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MOVIE Der-zuletzt-gesehen-Thread! (1 Betrachter)

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Wolverine - Der Weg des Kriegers

Heute mittag auf Blu Ray gesehen.
Ein absolut geiler Film. Tolles Setting, geile Action, Markige Sprüche.
Die Storyline war auch sehr gut, im Gegensatz zu Origins.

Ich will mehr davon. Erstma Days of future past nächstes Jahr und dann mal schauen was sie sich ausm Hut zaubern.

Ich muss sagen ich bin sehr zufrieden. Als großer X Men Fan von früher (Zeichentrick und Comics vor 20 Jahren) bin ich erstaunt wie gut sie das Universum auf die große Leinwand bringen.

Bis auf den Deadpool Faux pas in Origins durchweg genial.

Ranking bisheriger X Men Filme:

1. X Men 2
2. X Men First Class
3. Wolverine 2
4. X Men 1
5. Wolverine Origins
6. X Men 3

9/10
 
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Evangelion 3.33
:skep:
Was habe ich da gerade gesehen? Evangelion 1.11 und 2.22 gehören ohne Zweifel zu den eindrucksvollsten Animes, die ich je gesehen habe. Sie sind inhaltlich ein wenig wirr, ziehen einen mit ihrer philosophisch angehauchten Story aber in ihren Bann, sehen unverschämt gut aus, hören sich mindestens genau so fein an und bieten Mech-Action, die jedem Genrefan die Freudentränen in die Augen treibt. Entsprechen gespannt war ich nun auf den dritten Film.

Doch was war das? Vorweg: 3.33 ist nicht schlecht! Ganz und gar nicht. Er ist aber irgendwie ... anders. Waren die Vorgänger noch nachvollziehbare Sci-Fi-Actioner mit einem ordentlichen Drama-Anteil, ist der neuste Ableger eine verwirrende, undurchsichtige, teils einfach nur merkwürdige Zerlegung des Seelenlebens unseres Hauptcharakters. Die grundlegenden Storyentwicklungen werden zwar deutlich, die Details und der Weg hin zum jetzigen Storypunkt, bleiben jedoch sehr unscharf. Vielleicht liegt es auch daran, dass meine letzte Sichtung von 2.22 nun auch schon einige Zeit zurück liegt, aber ich habe ehrlich gesagt nichts verstanden. Anstatt den gemeinen Cliffhanger des zweiten Teils (vernünftig) aufzulösen, gibt es nur noch mehr konfuse Ereignisse, philosophische Ergüsse und unerklärte Zeitsprünge. Dazu noch die befremdliche, homoerotische Beziehung zwischen den beiden Jungen und ein ordentlicher Vaterkomplex und fertig ist das unübersichtliche, schwerfällige Storykonstrukt, an dem Sigmund Freud sicherlich großen Spaß gehabt hätte (Ich erkenne da eindeutige Anzeichen von Kastrationsangst bei Shinji. :ugly: ).

Auch fehlt die von mir sehr geschätzte Mech-Action nahezu komplett. Das ändert zwar nichts an der immer noch beeindruckenden audiovisuellen Umsetzung, die diesmal sogar noch besser geworden ist, schmälert den Unterhaltungswert aber erheblich.

Evangelion 3.33 ist ein überraschend ruhiger, tiefsinniger und verwirrender Abschnitt des ansonsten sehr ansprechenden Evangelion Rebuilds. Es sieht mal wieder famos aus und hört sich grandios an, inhaltlich herrscht aber nahezu Stillstand bzw. sogar eine Verschlimmbesserung der eh schon schwer zu durchschauenden Hintergrundstory. Ich würde 3.33 fast schon als 2.23 betiteln, der lediglich dazu dient, das Ende des Vorgängers aufzulösen (wenigstens wird es versucht) und eine Verknüpfung zum vierten Film herzustellen, der die Handlung dann hoffentlich wieder voranbringt und auf die Action-Kacke haut. Ist nicht schlecht, mir insgesamt aber ein Stück zu schwerfällig und künstlich verkompliziert. Können sie mir nicht einfach sagen, was es mit Seele, den Engeln & Co auf sich hat und endlich wieder EVA-Fäuste fliegen lassen? :D

7/10 Klavierstunden
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja das merkt man^^ Glaub die wäre dann eher nichts für dich. Beispiel, der von dir gemochte Mech-Anteil interessiert mich als Fanboy der Serie zum Beispiel ausgesprochen wenig, deswegen ist der Mangel für mich sogar ein Pluspunkt.
 
