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Menno, will auch Django sehen, finde aber niemanden, der mit mir ins Kino geht.
Frage: Was soll ich mir heute Abend geben? Kann mich nämlich nicht entscheiden.
Prometheus (3D), Merida (3D), Starship Troopers, Dead Set oder doch mit Dexter (Staffel 1) beginnen?
Ach verdammt, jeder sagt was anderes.
Hm, muss ich wohl das Los entscheiden lassen ... *Würfel werf* Ok, ich gebe mir erst mal eine Folge Dead Set und heute Abend dann Merida.
Vorher werfe ich aber noch den Brotbackautomaten an und mache mir lecker Kürbiskernbrot, das ich dann bei Merida futtern werde.
Merida ist für mich der beste Animationsfilm 2012. Und Prometheus ist einfach ein sehr guter Sci-Fi Film in atemberaubender Optik. Man darf einfach keinen Alien-Film erwarten.
Obwohl ich Animationsfilme liebe konnte ich Merida nicht zu Ende schauen, fand den sehr sehr schwach. Aber Pixar hat mich schon mit Oben nicht mehr überzeugen können.
Prometheus fand ich dagegen sehr gut, Drive ebenso.
Ich hatte sogar gehofft, dass möglichst wenig Alien mit drin steckt. Aber der Film wirkt einfach, als hätte es da überhaupt kein Konzept gegeben. Das ist jetzt zwar schwer übertrieben, aber ähnlich wie bei nem Helge Schneider Film - wir fangen einfach an zu drehen und schauen dann, wie es weiter geht . Optisch toll, aber inhaltlich hat da einfach gar nichts gestimmt.
Finde die Trilogie eh überbewertet. Das einzige was wirklich herausragend ist war Ledgers Leistung als Joker. Ansonsten ist die Reihe gute Unterhaltung aber nichts was ich abfeiern muss. Da finde ich persönlich Nolans andere Werke (The Prestige ) deutlich interessanter und besser.
Quentin Tarantino dreht einen Italo Western… kann es was Besseres geben? Ja, leider kann es das. Ich bin ein grosser Tarantino Fan und hatte deswegen (und auch wegen den überschwänglichen Kritiken) sehr hohe Erwartungen an den Film. Dieser konnte er leider nicht ganz erfüllen.
Dabei hat er doch alle Zutaten die ein Tarantino Film haben muss. Die Charaktere sind wieder mal grandios. Wobei ich sagen muss, dass gerade Django selbst eine der eher langweiligeren Personen im Film ist. Wie so oft sind es eher die Nebenrollen die begeistern. Christoph Waltz ist als Dr. King Schultz wieder einmal grossartig, auch wenn er öfters an seine Rolle aus Basterds erinnert. Aber das muss so schlecht ja nicht sein. Aber die wahren Highlights sind imo Leonardo DiCaprio als „Monsieur Candie“ und Samuel L. Jackson als dessen Diener Stephen. Die Wortgefechte die sie sich liefern sind einfach toll und sorgen zudem für einige Lacher. Vor allem Di Caprio sieht man die Spielfreude in jeder Szene an und er gibt den Plantagenbesitzer so herrlich over the top dass es einfach eine Freude ist zuzusehen. Aber auch sonst bietet der Film wieder jede Menge bekannter Gesichter in einer Vielzahl von Nebenrollen. Vor allem Tarantino Kenner werden das ein oder andere bekannte Gesicht wiedersehen.
Wie nicht anders zu erwarten sind die Dialoge einfach eine Wucht und begeistern. Sie sind wie bei jedem Tarantino Film das Highlight und zeigen einfach welches unglaubliche Gespür der Mann für seine Charaktere hat. Und egal über welche Kleinigkeit auch diskutiert oder geredet wird... man sitzt einfach gebannt und begeistert vor der Leinwand. Was dem Film aber fehlt sind diese Spannungsgeladenen Dialogszenen wie z.B. die Berghüttenszene oder die Restaurantszene in "Inglorious Basterds". Obwohl nur Dialogszenen, war die Spannung kaum auszuhalten. So etwas gibt es in "Django Unchained" leider nicht, Auch wenn das Aufeinandertreffen von
Candie und Schultz
dem schon ganz Nahe kommt. Deren Intensität erreichen die Szenen aber nie... leider. Aber das ist natürlich Meckern auf hohem Niveau.
