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Rush

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Gestern bereits zum dritten Mal gesehen und ich finde ihn nach wie vor klasse. Kann kaum ein schlechtes Haar an Rush lassen, da meiner Meinung nach fast alles oder zumindest alles von Belang an dem Film stimmt.
Die beiden Hauptdarsteller liefern eine tolle Performance ab, die Dialoge wissen zu gefallen, der Humor zündet, das Pacing ist perfekt und die Rennen sind sehr geil in Szene gesetzt. Insgesamt einfach ein sau guter Film und ich bin wohlgemerkt alles andere als ein Formal 1 Fan.
 
Also ich fand Rush ganz arg komisch, die gesamte Filmoptik wirkte irgendwie wie Plastik. In gewisser Weise erinnerten mich die Dialoge und auch komplette Szenen oft an eine billige Schmierenoper, vor allem nach dem ersten Filmdrittel.
 
Also ich fand Rush ganz arg komisch, die gesamte Filmoptik wirkte irgendwie wie Plastik. In gewisser Weise erinnerten mich die Dialoge und auch komplette Szenen oft an eine billige Schmierenoper, vor allem nach dem ersten Filmdrittel.
Dieser Meinung kann ich mich nur entziehen! Fand sowohl filmische Stilmittel, als auch schauspielerische Leistung sehr gut! Und dazu ein Daniel Brühl, der das Austrian-English perfekt umgesetzt hat IMO!
 
Wie der Wind sich hebt / Kaze Tachinu / The Wind Rises

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Ein sehr schöner Film, wenngleich auch etwas ungewohnt für einen Miyazaki, da sein letztes Werk gleichzeitig auch sein am meisten bodenständiges Werk ist. Handwerklich ohne Zweifel sehr stark, vor allem wenn man sich einmal vor Augen führt, dass hier noch alles klassisch von Hand gezeichnet wurde.

Am meisten hat es mir aber der Inhalt von Kaze Tachinu angetan. Dieses Mal ist es keine epische oder lustige Geschichte, die hier erzählt wird, sondern wie bereits erwähnt eine recht bodenständige. Sie begleitet den Flugzeugkonstrukteur Jiro Horikoshi, der in Japan kurz vor dem Zweiten Weltkrieg (um 1930 herum) die Jagdflugzeuge Mitsubishi A5M und Mitsubishi A6M (Codename Zero) entwarf.

Es ist eine Geschichte, die von großen Träumen/Zielen handelt und dem Versuch diese einzufangen. Der Inhalt des Films wurde ja ziemlich strittig diskutiert, aber zum Großteil kann ich das so nicht nachvollziehen. Ich kann dahinter schon sehr deutlich Miyazakis Intention sehen, die er selbst wunderbar einzufangen in der Lage war, mit wenig Grund für die aufgekeimten Diskussionen. Bei der Kritik frage ich mich eher, ob jene den Film überhaupt selbst sahen oder bloß dessen Inhaltsangabe gelesen haben.
Kurz zur Erklärung, worum es konkret dabei ging: Die einen behaupteten, dass der Film die Produktion der Flugzeuge zu unkritisch behandelte, die anderen kritisieren ihn aufgrund seiner negativen Darstellung des Krieges und die Dritten da die Charaktere sehr viel geraucht haben.
Auf den ersten Punkt wird im Film überhaupt nicht eingegangen, da es auch nicht dessen Thema bzw. Fokus ist, der zweite Punkt ist hirnrissig und der dritte Punkt spiegelt halt damalige Gegebenheiten wider, auch wenns nicht zum heutigen Zeitgeist passt.

Erwartet euch keine Epik im Sinne eines Mononoke Hime/Prinzessin Mononike oder Kaze no Tani no Naushika/Nausicaä, sondern einen behutsam erzählten, angenehm emotionalen und sehr erwachsenen Film. Für Ghibli Fans sowieso Pflicht und auch für alle anderen Freunde von guter Animationskunst eine ausgesprochene Empfehlung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Film hört sich langweilig an, aber mich interessiert gerade, ob in Japan vor dem Zweiten Weltkrieg wirklich schon viel geraucht wurde? Hat nicht gerade mal die USA zu der Zeit angefangen die Dinger im großen Stil zu produzieren und nach dem Krieg kam dann der weltweite Boom?
 
Der Film hört sich langweilig an, aber mich interessiert gerade, ob in Japan vor dem Zweiten Weltkrieg wirklich schon viel geraucht wurde? Hat nicht gerade mal die USA zu der Zeit angefangen die Dinger im großen Stil zu produzieren und nach dem Krieg kam dann der weltweite Boom?