Supernatural - Die komplette achte Staffel 8/10

Eine weitere nicht enden wollende Serie, und nach dem Tiefpunkt mit Staffel 6, ist die Serie mit Staffel 8 wieder richtig unterhaltsam geworden. Zwar erreicht sie nicht mehr ihre Hochzeiten, aber das war insgesamt schon wieder sehr gut gemacht, auch wenn hier und da kleinere Schwächen zu finden sind. Diese haben vor allem mit dem geringen Budget zu tun, es fehlen einfach relevante Haupt und Nebenfiguren, davon gab es früher sehr viel mehr. Eine weibliche wichtige Figur fehlt leider weiterhin komplett.

Dafür ist der typische SN-Humor wieder am Start, subtil, aber oft zum brüllen komisch. Sehr geil war die Episode mit dem Mittelalter Clan, dafür gab es aber auch zwei extrem schlechte Folgen, und zwar die Found Footage Folge, sowie die total unnötige und sau dämliche Episode mit Zeus. Was man sich dabei gedacht hat ist mir ein Rätsel, die Thematik hätte locker Potential für eine Staffel gehabt, und dann macht man daraus total plump eine unglaublich dämliche Folge, die wahrlich einen Ultra Facepalm verdient hätte.

Aber die Staffel leidet darunter wenig, denn auch wenn das Engel-Dämonen Thema so langsam einen Bart bekommt, hat man viele gute Monster of the Week Folgen gedreht, und Sam & Dean rocken auch wieder so richtig. Crowly ist ebenso genial, ich liebe den Kerl einfach.

Nur der Cliffhanger ist mal wieder völlige Spinnerei. Leute von The CW, wir Fans schalten eh Jahr für Jahr ein, auch ohne diese bekloppt-offenen Szenen.

Hoffentlich bringen sie es mit den Staffeln 9 & 10 gut zu Ende, wäre schade wenn nicht.
 
Ihr habt mir den Film gerade interessant gemacht.
Ich fand ja auch Irreversibel TOP, obwohl er ja vielerorts verhasst ist. Gerade wegen seiner hohen Unbequemlichkeit und weil er sich stellenweise einfach wie ein richtig fieser Faustschlag anfühlt. Das ist für mich Filmkunst auf einem sehr hohen Niveau, wenn es dieses Medium schafft so eindeutige Gefühlsregungen beim Betrachter hervorzurufen.
Worin liegt denn die Kunst, wenn man einfach nur Ekel auf der Leinwand zeigt? Ne richtig abartige Szene kann sich jeder ausdenken. Ich finde, das ist das Gegenteil von Kunst, wenn es einfach nur eklig ist. Das is für mich, als würde man einem Film ein besonderes Prädikat dafür geben, weil er so abartig langweilig ist, dass er regelrecht aggressiv macht. Um mich zu langweilen, aggressiv zu machen oder anzuekeln braucht man kein besonderes Talent oder Genie. Für Drama, Euphorie oder Humor dagegen, muss ein Film emotional sehr gut ausbalanciert sein. Das müssen dann einigermaßen präzise Punktlandungen sein, damit es einem nicht am Arsch vorbeigeht. Das ist selbstverständlich nur meine Meinung. Ich bin vllt auch einfach nur zart besaitet ;)
 
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House of Cards; die erste Folge...und ich bin hin und weg. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so eine starke Pilotfolge gesehen zu haben. Spaceys Charakter ist einfach der Hammer, mit einem gewissen Touch Selbstironie fÜhrt er durch die erste Folge, als ob man schon 10 Jahre an der Serie dranhängt. Wer auch nur ein bisschen was mit Politikserien anfangen kann, sollte unbedingt reinkucken.
 
Für Drama, Euphorie oder Humor dagegen, muss ein Film emotional sehr gut ausbalanciert sein.

