Herr der Ringe Trilogie (Blu Ray Extended Edition)
Hierzu muss man eigentlich nicht viele Worte verlieren. Einfach nur episch! Man muss jedoch schon ein wenig Zeit haben um sich den Stoff zu geben. Nach gut 2h muss man jeweils die BR wechseln, da die Hälfte eines Filmes durch ist… Trotz der unglaublichen Länge, ist kein Film auch nur im Ansatz langweilig. Genial.
30/10
Der Hobbit - Eine unerwartete Reise
Vor langer Zeit lebte im Auenland ein Hobbit namens Bilbo Baggins (Martin Freeman). Er lebte in seinem schönen Haus, erfreute sich an Essen und Tabak und wäre nie auf die Idee gekommen, seine geliebte Heimat zu verlassen. Bis eines Tages der Zauberer Gandalf der Graue (Ian McKellen) vor der Türe stand und ihm von einem Abenteuer erzählte. Natürlich wollte Bilbo der Aufforderung nicht Folge leisten, bekam aber kurz darauf Besuch von Zwergen. Deren dreizehn strömten in sein Haus, assen ihm die Vorratskammer leer und erzählten von ihrem Plan.
Unter der Führung von Thorin Eichenschild (Richard Armitage) wollten die Zwerge ihre Heimat zurückerobern. Dort hatte sich Jahre zuvor ein gigantischer Drachen niedergelassen, das Königreich im Berg übernommen, mitsamt dem dortigen Schatz. Dieses Abenteuer, diese Reise, würde die Gruppe, der sich auch Gandalf anschloss, einmal quer durch Mittelerde führen; an Orks vorbei, in tiefe Berge hinein und stetig verfolgt von bösen Mächten. Die haben verschiedene Formen und Gestalten: vom bleichen Ork bis hin zum dürren Männchen, das einen mächtigen Ring mit sich trägt... Aber das ist eine andere Geschichte.
Nachdem ich die HdR-Filme gesehen habe, machte ich gleich mit dem Hobbit weiter. Was jetzt nicht unbedingt die beste Entscheidung war. Das grösste Manko des ganzen Films, ist der überbordende Einsatz von CGI-Effekten. Das fühlt sich vielmals eher nach Tim & Struppi oder dem Polarexpress an, als an Herr der Ringe. Dort wirkte alles echt und authentisch, während man hier in jeder Szene CGI vorgesetzt bekommt. Die Geschichte selber kann natürlich auch nicht mit HdR mithalten, weiss aber trotzdem zu unterhalten. Und dies obwohl die Hauptfiguren nervig sind. Die Zwerge sind, bis auf Anführer Thorin (Richard Armitage), bloss brummlige Trunkenbolde mit zu viel Haar im Gesicht. Dafür ist der Hobbit mit Martin Freeman genial besetzt worden. Guter Film, der aber vieles schuldig lässt.
6/10
Der Hobbit - Smaugs Einöde
Die ersten Abenteuer und gefährlichen Begegnungen hat die Reisegruppe mit Hobbit Bilbo (Martin Freeman) und Zwergenkönig Thorin Eichenschild (Richard Armitage) überstanden. Nun ist das Ziel, der einsame Berg, zwar in Sichtweite, aber noch lange nicht erreicht. Die Zwerge und Zauberer Gandalf (Ian McKellen) müssen sich erst noch durch einen dunklen Wald quälen, in dem achtbeinige Gefahren hausen. Und wenn das nicht schon genug wäre, sind da auch noch die Waldelben, die nicht ganz so edel agieren, wie man es von ihresgleichen erwarten dürfte. Allerdings werden deren Krieger Legolas (Orlando Bloom) und Tauriel (Evangeline Lilly) ihr wahres Gesicht noch zeigen müssen.
Doch auch nachdem der verwunschene Wald und deren Bewohner hinter ihnen ist, steht die grösste Herausforderung der Gruppe noch bevor. Nachdem sie mit dem Bogenschützen Bard (Luke Evans) eine weitere Bekanntschaft gemacht haben, geht's in die Höhle des Löwen - respektive in den Berg, in dem sich jemand niedergelassen hat, der gefährlicher und tödlicher kaum sein könnte: Smaug der Drache (Stimme von Benedict Cumberbatch).
