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Ich muss sagen, dass ich den ersten Teil damals nur "gut" fand, der zweite Teil ist für mich allerdings in allen Belangen besser. Richtig geile Komödie, wenn man auf stumpfen Humor steht :D. Ein sehr cooler Cast und man merkt den Leuten zu jeder Zeit an, dass die einen Heidenspaß vor der Kamera hatten.

8.5/10
 
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Guardians of the Galaxy (3D)

Mein persönlicher Film des Jahres. Mit Abstand. Und sogar in meiner Top-Liste des Jahrzehnts ganz weit oben mit dabei. Wieso? Weil ich selten besser unterhalten wurde. Das ist eine, von der ersten, musikalisch bereits treffsicher untermalten, Sekunde, bis hin zum atemberaubenden Finale, spektakuläre Space Opera. Habe ihn ja bereits im Kino gefeiert und muss sagen, dass er mir nun auf 3D Blu-ray sogar noch besser gefallen hat.

Liegt sicher auch daran, dass seine visuelle Brillanz jetzt erst richtig zur Geltung kommt. Auf der Kinoleinwand war er nämlich ein ganzes Stück unschärfer, farb- und detailärmer als im heimischen FullHD-Kino. Dazu kommt noch, dass die 16:9 Vollbild-Aufnahmen, die übrigens nur in der 3D Version zu finden sind, schlichtweg atemberaubend aussehen und der lohnenswerte 3D-Effekt in diesen Szenen sogar noch greifbarer wirkt. Sexy finde ich übrigens die 3D-Idee (War die in der Kinoversion auch schon vorhanden?), einzelne Bildelemente und Pop-Outs über die schwarzen Balken zu legen. Das ist ein echt cleverer Kniff und macht das Bild sogar noch räumlicher. Überhaupt ist die 3D Blu-ray bzw. der (3D-)Film ein einziger Traum. Das letzte Mal war ich bei Avatar in 3D so begeistert. Die beeindruckenden Weltraumszenen, in 3D, im 16:9 Format, knackscharf, kontrastreich, farbintensiv und bespielt von einem Sound(track), der nicht nur perfekt abgemischt ist, sondern auch die Wände wackeln lässt wie kaum ein anderer. Audiovisuell ist Guardians of the Galaxy eindeutig eine Referenzproduktion.

Zum Inhalt will ich gar nicht mehr viel sagen. Über diesen habe ich (siehe Spoiler) nämlich bereits genügend nach dem Kinogang geplaudert. Von daher nur kurz: GotG ist Abenteuer-Action in Reinkultur. Eine homogene, einfallsreiche, höchst charmante Welt, fabelhaft geschriebene Charaktere, tolle Darsteller, wuchtige Comic-Action, CGIs, die einen aus den Socken hauen, der beste Soundtrack seit Kick-Ass, ein ebenso fesselnder Score und reichlich Augenzwinkern (ich liebe es, wenn der Film mit Klischees bricht). Das ist schlichtweg perfekt und alles greift fantastisch ineinander. Besser geht es nicht. Ja, ok, die Handlung ist die übliche, uninspirierte Helden-/Weltenrettergeschichte, aber was solls? Sie funktioniert doch auch immer wieder hervorragend und lädt zum Träumen, Mitfiebernd und Wieder-Kind-sein ein. Ich könnte die Blu-ray gleich wieder in den Player schmeißen. Vielleicht mache ich das sogar und ergötze mich noch mal am fetzigen Finale. Awesome! Gänsehaut! Gebt mir mehr davon! :waah:

Die Guardians sind sozusagen mein persönliches Star Wars. Ich glaube, nun weiß ich, was die heutigen Star Wars-Fanboys verspürt haben, als sie 1977 das erste Mal Krieg der Sterne im Kino sahen. :D