Da hast du es. Selbiges gilt auch für Filme die negative Gefühle auslösen. Es kommt auf das Gesamtpaket an. Auf Thematik, wie jene transportiert, sie zur Schau gestellt wird, ob plakativ oder intelligent und noch einer Vielzahl an weiteren Dingen. Das alles gekonnt rüberzubringen, wie es zum Beispiel ein genanntes Irreversibel schafft, ist imo noch schwieriger als eine exzellente Komödie zu kreieren, da es einen auf emotionaler Ebene packen muss, um sich zu entfalten.


evangelion-3.331leirm.jpg


Evangelion 3.33
:skep:
Was habe ich da gerade gesehen? Evangelion 1.11 und 2.22 gehören ohne Zweifel zu den eindrucksvollsten Animes, die ich je gesehen habe. Sie sind inhaltlich ein wenig wirr, ziehen einen mit ihrer philosophisch angehauchten Story aber in ihren Bann, sehen unverschämt gut aus, hören sich mindestens genau so fein an und bieten Mech-Action, die jedem Genrefan die Freudentränen in die Augen treibt. Entsprechen gespannt war ich nun auf den dritten Film.

Doch was war das? Vorweg: 3.33 ist nicht schlecht! Ganz und gar nicht. Er ist aber irgendwie ... anders. Waren die Vorgänger noch nachvollziehbare Sci-Fi-Actioner mit einem ordentlichen Drama-Anteil, ist der neuste Ableger eine verwirrende, undurchsichtige, teils einfach nur merkwürdige Zerlegung des Seelenlebens unseres Hauptcharakters. Die grundlegenden Storyentwicklungen werden zwar deutlich, die Details und der Weg hin zum jetzigen Storypunkt, bleiben jedoch sehr unscharf. Vielleicht liegt es auch daran, dass meine letzte Sichtung von 2.22 nun auch schon einige Zeit zurück liegt, aber ich habe ehrlich gesagt nichts verstanden. Anstatt den gemeinen Cliffhanger des zweiten Teils (vernünftig) aufzulösen, gibt es nur noch mehr konfuse Ereignisse, philosophische Ergüsse und unerklärte Zeitsprünge. Dazu noch die befremdliche, homoerotische Beziehung zwischen den beiden Jungen und ein ordentlicher Vaterkomplex und fertig ist das unübersichtliche, schwerfällige Storykonstrukt, an dem Sigmund Freud sicherlich großen Spaß gehabt hätte (Ich erkenne da eindeutige Anzeichen von Kastrationsangst bei Shinji. :ugly: ).

Auch fehlt die von mir sehr geschätzte Mech-Action nahezu komplett. Das ändert zwar nichts an der immer noch beeindruckenden audiovisuellen Umsetzung, die diesmal sogar noch besser geworden ist, schmälert den Unterhaltungswert aber erheblich.

Evangelion 3.33 ist ein überraschend ruhiger, tiefsinniger und verwirrender Abschnitt des ansonsten sehr ansprechenden Evangelion Rebuilds. Es sieht mal wieder famos aus und hört sich grandios an, inhaltlich herrscht aber nahezu Stillstand bzw. sogar eine Verschlimmbesserung der eh schon schwer zu durchschauenden Hintergrundstory. Ich würde 3.33 fast schon als 2.23 betiteln, der lediglich dazu dient, das Ende des Vorgängers aufzulösen (wenigstens wird es versucht) und eine Verknüpfung zum vierten Film herzustellen, der die Handlung dann hoffentlich wieder voranbringt und auf die Action-Kacke haut. Ist nicht schlecht, mir insgesamt aber ein Stück zu schwerfällig und künstlich verkompliziert. Können sie mir nicht einfach sagen, was es mit Seele, den Engeln & Co auf sich hat und endlich wieder EVA-Fäuste fliegen lassen? :D

7/10 Klavierstunden



Hab mir auch gestern die Blu-ray geholt und ihn nun zum 3. Mal gesehen. :)

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Er geht wirklich etwas andere Wege als seine beiden Vorgänger, womit der Verlauf der Quadrologie derselbe wie jener der Serie zu sein scheint. Überwiegt am Anfang noch etwas die Heiterkeit und die Action, wurde die Serie mit zunehmendem Verlauf immer philosophischer, komplexer und auch schwerfälliger, was sich ihm sehr genialen Finale noch mehr zuspitzte.

Wo Teil 2 noch ein superb inszeniertes Spektakel war, ist Teil 3 stellenweise ein ganz schön schwerer Brocken, mit vielen ruhigeren Phasen, die sich aufs psychologische Profil des Hauptcharakters einlassen und die Auswirkungen vom Ende des 2. Teils thematisieren. Es wird viel stärker auf die symbolbehaftete, kryptische Hintergrundgeschichte eingegangen, die man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen muss. Diese Grundthematik ist übrigens nahe zu 1:1 dieselbe wie jene der Serie, nur etwas anders verpackt. Allgemein ist 3.33 deutlich inhaltsschwerer und komprimierter, obwohl gleichzeitig nicht so viel geschieht wie zB im zweiten Teil.