Während die Zwerge sich ihrem Schicksal stellen müssen, macht Zauberer Gandalf eine ganz andere Entdeckung. Das Böse hat sich neu organisiert und macht sich auf, die Welt zu überrennen. Angeführt wird es dabei von einer Kreatur, die nicht nur unserem Magier kalten Schweiss auf die Stirn drückt...
Smaugs Einöde ist ein solider Nachfolger. Er dauert auch wieder etwas zu lange und ist gespickt mit Dingen die man nicht wirklich sehen müsste (Liebesgeschichte) und andere, spannendere Figuren die dafür zu wenig Screentime erhalten (Hautwechsler). Es sind viele Figuren und immer mehr werden eingeführt. Somit erhalten alle ihre 15-Minuten Ruhm, aber halt niemand so richtig. Da stört etwas. CGI ist auch wieder en Masse vorhanden und so böse die Orks auch aussehen, sie haben einfach eine andere Wirkung, als in HdR, da sie nicht „echt“ sind. Die Szene mit den Fässern überspannt dann den Bogen aber doch etwas. Smaug ist toll, aber seine deutsche Synchro geht mal gar nicht. Das klingt unfreiwillig komisch.
Alles in allem ist Smaugs Einöde etwas unterhaltsamer, als eine unerwartete Reise, aber einen Quantensprung sollte man nicht erwarten.
7/10
Kingsman
Die Geheimorganisation Kingsman hält seit dem Ende des Ersten Weltkrieges die Welt von allen möglichen Gefahren sicher. Ihre Mitglieder sind perfekt trainierte und adrett gekleidete Herren, deren Codenamen alle von der Artus-Sage kommen. Als Agent Lancelot (Jack Davenport) bei einem Ersatz getötet wird, müssen alle verbleibenden Mitglieder einen Nachfolger für den gefallenen Kameraden vorschlagen. Harry Hart (Colin Firth), der den Codenamen Galahad trägt, schickt so den jungen Gary "Eggsy" Unwin (Taron Egerton) ins Rennen.
Eggsy ist jedoch alles andere als ein Musterschüler, sondern einer, der schon früh auf die schiefe Bahn geraten ist und sich mehrfach mit dem Gesetz angelegt hat. Eggsys Vater war selbst ein Kingsman-Agent und rettete vor Jahren Harry das Leben, was ihn jedoch sein eigenes kostete. Harry versucht diese Schuld nun mit Eggsys Ausbildung zum Agenten zu begleichen. Während der junge Mann mit dem frechen Mundwerk das Agenten-Training aufnimmt, beginnt der Milliardär Richmond Valentine (Samuel L. Jackson) einen bösen Plan in die Tat umzusetzen, welcher die ganze Welt ins Chaos stürzen könnte.
Nach Herr der Ringe machte ich einen kurzen Abstecher ins Kino. Vom Ablauf her natürlich wiedermal ganz schwach von mir… Kingsman ist sowas wie der kleine gewalttätige Bruder der James-Bond-Reihe, gleichzeitig aber auch eine Hommage an die alten Abenteuer von 007. Coole Charaktere ballern sich hier durch eine Zero-to-Hero-Story, die immer wieder spektakuläre Action sowie lustige Gadgets zu bieten hat und mit Colin Firth als Agent mit Stil das gewisse Etwas besitzt. Ein spassiges Actionhighlight, welches Laune auf mehr macht. Die Story ist eigentlich ziemlich banal, aber weiss trotzdem zu unterhalten. Ich hätte die Welt jedenfalls nicht gerettet.

Die Hommagen sind einfach klasse und lockt wohl jedem Bond-Fan ein Lächeln hervor. Ein weiterer Trumpf des Filmes ist aber auch Hauptdarsteller Colin Firth, dessen Harry Hart vielmehr Sean Connery als Daniel Craig ist. Zu sehen, wie er in einem fulminanten One-Take dutzende Südstaatler auseinandernimmt, ist eigentlich schon das ganze Eintrittsgeld wert. Actionmässig kann man Kingsman nicht viel vorwerfen. Die Sequenzen sind einfach der Hammer, wenn auch manchmal etwas brutal.
Negativ war dabei der junge Hauptdarsteller. Dieser hat nie meine Sympathien und wirkt irgendwie zu sehr wie ein Assi. Was vielleicht auch gewollt ist, aber man übertreibt es halt ein wenig. Auch das Ende geht etwas zu lange und wirkt irgendwie nicht so passend zum Film. Jedenfalls gibt es aber coole Sprüche, tolle Action und Colin Firth in Bestform.