10/10 Gefängnisausbrüche


Wer mein Geschwafel zum Inhalt noch mal lesen will:
Um es mit den Worten von Groot zu sagen: "Ich bin Groot.", was so viel bedeutet wie "Guardians of the Galaxy ist der beste Sci-Fi-Flick der letzten Jahre.". Marvel erweckt sein extraordinäres Guardians-Universum gekonnt zum filmischen Leben und erschafft damit eine waschechte Space Opera, wie man sie zuletzt in den 80ern im Kino erleben durfte. Es ist fast so als hätten Flash Gordon, Star Wars und das Marveluniversum ein Kind gemacht. Sogar einige Indiana Jones-Vibes kann man erkennen.

Aber von vorne. Die Guardians sind ein kunterbunter Haufen von Aliens. Ein sprechender, Waffennarr-Waschbär namens Rocket, seine kräftige Zimmerpflanze Groot, Auftragskillerin/Weltraumamazone Gamora, der rachsüchtige Muskelberg Drax und der freche Erdling Peter Quill, der sich selber auch gerne Star Lord schimpft. Hier treffen sie das erste Mal aufeinander und streifen daraufhin durch die Galaxie, wo sie actionreiche Sci-Fi-Abenteuer voller skurriler Außerirdischer, ferner Planeten und böser Buben, die mit Hilfe von übernatürlichen Massenvernichtungswaffen die Weltallherrschaft an sich reißen wollen, erleben. Nein, rein auf den Inhalt reduziert ist Guardians of the Galaxy sicherlich keine Offenbarung, was dem Spaß jedoch keinen Abbruch tut, besitzt die Geschichte doch alle wichtigen Grundzutaten für ein rasantes Sci-Fi-Spektakel. Wunderbar ist auch, wie die einzelnen Fäden des gesamten Marvel-Filmuniversums langsam zusammenlaufen und tatsächlich ein großes Ganzes ergeben. So gibt es diesmal zwar keine direkten Verweise auf die anderen Marvelfilme, aber doch reichlich interessante Randerscheinungen und schleichende Handlungsprozesse (bspw. die Verbindung zu Thanos und dem Artefakt) welche die einzelnen Filme zunehmend verbinden.

Was Guardians of the Galaxy ausmacht sind aber weder die uralte Weltenretter-Story, noch die grandiosen Effekte und verspielten Sets und Masken - darauf werde ich auch gar nicht weiter eingehen. Dieser Film ist eine neue, teure Marvel-Vorzeigeproduktion, da kann man sich vorstellen, dass er auch entsprechend gut aussieht. Es sind die Charaktere, die namensgebende Gruppe liebenswerter Außerirdischer, auf die ich ausnahmsweise mal ein paar Worte mehr verschwenden möchte, tragen sie doch den gesamten Film.

Peter Quill - Chris Pratt: Chris Wer? Die meisten dürften Chris Pratt wahrscheinlich nicht kennen. Ok, er spielt seit mittlerweile sieben Jahren in der erfolgreichen Serie Parks and Recreation eine wunderbare Rolle, die aber auch nur Fans eben jener Sitcom bekannt sein dürfte. Ansonsten ist er, vor allem im Blockbusterbereich, eigentlich nie aufgefallen. Gerade deswegen muss man den Verantwortlichen für diesen Casting-Glücksgriff danken. Mit weniger Speck und dafür deutlich mehr Muskeln auf den Rippen sieht Pratt nicht nur aus wie ein waschechter Outlaw, sondern verhält sich auch so. Er spielt den vorwitzigen Space-Cowboy mit einer ungeheuren Überzeugung, sodass man ihn gleich ins Herz schließt, auch wenn sein Charakter herkunftsbedingt (er ist schließlich ein schwacher Mensch) keine außergewöhnlichen Fähigkeiten besitzt. Ja, er hat eindeutig das Zeug zum neuen Han Solo und ist das charmante Bindeglied zwischen den anderen Guardians. Allein schon seine regelmäßigen Tanzeinlagen - Formidable! :lol: Tolle Figur, hervorragende Besetzung.