Zigaretten wurden schon während des WW1 an Soldaten rationiert ausgehändigt, also schätze ich dass es schon damals recht populär war(in den USA/Westen jedenfalls).
 
Im 16./17. Jahrhundert ging man in Ländern wie Japan und China noch gegen den Tabak vor, weil man darin eine Unterwanderung der europäischen Kolonialmächte sah. Vor dem zweiten Weltkrieg war diese Barriere bereits eingerissen. Da versuchte das damals arme Japan dem Westen nachzueifern.

Und nein, den Zigaretten Boom gabs bereits vorher. Deutschland war etwa um 1930 herum sogar der größte Importeur von Tabak weltweit und zuvor gabs bereits unzählbare Zigarettenhersteller. Anfang des 20. Jahrhunderts waren die im fünfstelligen Bereich.
 
Ja, gut, vor dem Zweiten Weltkrieg ging es so wirklich los und das zog sich dann bis zum Ende des Krieges. Hätte nur nicht gedacht, dass das bis nach Japan schwappte. Wusste nicht, dass da bereits Japan sich dem Westen annäherte. Aber gut zu wissen. :D

EDIT: So ab ~1933 haben zumindest Soldaten bestimmt häufiger geraucht in Japan.
http://en.wikipedia.org/wiki/Onshino_Tabako
 
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In the Line of Fire

Secret-Service-Agent Frank Horrigan (Clint Eastwood) gehörte zu den Leibwächtern John F. Kennedys. Er war dabei, als der Präsident erschossen wurde. 30 Jahre nach diesem Ereignis hat er das Geschehen noch immer nicht so richtig verarbeitet. Da bekommt er einen seltsamen Anruf. Ein Fremder (John Malkovich), sich Booth nennend, kündigt an, den Präsidenten zu töten. Horrigan nimmt diese Bedrohung ernst. Er möchte, dass nicht wieder ein US-Präsident ins Gras beißt, wohlmöglich durch seine Schuld. Er nimmt seinen alten Dienst wieder auf; doch die Sicherheitsvorkehrungen werden durch das Wahlkampfprogramm des Präsidenten erheblich erschwert. Ein Wettlauf mit der Zeit und einem scheinbar perfekten Killer beginnt…

Die guten, alten 90er Agentenfilme. Sowas vermisse ich heute ein wenig. Deshalb schaute ich mir mal wieder den Klassiker von Wolfgang Petersen an.
Die Story wartet zu Beginn wieder einmal mit Klischees auf: Der Held langt gerne mal zur Flasche, leidet an seiner Vergangenheit und gehört zum alten Eisen (Clint war schon vor über 20 Jahren alt!). Demgegenüber steht der Psychopath (toll gespielt von John Malkovich), der gar nicht so viel anders als der Secret Service Agent ist. Trotzdem weiss die Geschichte zu fesseln. Das Duell der beiden schauspielerischen Schwergewichte ist packend, die Nebendarsteller gut gewählt und das Ende immer offen. Vor allem die Dialoge sind klasse. Was auch gefällt: Die Settings. Überhaupt ist der ganze Streifen schön gefilmt worden und kann auch mit vielen kleinen Details aufwarten. Einzig die Liaison mit Rene Russo war vielleicht etwas künstlich.

Was sonst noch auffiel: Viele der Szenen, in denen der Präsident vorkommt, z.B. bei Reden vor grossen Menschenmengen, der Ankunft mit der Air Force One etc., wurde mit dem Green Screen gearbeitet. Man hat (wohl) Originalaufnahmen genommen und dann Clint und ein paar Agenten irgendwo im Vordergrund oder auf der Seite des Bilds platziert. Das fällt 2015 wohl viel mehr aus, als damals im Jahr 1993.

Ein kluger, schön gefilmter und spannender Politthriller mit grossen Schauspielern.

8/10
 
Ich schaue derzeit die dritte Staffel von House of Cards. Bin zwar noch nicht ganz durch, aber ein wenig enttäuscht bin ich schon. Eigentlich ist die Qualität weiterhin hoch und die Schauspieler sind top, aber es gibt merkwürdige Brüche innerhalb der Episoden (sowohl bei der zeitlichen Abfolge, als auch bei der Handlung, als auch bei einigen Schauspielern - einer
(Hector)
ist z.B. plötzlich einfach weg und wird ersetzt, keine Ahnung, ob der keinen Bock mehr hatte oder andere Verpflichtungen) und man tritt storymäßig überwiegend auf der Stelle. Und die Einbindung realer politischer Themen in eine fiktionale Serie ist imo ein richtiger Abtörner
(Stichwort Pussy Riot).