7/10
Before I go to sleep
Wenn Christine (Nicole Kidman) morgens aufwacht, gerät sie in Panik. "Wo bin ich? Was mache ich hier und wer ist der Mann, der neben mir im Bett liegt?", fragt sich die Mittvierzigerin. Seit ihrem schweren Autounfall, der bereits 20 Jahre zurückliegt, leidet Christine an Amnesie und muss ihr Leben deswegen jeden Tag von Neuem aufrollen. Ihr Ehemann Ben (Colin Firth) bemüht sich, ihr das Ganze zu erleichtern, indem er ihr jeden Morgen ihre Situation erklärt und Zettel mit wichtigen Informationen und Fotos an die Wand klebt.
Was Ben nicht weiss und Christine jeweils kurz vor Mittag per Telefon erfährt, ist, dass sie regelmässig einen Psychologen besucht. Dr. Nash (Mark Strong) bekundet grosses Interesse an ihrem aussergewöhnlichen Fall und will ihr dabei helfen, sich an ihre Vergangenheit zu erinnern. Im Auftrag des Doktors hält Christine ihre täglichen Erfahrungen und neuen Erkenntnisse mit einer Videokamera fest. Weil sich ihr Wissen dadurch vergrössert, muss sie bald feststellen, dass Ben ihr nicht die ganze Wahrheit offenbart. Immer mehr Ungereimtheiten entstehen, und allmählich weiss Christine nicht mehr, wem sie noch trauen kann.
Before I Go to Sleep ist nicht der grosse innovative Wurf, aber dennoch ein solider Thriller, der sich dem Leiden der Amnesie als Ausgangspunkt bedient.
Der Film baut auf der Beziehung zwischen der Protagonistin Christine und ihrem Ehemann Ben auf. Ohne Ben wäre Christine hilflos - dies vermittelt der Film in den ersten Minuten. Bis das Telefon klingelt und Dr. Nash ins Spiel kommt. Seine Unterstützung bewirkt, dass Christines engste Vertrauensperson gleichzeitig zu ihrem Gegenspieler wird - eine hochinteressante Ausgangslage. Und im Hauptteil des Films bleibt die Handlung spannend und überrascht mit einigen Plottwists. Hat Ben ein dunkler Geheimnis oder stimmt etwas mit dem Doktor nicht, da dieser doch (zu) viel Nähe zu Christine zeigt?
Der Film ist spannend aufgebaut, verliert aber zu Schluss etwas an Fahrt. Das Ende wirkt zu abgehakt und man könnte meinen sie hätten kein Geld mehr zur Verfügung gehabt und dann halt noch eine letzte Szene kurz an einem Nachmittag gedereht…
6/10
Paddington
Ein kleiner sprechender Bär aus dem "finstersten Peru" wird nach einem verheerenden Erdbeben von seiner Tante nach London geschickt, da diese von einem Forscher vor Jahren erfahren hat, dass man in der englischen Metropole sicher ist und die Leute Fremden dort gerne helfen. Angekommen an der Paddington Station, widerfährt dem Bären jedoch genau das Gegenteil: Er wird komplett ignoriert. Erst als die Familie Brown auf ihn aufmerksam wird, findet er bei ihr ein Zuhause und auch Freunde. Diese wird er im Kampf gegen eine gefährliche Tierpräparatorin (Nicole Kidman) auch dringend brauchen.
Der Film ist ein gelungenes Familienspektakel, da es voll auf die Tollpatschigkeit, Putzigkeit und Liebenswürdigkeit seines Titelhelden setzt. Der immer höfliche und anständige Paddington manövriert sich immer wieder in allerlei absurde Situationen, die für allerbesten Slapstick sorgen und so Alt und vor allem Jung zum Lachen bringen. Paddington hat genug Tempo und Humor (inklusive Verweise auf Indiana Jones und Mission Impossible: Ghost Protocol), um zu unterhalten, wobei man aber doch auf die jüngeren Semester zielt. Nichts desto trotz kann man ihn auch als Erwachsener mal ausleihen und anschauen. Denn der Film hat eine gute Botschaft und Paddington ist meistens toll animiert. Und in diesem Film sieht Nicole Kidman zur Abwechslung mal wieder wirklich heiss aus.
6/10
P.S. Wer die Hobbit-Filme mal sehen will, kann sich gerne bei mir melden. Ich habe zu beiden je einen
Digital Code zu verschenken.