Gamora - Zoe Zaldana: Zoe macht nicht nur in Avatar-blau, sondern auch in grün eine hervorragende Figur. Als rational denkende Weltraumamazone stellt sie sozusagen das Gegenstück zu Quill da. Gewohnt starke Präsenz, Zoe ist super.

Rocket und Groot: Wer waren noch R2D2 und C3PO? Han Solo und Chewbacca? Rocket und Groot sind das neue Sci-Fi-Traumpaar und eindeutig die humoristischen Stichwortgeber des Films. Die etwas albern anmutende Ausgangssituation, nämlich, dass die beiden eigentlich ein sprechender Waschbär und laufender Baum sind, vergisst man bei ihren (einseitigen) Dialogen und gänsehautwürdigen "Action-Solos" ganz schnell.

Drax - Bautista: Ja, genau, WWF Bautista spielt hier den grobschlächtigen Muskelberg. Eine Rolle, die er bereits in The Man with the Iron Fists inne hatte, was meiner Meinung nach ziemlich in die Hose ging. Er ist nämlich einfach kein guter Schauspieler. Und genau hier beweisen die Autoren der Guardians Fingerspitzengefühl und verbinden stereotype Bodybuilder-Klischees ("Nichts geht in meinen Kopf!" :lol: ) und fast schon kindisches Auftreten mit einer ungewöhnlich blumigen Aussprache. Das passt! So braucht Bautista nämlich gar nicht viel schauspielern, ist trotzdem glaubwürdig und sorgt regelmäßig für (gewollte) Lacher.

Nebencharaktere: Nicht vergessen darf man die ebenfalls fantastisch gecasteten Nebencharaktere. Egal ob Karen Gillan, Glenn Close oder Benicio Del Toro, die Besetzung ist bis in die hinterste Rolle hervorragend. Fast schon zu gut, werden diese Figuren, gemessen an den schauspielerischen Talenten ihrer Darsteller, eigentlich verheizt und mit wenigen Filmminuten abgespeist.

Guardians of the Galaxy lebt eindeutig von seinen wundervollen Charakteren. Bemerkenswert bei der Fülle an unterschiedlichen Köpfen ist vor allem, dass wirklich jeder seine eigene Bühne spendiert bekommt, authentisch erscheint und sich perfekt in das Gesamtbild einfügt.

Mein zweites Highlight, neben der (Anti)Heldentruppe an sich, ist eindeutig der Humor. Bisher waren alle Marvelfilme mehr oder weniger humorvoll. Bei Iron Man ist es Stark, der mit seinen zynischen Sprüchen den Ton an gibt, bei Thor ist es der Kulturenkonflikt zwischen nordischen Göttern und Menschenwelt, der einen immer wieder schmunzeln lässt. Die Guardians sind da ein wenig anders. Hier gibt es nämlich keine einzelnen humortechnischen Schwerpunkte. Stattdessen ist der gesamte Film, von der ersten bis zur letzten Einstellung, durch und durch selbstironisch. Selbst emotionale Momente, wie der Beinahetod einer Hauptfigur, werden durch freche Zoten aufgebrochen, jedoch nie so, dass es lächerlich oder gewollt rüberkommt, sondern absolut glaubwürdig und teilweise wirklich unheimlich lustig. Der Gefängnisausbruch gehört da eindeutig zu meinen Lieblingsmomenten, da er Humor, Action und die Eigenheiten der jeweiligen Filmfiguren perfekt verbindet.

