Battlestar Galactica (Staffel 1-4)
Bin ja ein großer Fan von Science-Fiction, doch TV-Serie aus dem Genre konnten mich nie wirklich überzeugen. Star Trek war mir immer zu trocken, Stargate zu trashig, Firefly hatte mir dann doch zu sehr Western Einschlag (auch wenn sie trotzdem eine großartige Serie bleibt) für eine richtige SciFi Serie usw.
Battlestar Galactica hingegen war immer so ein schwere Fall den ich nicht wirklich einschätzen konnte und nach all den vielen positiven Stimmen, entschied ich mich vor ca. fünf Monaten endlich mal mit der Serie anzufangen.
Der Einstieg ging schneller als gedacht. Die Atomkrieg der Zylonen gegen die Menschheit traff mich direkt in mein dunkles Herz, die Charaktere waren zwar jetzt direkt keine Sympathieträger, aber sie hatten alle ein Gesicht, die Massenschlachten im All wirkten besser als gedacht und immer neue Story-Fetzen fütterten mein Interesse weiterzuschauen.
Selbst als ich mir durch die Wikipedia Seite der Spin-off Serie Caprica einen wichtigen Teil der Geschichte spoilerte, war meine Motivation unerschüttert und so ging es nach einem fiesen "Waaat"-Cliffhanger in die zweite Staffel.
Die war zwar mehr von dem selben, doch gab es da ein gewisses Treffen mit einem Schiff, was nach meiner Meinung zu einem der Höhepunkte der gesamten Serie gehört. Spätestens ab da war ich dann wirklich überzeugt über die Qualität von BSG.
Im gemütlichen Tempo wurde dann mit der dritten Staffel angefangen, doch leider verlierte sich dort recht früh die Geschichte um den Exodus der Menschheit. Die ersten Folgen waren zwar ganz interessant, doch auch zu sehr auf das damalige Weltgeschehen fokusiert. Die Autoren versuchten ihre politische Meinung einfach zu sehr draufzudrücken und auch als dann wieder langsam die Story ihren normalen Verlauf fand fehlte etwas. 2-3 Folgen schaute ich vielleicht in einer Woche und so zog sich die Staffel immer weiter, bis ich dann irgendwann einmal fertig mit ihr war und schon stamd ich dann vor dem letzten Kapitel der Galactica.
Im Vorfeld wurde mir hier und da erzählt, dass die vierte Staffel "etwas anders sei" und ich "nicht zu viel erwarten sollte", weswegen nach der letzten Staffel meine Erwartungen natürlich gering waren. Dies war aber wohl das beste, was mir hätte passieren können, denn ich war nicht nur überrascht, sondern auch völlig begeistert von den letzten 21 Folgen. Würde sie sogar als die beste Staffel bezeichnen. Die Bedrohung, das Ungewisse, die großen Fragen die im Raum standen, all dies wirkte nun deutlich spannender und greifbarer. So tauchte ich fast jeden Abend für ca. 2 Stunden in die letzte Flotte der Menschheit ein, bis dann eben die letzten Credits über den TV liefen und ich mich von all den Sympathieträgern, die eigentlich keine sind, verabschieden musste. Leider...
...und deswegen schiebe ich jetzt hier kurz den BSG Sketch von Portlandia ein.
Ich salutiere und bin mir sicher, dass die letzten Credits noch ein paar mal in meinem Leben über den Fernseher laufen werden.
Staffel 1 - 8/10
Staffel 2 - 9/10
Staffel 3 - 6/10
Staffel 4 - 9/10
Macht zusammen: 75 großartige Folgen