die unscheinbare Künstlerin versucht mit Porträts von Kindern mit übergrossen Augen etwas dazuzuverdienen. An Ruhm und Ehre denkt die leidenschaftliche Künstlerin dabei nicht. Als die etwas naive Blondine den eloquenten Künstler Walter Keane (Christoph Waltz) kennenlernt, fühlt sie sich im siebten Himmel, und die beiden heiraten wenig später. Schon bald versucht Walter, seine Arbeiten und die grossäugigen Kinder seiner Frau an den Mann zu bringen. Er bemerkt schnell, dass sich die Bilder Margarets wie wild verkaufen und er im Schatten seiner Frau unterzugehen droht. Anstatt Margaret ins Rampenlicht zu stellen, gibt er vor, der Künstler hinter den "Big Eyes" zu sein, denn eine Frau hat als Künstlerin schlicht weniger Möglichkeiten. Das Geschäft boomt und Margaret ist gezwungen, für ihren Ehemann weiterzumalen. Während Walter Berühmtheiten um sich schart und im Fokus der Öffentlichkeit steht, wird Margaret von der grauenhaften Lüge geplagt und möchte am liebsten auspacken. Doch Walters aggressive und befehlende Art lässt sie immer wieder zurückschrecken.
Der Film basiert auf der wahren Geschichte der Künstlerin Margaret Keane. Die Grundstory ist wirklich cool und gibt einiges her, aber die Umsetzung fand ich jetzt nicht so super. Die schauspielerische Leistung der beiden Hauptdarsteller ist über alle Zweifel erhaben, Waltz spielt mal wieder "seine" Rolle, die Szenenbilder sehen klasse aus und es ist zum Glück kein typischer Burton Film. Das hätte hier nicht gepasst. Alles in allem plätschert das Geschehen etwas vor sich hin ohne grosse Highlights zu bieten. Wer sich für die Geschichte interessiert oder etwas mit den Schauspielern anfangen kann, der wird sicher nicht enttäuscht. Guter Film, bei dem mehr drin gelegen wäre.
6/10
Hot Tub
Lou (Rob Corddy) ist ein Versager und Säufer. Er will seinem Leben ein Ende setzen, aber nicht mal das kriegt er hin. Im Krankenhaus stossen seine zwei alten Kumpels Adam (John Cusack) und Nick (Craig Robinson) zu ihm, und zusammen mit Adams Neffen Jacob (Clark Duke) beschliessen sie, natürlich um Lou zu helfen, ein Wochenende in ihrem alten Partymekka, einem Ski-Resort, zu verbringen. Doch die Zeit hat es nicht gut gemeint mit dem Hotel, und erst als der Whirlpool des Hotelzimmers so komisch leuchtet, machen sich die Jungs auf, eine kleine Privatparty zu machen. Als sie am nächsten Morgen erwachen, scheint alles anders. Die Knochen tun nicht weh, die Menschen im Resort sind komisch gekleidet, und auf die Frage, welche Farbe Michael Jackson hat, wird mit "schwarz" geantwortet. Richtig, das Sprudelbad ist eine Zeitmaschine und hat das Quartett schnurstracks ins Jahr 1986 zurückbefördert. Dort, wo Snowboards unbekannt sind und die Handys noch riesig, versuchen die vier Kumpels nun, die gleichen Fehler von damals nicht zu wiederholen und irgendwie zurück in die Gegenwart zu kommen. Sollten sie aber scheitern, würde der junge Jacob nie geboren werden...
Kam gestern im TV und ich nahm ihn mal mit... Das Setting und der Sound ist absolut klasse. Das machte wirklich Spass. Die Geschichte ist 08/15 und viele Gags sind einfach nicht lustig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Mensch mit einem IQ im zweistelligen Bereich, es witzig findet, wenn ein Eichhörnchen vollgekotzt wird. Für mich unverständlich, dass solche Dinge immer wieder eingebaut werden. Naja, ist ja auch egal. Das Cast ist eigentlich ganz gut, sogar John Cusack macht mit! Dazu gibt es ein, zwei Gastauftritte von "Stars" aus den 80ern. Das ist schon noch cool. Beim Film wäre wohl weniger Fäkalhumor besser gewesen (nur bei welchem ist das nicht so), denn es gibt einige Szenen die wirklich gut sind. Eine Hirn aus Zeitreise Komödie welche in den 80ern spielt. Gibt wahrlich schlechteres (aber auch viel besseres) im TV.
6/10