Nun mag man sich fragen, ob es an diesem Film überhaupt etwas zu kritisieren gibt. Ja, durchaus. Da wäre beispielsweise die verhältnismäßig blasse Bedrohung, die nie wirklich heraussticht und eher als harmloses Übel irgendwo im Storyhintergrund mit schwimmt, weshalb dann auch das Finale zwar sexy aussieht, aber an Spannung vermissen lässt. Der Erzählfluss ist zwischendurch zudem etwas holprig und zerfahren. Wobei es natürlich auch nicht einfach ist, eine derart heterogene Heldentruppe, deren Origin-Stories sich durch das gesamte Filmuniversum ziehen, in lediglich 120 Minuten einzuführen, sie zu einer funktionierenden Einheit zu verschmelzen und dann auch noch in die bereits bestehenden Marvel-Produktionen einzuordnen. Da hatte es ein The Avengers, durch die jeweiligen Einzelfilme, natürlich leichter. Von daher würde ich hier zwar von vertret-, aber auch absolut verschmerzbaren Kritikpunkten sprechen, die in diesem Meer aus Wahnwitz, Action, Sympathie und guter Musik eh untergehen.

Insgesamt kann ich nur sagen: Fa-bel-haft! Die Guardians massentauglich zurechtzustutzen war sicherlich kein leichtes Unterfangen. Um so erstaunlicher ist das atemberaubende Endergebnis, voller Charme, Witz und spannender Sci-Fi-Motive. Ganz ehrlich: Gebt den Guardians of the Galaxy ein wenig Zeit und Raum sich zu entfalten, ein paar Filme mehr, und ich bin mir sicher, dass wir sie in Zukunft in einem Atemzug mit Filmreihen wie Star Wars oder Indiana Jones nennen werden. Wir haben es hier nämlich mit einem ganz klassischen Sci-Fi-Abenteuer-Universum zu tun, das noch Unmengen interessanter Geschichten beherbergt. Also: Die Fortsetzung kann kommen, gerne gleich mehrere und eine Serie oder sogar ein Videospiel - damit hat Regisseur James Gunn schließlich schon Erfahrung (mitgewirkt hat er u.a. an Lollipop Chainsaw und LocoCycle :ugly: ).

Muss ich da jetzt überhaupt noch eine Punktzahl vergeben? Kann sich doch eh jeder denken, auf was es hinausläuft. :D Aber ok, hier also für die lesefaulen (tut mir leid, dass es so viel geworden ist) ein Kurzfazit und die Punkte:

Oberaffentittengeil! Anschauen! Ich bin Groot!

10/10 Awesome Mixes
 
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Savages

Wenn man die Junkies dieser Welt fragen würde, woher das beste Weed kommt, ist die Antwort nicht etwa Mexico, sondern Kalifornien, USA. Besser gesagt von den Marihuana-Anbauern Chon (Taylor Kitsch) und Ben (Aaron Johnson). Dies sagt auf jeden Fall ihre gemeinsame Freundin Ophelia (Blake Lively), von allen nur O genannt (und so wie die aussieht, muss sie es wissen). Die beiden Jungs haben sich einen guten Ruf erarbeitet, doch in dieser Branche ist die Konkurrenz unerbittlich und greift auch mal zu drastischen Massnahmen wie Folter und Mord. Als ein mexikanisches Kartell unter der Leitung der ruchlosen Elena (Salma Hayek) den Sunnyboys eine Zusammenarbeit vorschlägt, lehnen diese ab. Hätten sie doch besser angenommen, werden sie sich bald wünschen.
Denn bevor sich Ben und Chon aus dem Staub machen können, wird O von dem skrupellosen Lado (Benicio Del Toro) entführt. Die Sache hat ab sofort so zu laufen, wie es die Mexikaner wünschen, sonst ist es um Os wunderhübschen Kopf geschehen. Doch lange machen Ben und Chon dies nicht mit und versuchen mit Hilfe des korrupten DEA-Agenten Dennis (John Travolta) den Spiess umzudrehen.