Ich fand auch, dass es die bisher schwächste Season war. Insgesamt immer noch größtenteils sehr gut, aber...
...speziell die ganze Sache mit Russland war viel zu sehr IN YOUR FACE! Pussy Riot, der Aktivist im Gefängnis, die Nahost Geschichte. Und irgendwie hat der echte Putin das nebenbei alles noch getoppt :D .Der innenpolitische Teil war deutlich spannender. Auch wenn da wirkliche Höhepunkte gefehlt haben und die Underwoods hauptsächlich in der Defensive waren.


edit: Ja, Hector war plötzlich weg. Ein, zwei Sätze zu irgendeinem Skandal und fertig. Aber das passt auch einfach zur Serie. Mal abgesehen von Frank, Claire, Doug und Freddy (zu wenig Freddy in S3!) sind die ja alle nur Steine auf dem Weg nach oben :D
 
Wusste nicht, dass da bereits Japan sich dem Westen annäherte. Aber gut zu wissen. :D

Japan war da bereits mitten drin sich dem Westen anzugleichen. Begonnen hatte das bereits Ende des 19. Jahrhundert, mit der Meiji-Restauration, wo Politik und Gesellschaft radikal umgestaltet wurden.

Vor allem mit Deutschland hatte man ja wie weitreichend bekannt regen Kontakt, in den Jahren vor dem zweiten Weltkrieg. Die Deutschen haben besonders ihr Ingenieurswissen nach Japan exportiert.
 
Bei der Kritik frage ich mich eher, ob jene den Film überhaupt selbst sahen oder bloß dessen Inhaltsangabe gelesen haben.
Kurz zur Erklärung, worum es konkret dabei ging: Die einen behaupteten, dass der Film die Produktion der Flugzeuge zu unkritisch behandelte, die anderen kritisieren ihn aufgrund seiner negativen Darstellung des Krieges und die Dritten da die Charaktere sehr viel geraucht haben.
Auf den ersten Punkt wird im Film überhaupt nicht eingegangen, da es auch nicht dessen Thema bzw. Fokus ist, der zweite Punkt ist hirnrissig und der dritte Punkt spiegelt halt damalige Gegebenheiten wider, auch wenns nicht zum heutigen Zeitgeist passt.
Ich glaube, genau das wirft die Kritik dem Film vor.
 
ich hab letzte woche die erste staffel von The Knick gesehen... wusste nicht was da auf mich zu kam... sehr geile serie mit einem gut aufgelegten clive owen ... hat mich von der schmutzigen atmospäre sofort an deadwood erinnert, was die authentizität betrifft... die megablutigen OP szenen haben mich das ein oder andere mal echt schlucken lassen :schreck:

alles in allem freu ich mich wie ein schnitzel auf die 2. staffel... TOP serienempfehlung!
 
Ich glaube, genau das wirft die Kritik dem Film vor.

Es war nicht das Thema des Films. Produktion und Einsatz bekam man nicht zu sehen, so weit ging die Handlung des Films zeitlich gar nicht. Diese endete als der Prototyp zum ersten Mal flog. Man bekam zum Schluss nur noch eine kleine Anekdote mit auf den Weg, über die danach kommenden Geschehnisse, aber das wars dann.

Ich kann es verstehen, wenn man sich gewünscht hätte, dass darauf auch noch eingegangen wird, aber das wurde halt nicht getan, da es darum gar nicht ging. Der Film ging auch so bereits an die 130 Minuten, ohne da noch weiterzuerzählen.
Von daher ist das mehr Wunschkonzert als Kritik am Vorhandenen.
 
Ich kann mich auch nach deiner weiteren Ausführung nur wiederholen: eben das ist Gegenstand der Kritik. Ob man diese Kritik nun teilt oder nicht, nachvollziehbar finde ich sie allemal. Und ich habe den Film nicht gesehen, btw.
 
Im Vorhinein war sie für mich auch nachvollziehbar, ohne den konkreten Inhalt, Aufbau und Fokus des Films zu kennen, als ich nur von den Kritiken las. Nach der Sichtung kann ich das plötzlich aber kein Stück weit mehr verstehen. Eben Wunschkonzert und keine echte Kritik.
 
ich hab letzte woche die erste staffel von The Knick gesehen... wusste nicht was da auf mich zu kam... sehr geile serie mit einem gut aufgelegten clive owen ... hat mich von der schmutzigen atmospäre sofort an deadwood erinnert, was die authentizität betrifft... die megablutigen OP szenen haben mich das ein oder andere mal echt schlucken lassen :schreck:

alles in allem freu ich mich wie ein schnitzel auf die 2. staffel... TOP serienempfehlung!
Hatte auf Sky Anytime glaub ich die ersten 3 Folgen gesehen! Fands auch ziemlich gut!
 
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