Beginnen wir am Anfang, man setzt sich ins Kino, sieht sich Trailer von komischen Filmen an, wartet noch damit die M&Ms auf zu reißen, denn immerhin will man Filme ja zelebrieren.
Und dieser Film bot sich ja auch an, immerhin bekam man mit den Trailern ja durchaus den Eindruck spendiert hier einen Atmosphärischen, düsteren Katastrophenfilmthriller zu bekommen.
Man mag es ein wenig mit den Thumbnails auf Youporn vergleichen. "petite girl takes on two monster cocks at once"
Und geliefert bekommt man dann doch nur wieder eine öde neue Folge der German Goo Girls. Früher waren die echt nasty, aber heutzutage ist das auch nur mehr abliefern einer Mindestanforderung.
Nun gut, zurück zu Godzilla, Zerstörer der Welten und der Spannung in einem Kinosessel.
Um es mal auszusprechen, die ersten 15 Minuten fand ich toll! Beim Intro mit den Atombombentests dachte ich sogar an die Geschichte wie Godzilla, also die Saga damals entstanden ist und war frohen Mutes das hier gleich ein intelligentes und selbstreferenzielles Werk eintrifft.
Eben genau das was das Franchise brauchen würde. Das Batman - The Dark Knight der Monstergeschichten
Ich war komplett wuschig, das Mineralwasser zu öffnen eine schier unlösbare Aufgabe in diesem Moment der Ekstase und Anspannung.
- In Japan sprechen Amis sauber und Japaner die Muttersprache nur holprig -> geschenkt
- Brayn Cranstons typisches overacting -> geschenkt
- Der riesen Lümmel unter der Erde der Niemandem auffällt - > geschenkt
- und natürlich und selbstverfreilich schicke ich in das ungewisse und potentiell gefährliche Aufgabengebiet meine eigene Ehefrau, das mache auch ich immer so.
Wir überspringen nun einige Minuten.
Das AKW geht drauf, was übrigens optisch total toll aussieht. Ich muss zugeben, die Ästhetik eines in sich kollabierenden Kraftwerks ist mit nichts zu vergleichen. Andere mögen darauf starren wie sich Frauen räkeln,. aber sein wir uns einmal ehrlich, am ende ist es doch immer das Selbe.
Aber bei Kraftwerken,... Himmel,... wie sie sich unterscheiden in Ihrer Fragilität des Moments. Wenn die ersten Kühltürme sich neigen und die Gewissheit siegt dass sich dieses von Menschen geschaffene Werk nun wie ein Stern im Moment des Sterbens ein letztes mal aufbäumt und sich mit einer lauten Danksagung verabschiedet...
Hier eines meiner immer wieder gern gesehenen Highlights:
http://youtu.be/MsL_cFr6GWA?t=1m45s
Aaaaaaaaand... its gone
Nun, Kraftwerk tot, Frau tot, Handlung tot, Liebe des Sohns zum Vater tot
Und nun beginnt eine 2 Stündige Odyssee der Dümmlichkeiten.
Mag man bei den einzelnen Punkten noch den Mantel des Actionkinos werfen können, sind es zum einen schlicht teils derart blöde Situationen die einem vorgeworfen werden, und zum einen die pure Masse. Hier müssen extra Personen an der Produktion beteiligt gewesen sein die Schwachsinn ins Drehbuch gepackt haben. Anders ist die schiere Anzahl, ja diese Gewalt an Hirnverbranntheit nicht mehr zu erklären.
Selbst aus purem Zufall hätte der Film in sich logischer sein müssen, Daniel der Zauberer zeigt wie sowas geht.
Mal sehen was mir noch alles einfällt...
-Warum beim heiligen Kanonenrohr glühen die ganzen Viecher?
-Das Militär weiß nun also dass sich die Monster von Atomarem zeug ernährt, wo hüten wir also das Monsterbaby? Klar, In einem Atommüll Lager. Wo sonst? Dass ich mich überhaupt fragen trau.
- Es schwappen millionen Tonnen Wasser durch die Strasse aber die Schaufensterscheiben bieten natürlich einen idealen Schutz. Muss wohl Carglass dahinter stecken.
-Am Flughafen stampft Zilla mal eben nen halben Meter neben der Glasfront vorbei, und die Menschen sehen dem völlig entspannt zu. Druckwelle und Erschütterungen die das Glas zerbersten lassen? natürlich nicht, Carglass ist auch hier am Start.
-So ab dem 30. Hubschrauber hätte das Militär evt. auch raffen können dass Flugzeuge und anderes Zeugs durch der Monster EMP Fähigkeit nicht sooo der Bringer sind. Egal, es hat 30 mal nicht funktioniert, irgendwann wirds schon passen.
- Ein Typ wird zig mal eingebuchtet weil er verbotenes Gebiet betritt, aber mein zichsten und ein mal darf er dann dort bleiben und wird nicht wie vorher abgeschoben.
Und vieles habe ich auch schlicht bereits vergessen. Und das ist das Schlimmste, Das Schlimmste überhaupt! Schlimmer noch als die Filme von
@Freezi Wenn es ein Film nicht mal schafft das man richtig wütend ist auf Ihn, sondern er so belanglos ist dass man Ihn trotz all der Enttäuschung nach drei tagen quasi zur Gänze wieder vergessen hat.
Haben wir schon über die Langeweile des Streifens gesprochen? Wie unfassbar langweilig ein Film sein kann, das ist mir jetzt wieder bewusst.
Ich bin eingeschlafen als der Plan mit der Bombe geschmiedet wurde. Als ich gegen Ende aufgewacht bin war der Film noch nicht viel weiter.
Und dann das Eskimoküsschen zwischen den Monstern! Alta WTF! WTF MAAAAAAAAAAAAAAAAAN?
Das kann doch niemand durchwinken.
Und am Ende stapft Zillie nach einem derart ödem Showdown winkend von der Stadt weg. Soviele Drogen kann ich gar nicht nehmen um den Film für voll zu nehmen.
Ich muss auch noch einen Satz zur Musik des Streifens anbringen, die ist dermaßen furchtbar dass sie mir während des Films nicht egal war, sondern permanent auf den Sack ging. Und zwar nicht das liebliche auf den Sack gehen einer Katze wenn Sie neben dem eigenen Kopf auf dem Kissen Ihr Nest baut, sondern das auf den Sack gehen eines Vogels der einen um 4 Uhr früh dank seines Gezwitschers mit gefühlten 870 db in den Wahnsinn treibt.