Verdammt, ich habe mich auf den Film gefreut. Zufällig sah ich, dass er im TV kommt. Die Beschreibung klang klasse. Bekannte Schauspieler, Oliver Stone als Regisseur und die Story nun ja, ging auch. Leider ist der Film einfach nur Müll.
Die Probleme beginnen schon mal bei den vielen Figuren. Allen voran den beiden Hauptdarstellern, Aaron Johnson als Buddhist Ben und Taylor Kitsch, der die Ausstrahlung eines Kieselsteins hat. Absolut unverständlich, dass sie solchen Typen Hauptrollen geben, während ein Emile Hirsch mit einer läppischen Nebenrolle abgespeist wird. Doch ansonsten läuft nicht viel. Weiter wurden Stars wie Salma Hayek, Benicio Del Toro und John Travolta gecastet. Hayek als Drogenboss ist aber mehr belustigend, und wenn sie mit Cowboyhut und einem weissen Pferd auftaucht, ist es vorbei mit der Bedrohlichkeit. Besser macht es Del Toro, der seinen hassenswerten Lado schön schmierig und widerwärtig spielt. Travolta stiehlt derweil in seinen wenigen Auftritten allen die Show als DEA-Mann Dennis, der anscheinend immer am Essen ist und es immer schafft, dass er am Ende des Tages am besten dasteht.
Blake Lively fügt sich gekonnt zwischen den beiden Hauptprotagonisten ein. Nämlich nur schwach. Und zeigt mir mal zwei junge Millionär-Playboys die so dermassen auf eine Frau stehen und diese auch noch teilen. Denn sie sieht nicht mal gut aus. Ehe abgefucked. Das ganze Theater welches um sie veranstaltet wird, kann man nicht richtig verstehen. Sehr oft denkt man, dass dies alles nur eine Satire sei. Man kann vieles einfach nicht ernst nehmen. Dazu gesellen sich noch ein paar krasse Goreeffekte und das wars dann auch.

3/10


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Total Recall

Douglas Quaid (Arnold Schwarzenegger) führt ein überschaubares Leben: Er hat nur eine langweilige Arbeit und eine wunderschöne Frau Lori (Sharon Stone). Seltsamerweise träumt er aber in letzter Zeit regelmässig vom Mars und spaziert dort Seite an Seite mit einer mysteriösen Brünetten über die kolonisierte Oberfläche des roten Planeten. Seltsam deswegen, weil Douglas noch nie auf dem Mars gewesen ist. Auch sonst ist Douglas unzufrieden mit seiner Situation, denn er will mehr aus seinem Leben machen, als nur jeden Tag als Bauarbeiter zu krüppeln. Darum beschliesst er eines Tages, nach der Arbeit die Firma Rekall aufzusuchen, welche falsche Erinnerungen implantiert.
Bei Rekall lässt sich Douglas beraten und entschliesst sich für ein Paket, mit dem er zwei Wochen Erinnerungen an eine Marsreise und ein sogenannter Ego-Trip erhält, mit dem er die Ferien als Geheimagent geniessen kann. Die Implantation wird durchgeführt. Kurz darauf wacht Douglas in einem Taxi auf und hat keine Ahnung mehr, wie er dahin gekommen ist. Doch das ist jetzt sein geringstes Problem, denn kaum hat das Taxi das Ziel erreicht, wird Douglas von Bekannten aus der Arbeit angegriffen. Als dann noch seine Frau auf ihn schiesst und sich der mysteriöse Richter (Michael Ironside) wie ein Bluthund an seine Fersen hängt, bricht seine heile Welt komplett in sich zusammen. Weshalb wollen ihn plötzlich alle umbringen? Weshalb drückt ihm ein wildfremder Mann einen Koffer in die Hand, und was ist seine Verbindung zum Mars? Fragen über Fragen, welche er nur auf dem roten Planeten klären kann...