Wer denselben Grad an EVA Action wie im zweiten Teil erwartet wird wohl etwas enttäuscht werden, da dieser Anteil erheblich zurückgeschraubt wurde. Zumindest fast, denn die bleibt bis auf den Schluss aus, wobei es hier dann nochmal richtig zur Sache geht.

Soundtrack, Präsentation und Inszenierung ist natürlich gewohnt erstklassig. Da fällt mir spontan wieder die Szene ein als die Eigeninterpreation von Schillers Ode an die Freude nach Beethoven (From Beethoven 9 heißt er am OST) durch die Anlage schallte. :huldig:

Nach der dritten Sichtung muss ich You Can (Not) Redo als meinen Favoriten des bisherigeren Rebuilds bezeichnen und bin bereits sehr gespannt auf den Abschluss der Quadrologie.

OST...

[vid]http://www.youtube.com/watch?v=VYVGmgAlbbw[/vid]

[vid]http://www.youtube.com/watch?v=rCjXHgM0kaM[/vid]
 
Hab ich schonmal gefragt im Anime-Thread, aber wo genau liegt jetzt der Unterschied zur alten Serie und diesen Filmen? Kann ich mir einfach die Filme kaufen und ein fantastisches Evangelion-Erlebnis bekommen?
 
kevin-spacey-lincoln-chair-netflix-house-of-cards-.jpg

House of Cards; die erste Folge...und ich bin hin und weg. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so eine starke Pilotfolge gesehen zu haben. Spaceys Charakter ist einfach der Hammer, mit einem gewissen Touch Selbstironie fÜhrt er durch die erste Folge, als ob man schon 10 Jahre an der Serie dranhängt. Wer auch nur ein bisschen was mit Politikserien anfangen kann, sollte unbedingt reinkucken.

Absolut geniale Serie! :dhoch:
 
Hab ich schonmal gefragt im Anime-Thread, aber wo genau liegt jetzt der Unterschied zur alten Serie und diesen Filmen? Kann ich mir einfach die Filme kaufen und ein fantastisches Evangelion-Erlebnis bekommen?

Inhaltlich sind sich beide sehr nahe und dann doch wieder, zumindest oberflächlich, recht fern. Das grundsätzliche Thema ist in der Original Serie und im Rebuild bisher dasselbe, nur anders aufbereitet. Der erste Teil des Rebuilds greift im Grunde noch nahezu 1:1 die Serie auf, während sich mit den weiteren Teilen zunehmend davon entfernt wird oder auch nicht. Klingt wirr und ich weiß nun wirklich nicht wie ich es erklären soll, aber obwohl die vermeintliche Handlung andere Pfade beschreitet, ist es unter der Haube dennoch Evangelion, nur anders verpackt.

Dazu kommt halt auch noch, dass die Serie aus dem Jahre 1995/96 stammt und daher natürlich auch bereits der Zahn der Zeit daran nagte. Die Rebuilds sind high-budget Produktionen, fürs Kino und das merkt man der erstklassigen Präsentation schon deutlich an.

Stammt vom Schöpfer der Originalserie und stellt quasi sein Werk da wie er es gerne haben wollte, ohne Limitierung von Budget und Technik. Merkt man auch, dass sich der Mann richtig lange und intensiv seine Gedanken darüber machte, da es eben kein einfacher Aufguss der Serie ist oder irgendein Reboot. Beschreitet eigene Wege und ist dennoch zu 100% Evangelion. Habe mir da ja nach Teil 2 (so großartig er auch war) etwas Sorgen gemacht, da das noch eher astreines, erklassig inszeniertes Popcorn-Kino mit etwas Tiefgang war, aber Teil 3 setzt nun wirklich an den komplexeren Part der Serie an.

