R.I.P.D.
Einer dieser klassischen Einwegfilme. Ein mal schauen, sich dabei sogar halbwegs amüsieren lassen und während des Abspanns schon wieder vergessen. So mies wie von vielen Kritikern prognostiziert fand ich
R.I.P.D. nicht, grandios ist aber auch anders. Wirkt ein wenig wie "
MIB Light", ist insgesamt recht kurzweilig und daher durchaus gut zu verdauen. Leider wurde auf Story, Charaktere und selbst die Action kein sonderlich großer Wert gelegt. Schürt der Storyansatz zu Beginn noch Erwartungen, wird ziemlich schnell klar, dass es hier einfach um plakative, ausgelutschte Fantasyaction mit einem Schuss Humor geht. Das gleiche bei den Charakteren, die einiges an Potential haben, jedoch nur oberflächlich ihren auswechselbaren Genreklischees nachgehen. Selbst die Action bleibt weitgehend unspektakulär, ist, bis auf wenige Ausnahmen, überraschungsarm und überladen mit mäßigen CGI-Effekten. Man hat irgendwie das Gefühl, hier den Piloten einer Fernsehserie zu sehen, in dem der Zuschauer nur angemacht werden soll und die eigentliche Charakter- und Storyentwicklung erst im weiteren Verlauf stattfindet.
Dennoch taugt
R.I.P.D. zum einmaligen sich berieseln lassen recht gut. Die Schauspieler sind durch die Bank sympathisch, der Humor ist zahm, hat aber seine guten Momente und einige Designideen sind ebenfalls nicht übel. Wer eine passable
MIB Alternative sucht, darf gerne mal reinschauen. Dumm, aber unterhaltsam.
5/10 Hüte
Escape Plan
Positive Überraschung, würde ich sagen. Bin nämlich kein großer Sly-Fan und fand auch die Trailer recht lahm, wurde aber sehr ordentlich unterhalten. Die Ausgangssituation - professioneller Gefängnisausbrecher soll die Sicherheitslücken in einem neuartigen Hochsicherheitsknast aufdecken, indem er dort einsitzt und wieder ausbricht - ist frisch, die Planung des Ausbruchs spannend inszeniert, Stallone und Schwarzenegger harmonieren einfach gut und Jim Caviezel sehe ich eh immer gerne.
Zwischenzeitlich ein wenig albern - seien es die teils unheimlich flachen Dialoge, hinterfragbaren Entwicklungen oder allein schon Slys ekelhaft sehnigen Unterarme - Adern! Überall Adern!

- und schauspielerisch überzeichnet - wirklich ernst konnte ich da, bis auf Caviezel, niemanden nehmen - , ansonsten aber gute Actionthrillerkost für den anspruchslosen Altherrenfan.
Schwarzeneggers neue Synchronstimme fand ich jetzt auch nicht abgrundtief schlecht. Sicherlich ungewohnt und zwischendurch tatsächlich ein wenig amateurhaft, alles in allem aber eben "nur" eine andere Stimme und für mich kein Grund ein Fass aufzumachen. Aber ich hatte auch bei
Iron Man schnell vergessen, dass Downey Jr. sich nun wie Jack Bauer anhört.
7/10 Nieten