Der Film macht einfach nur Spass. Damals einer (wenn nicht sogar der) teuerste Film aller Zeiten mit einem blenden aufgelegten Arnie, einer heissen Sharon Stone und Paul Verhoeven als Regisseur. Die Story ist zwar einfach, aber trotzdem überaus interessant. Man weiss nie, was gerade Sache ist. Träumt er jetzt das alles nur oder ist es die Realität? Was den Film aber auch noch heute sehenswert macht, sind die Spezialeffekte. Es wurde sehr wenig mit CGI gearbeitet und deswegen sieht die Marskolonie auch fast 25 Jahre nach dem Dreh noch genial aus. Was mir aber auffiel: Wenn Schwarzenegger zu Beginn als normaler Bürger durch das Bild läuft, sieht er wie ein Vollhorst aus. Einfach unfreiwillig komisch. Trotzdem ist das einer der besten Arnie-Filmen.

9/10


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Stirb Langsam 2

Eigentlich wollte Cop John McClane (Bruce Willis) nur seine Frau Holly (Bonnie Bedelia) vom Flughafen in Washington D.C. abholen und danach Weihnachten im Haus seiner Schwiegereltern verbringen. Dass der Tag aber so richtig Scheisse werden würde, hätte ihm schon auffallen sollen, als sein Auto von einem unsympathischen Streifenpolizisten abgeschleppt wurde.
Während sich McClane also mit Bürokraten und Idioten rumschlägt, hat Colonel Stuart (William Sandler) etwas ganz anderes vor. Nachdem er, nackt wie Gott ihn schuf, im Hotelzimmer seine Morgengymnastik beendet hat, schart er seine Leute (u.a. Robert Patrick oder John Leguizamo) um sich, und macht sich auf, seine Aufgabe in Angriff zu nehmen.
Der finstere Kerl hat nämlich was Grosses vor. Ein Drogenboss (Franco Nero) soll an die Amerikaner ausgeliefert werden und genau diesen Vorgang will Stuart mit allen Mitteln verhindern. Das sieht bei ihm so aus, dass er den lokalen Flughafen übernimmt, die Technik lahm legt und anfängt Forderungen zu stellen.
Im dichten Schneesturm fallen also die Lichter der Landebahn aus. Die Funkverbindungen zu den über dem Flughafen kreisenden Flugzeuge (unter anderem demjenigen in dem McClanes Frau Molly sitzt) wird unterbrochen und die Vögel würden einer nach dem anderen runterkrachen, wenn die Leitung des Flughafens nicht genau das tun würde, was Colonel Stuart ihnen aufträgt.
Doch was auf den ersten Blick so einfach klingt, hat einen gröberen Haken. John McClane denkt nämlich nicht im Traum daran, auch nur das kleinste Risiko einzugehen dass seine Frau nicht heil landen kann. Er fängt an, den Bösewichten mächtig in die Suppe zu spucken, lehnt sich gegen die Flughafenpolizei (in Form von Dennis Franz) auf und ist bereit, alles zu geben, damit der Plan der Söldner scheitert.

Der zweite Ableger der „Stirb Langsam“ Reihe wurde von der Kritik nicht so gut aufgenommen. Zu unrealistisch und übertrieben seien die Actionszenen. Das war aber lange bevor Stirb Langsam 4 & 5! Denn im Vergleich mit den letzten beiden Filmen, sieht die Action am Flughafen von Washington realistischer aus, als jede Dokumentation auf Discovery Channel.
John McClane ist mal wieder zur falschen Zeit am falschen Ort und muss den ganzen Mist alleine aufräumen. Ich mag den Film vor allem wegen dem Setting: Flughafen, VIEL Schnee, überforderte Polizisten und John in Bestform. Dazu stimmt die Action. Es wird viel geballert, einiges fliegt in die Luft und der plot weiss auch mit einem Twist zu überraschen. Natürlich gibt es auch Hänger, so ist der Nebenschauplatz im Flugzeug nicht so spannend, aber wenn zu Ende dann „Let it Snow“ ertönt, dürften alle zufrieden sein.

8/10
 
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