Natürlich tut man sich beim Verstehen des Rebuilds leichter, wenn man die Serie bereits kennt und somit schon in die Evangelion Mythologie eingeführt wurde, obwohl der Rebuild eigentlich auch ganz gut einführt und mit Teil 2 die Handlung augenscheinlich eine andere Richtung einschlägt, aber eine Serie ist einfach eine Serie und bietet als solche dem Inhalt mehr Raum zum Atmen, während ein Film hier im Vergleich immer komprimieren muss. Besonders für Teil 3 dürfte für Neulinge dann recht harter Stoff sein, aber grundsätzlich kein Problem wenn man gewillt ist sich darauf einzulassen und sich von ein paar Fragezeichen, die gelöst werden wollen, nicht aus der Fassung bringen lässt, sondern vielleicht auch darüber nachdenkt und sich den Film noch weitere Male bewusster ansieht.

Ah ja, ganz wichtig: Unbedingt auf einer möglichst großen Bilddiagonale mit ordentlicher Anlage vergenusszwergeln, da es sich bei allen drei Teilen um audiovisuelle Schwergewichte handelt, die stark von der Kinoatmosphäre profitieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab 3.33 noch nicht gesehen obwohl er seit gestern hier rumliegt, aber ich hoffe für den vierten Teil einfach das er nicht so wird wie die letzten zwei Folgen der Serie und nicht so grausam endet wie End of Evangelion... :|
 
Da hast du es. Selbiges gilt auch für Filme die negative Gefühle auslösen. Es kommt auf das Gesamtpaket an. Auf Thematik, wie jene transportiert, sie zur Schau gestellt wird, ob plakativ oder intelligent und noch einer Vielzahl an weiteren Dingen. Das alles gekonnt rüberzubringen, wie es zum Beispiel ein genanntes Irreversibel schafft, ist imo noch schwieriger als eine exzellente Komödie zu kreieren, da es einen auf emotionaler Ebene packen muss, um sich zu entfalten.

Bei Ekel und Aggression trifft das (zumindest in meinem Fall) nicht zu. Da reichts wenn jemand jemandem in die Nase pinkelt, der in der Szene laut und grell kreischt. Das hab ich mir gerade in 2 Sekunden ausgedacht. Wenn ich dich traurig oder humoristisch berühren möchte, dauert das länger. Aber hey, wie gesagt: Ich bin vllt einfach n sehr zarter Typ. Und ich will keinesfalls wertend klingen. Wen so Kram emotional auf angenehme Art fordert, der soll das ja gucken. Ich steh auf romantische Komödien. Das macht andere auch eher aggro ;)

Ansonsten: Wir können uns auf eines einigen: Auch Horror (z.B.) muss gut gemacht sein. Das kann ich locker als Kunst anerkennen (solange es nicht super plump ist) :)
 
Worin liegt denn die Kunst, wenn man einfach nur Ekel auf der Leinwand zeigt? Ne richtig abartige Szene kann sich jeder ausdenken. Ich finde, das ist das Gegenteil von Kunst, wenn es einfach nur eklig ist. Das is für mich, als würde man einem Film ein besonderes Prädikat dafür geben, weil er so abartig langweilig ist, dass er regelrecht aggressiv macht. Um mich zu langweilen, aggressiv zu machen oder anzuekeln braucht man kein besonderes Talent oder Genie. Für Drama, Euphorie oder Humor dagegen, muss ein Film emotional sehr gut ausbalanciert sein. Das müssen dann einigermaßen präzise Punktlandungen sein, damit es einem nicht am Arsch vorbeigeht. Das ist selbstverständlich nur meine Meinung. Ich bin vllt auch einfach nur zart besaitet ;)

Naja, also was Irreversible angeht, da gehts eigentlich nicht nur um die eklige Szene. Dieser Film gibt dir das Gefühl, einer unfassbar erniedrigenden Vergewaltigung beizuwohnen. Man bekommt als Zuschauer fast das Gefühl, selbst mitvergewaltigt zu werden. Für mich war das wie ein Schlag in den Magen und ich wollte am liebsten wegschauen. Das ist natürlich eine Leistung des Regisseurs und vor allem der Darsteller, die im echten Leben sogar miteinander verheiratet sind. Eine solch intensive Szene zu filmen, dazu gehört schon was. Das kann nicht jeder Nullachtfuffzehn-Werbefilmchen-Regisseur.

Es gibt so viele Vergewaltigungen in Filmen und Serien. Die meisten davon verharmlosen das Trauma. Dieser Film zeigt dir das absolute Maximum, was man mit nem Film leisten kann. Näher kann man einen unbeteiligten Zuschauer nicht an ein solches Trauma heranführen.
 
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