Django Unchained 5/10
"Das 'd' ist stumm!"
Bis auf den Anfang und wenige Ausnahmen später nicht der große und erhoffte Wurf, und ein Meisterwerk schon mal gar nicht. Ich hätte den Film wirklich gern gemocht, aber das war mir dann doch teilweise viel zu zäh. Normalerweise stehe ich auf das Dialogkino von Tarantino, aber
Django Unchained konnte mich nie wirklich überzeugen. Die Dialoge sind weder komisch noch sonderlich geistreich. Sitzen bei Filmen wie
Pulp Fiction und
Jackie Brown die Pointen perfekt und treffsicher, wirkte es hier eher bemüht und des Öfteren unfreiwillig komisch. Auch die Gewalt nervte mit völlig übertriebenen Blutfontänen und übermäßig brutalen Einstellungen. Konnte man die Gewalt bei
Pulp Fiction und
Kill Bill Vol. 1 noch mit einem zynischem Augenzwinkern genießen, ist das ganze bei
Django eher abstoßend und plakativ, als würde man mit ihr das relativ schwache Drehbuch kompensieren wollen.
Das Ende mit der Musik aus
Die rechte und die linke Hand des Teufels ist in der Tat grandios, aber das liegt vor allem an der Musik. Ansonsten fand ich sogar die Musik im Film recht unpassend, wenn Django aufräumt und plötzlich basslastiger HipHop aus den Boxen kommt, wirkt das einfach bescheuert. Ohne Quentin Tarantino wäre das Ding nie so zum Hype erklärt worden. In meinen Augen der bis dato schwächste Film vom Meister der Filmhommagen.
Und bevor jetzt wieder Leute mit Dreck um sich werfen die womöglich nur die Wertung angeschaut haben,
ich finde Tarantino normalerweise grandios! Muss allerdings dazu sagen, dass ich schon
Inglourious Basterds für etwas überhyped halte.