Eine weitere Stärke von Tarantino ist sein feines Gespüre für den Soundtrack. Es weiss immer genau wlecher Score zu welcher Szene passt. Wer erinnert sich da nicht gerne an die Oren Ishi Szenen untermalt vom genialen "Battle Without Honor or Humanity". Und auch das gelingt ihm in "Django Unchained" spielend. Er hat schon bei seinen anderen Filmen gerne auf "Ennio Morricone" zurückgegriffen. Und wenn er schon mal nen Western dreht, kann er gerade hier natürlich aus dem Vollen schöpfen. Und das tut er auch. Spaghetti Western Fans werden ganz sicher das eine oder andere Lied gleich wiedererkennen. Ich muss aber gestehen, dass meine Lieblingsszene nicht von einem Stück des Meisters unterlegt wurde, sondern von "I've got a name" von "Jim Croce". Da krieg ich einfach immer wieder Lust auf den Film.
Probleme hatte ich überraschenderweise mit dem Schnitt. Denn derr Film wirkt vor allem in der ersten Hälfte doch sehr unrund. Die einzelnen Handlungsstränge wollen nicht so gut verschmelzen wie es Tarantino in seinen anderen Filmen geschafft hat. Es wird einfach ein Handlungsstrang an den anderen gehängt, so dass kein richtiger Filmfluss enstehehn will. Es wirkt einfach wie eine Abfolge von einzelnen Szenen. Vor allem der Übergang vom Hälfte 1 zu Hälfte 2 wirkt doch arg uninspiriert. Als ob Quentin nicht gewusst hat wie er die beiden Hälften verknüpfen soll. Das kennt man sonst so nicht von ihm. Denn gerade das Verknüpfen von einzelnen Episoden zu einem grossen homogenen Ganzen ist sont eher eine seiner Stärken.
Was viele wohl nicht verstehen werden, aber ich hatte echt ein Problem mit dem Blutgehalt im Film. Denn „Django Unchained“ ist blutig, sehr blutig. Ich sage sogar, er ist zu blutig. So wirkt der Film schon fast wie eine Karikatur seiner selbst. Das will Tarantino wohl sogar erreichen. Für mich wirkt es aber eher störend und deplatziert. Es muss nicht bei jedem Treffer so rumspritzen als ob eine Flak-Kanone einschlägt. Das hat der Film gar nicht nötig, denn er hat ganz andere Qualitäten. So erinnert der Showdown vom Blutgehalt her schon sehr an die Teehausszene aus „Kill Bill Vol.1“ in der japanischen Version. Und das wirkt imo dann doch störend.
Auch gefiel mir das Finale bzw. das Ende nicht so.
Vielleicht liegt es auch ein wenig daran, dass ich die Figur des Dr. King Schultz so grandios fand und ich natürlich gehofft habe, dass er überlebt. Und auch wenn der Abgang natürlich klasse inszeniert war, nach seinem Tod fand ich das Ganze nur noch mässig und doch arg in die Länge gezogen. Die Schiesserei ist wie oben schon geschrieben eine einzige Splatterorgie und wirkt so nur noch ermüdend. Die ganze Story danach mit den Sklavenhändlern die von Django überlistet wurden war doch ziemlich strange und wirkt im Kontext sogar hier eher unrealistisch. Das hat den Film für mich dann doch etwas runtergezogen.
Das hört sich jetzt vielleicht etwas zu negativ an. Denn der Film ist alles andere als schlecht. Er ist sogar sehr gut. Er ist aber leider nicht das von mir erhoffte Meisterwerk. Ein klein wenig ist der Film sicher auch an meinen sehr hohen Erwartungen gescheitert. Aber vielleicht erlebe ich hier auch den „Jackie Brown“-Effekt. Den fand ich bei erster Sichtung sogar nur ganz ok… jetzt ist es mein Lieblings-Tarantino.
Absolut genial. Was neben Gosling besonders stark war, war die ganze Bildsprache. Ich habe selten so gut eingefangene Szenen gesehen. Atemberaubend. Der Film zeigt, wie normalerweise unspektakuläre Szenen durch eine vernünftige Kamerafahrt und Inszenierung, zu einem Highlight werden kann.
Es gibt noch etliche andere Aspekte, die man positiv hervorheben könnte.
5/5, 10/10, 100/100...whatever...er ist einfach geil!
Der Hammer! Das Geflecht aus Geschäft und Familie ist toll umgesetzt und das Ende mit Tonys Mutter. Überhaupt, Tony und Paulie/Silvio finde ich die besten Charaktere. Und sie essen viel, wie oft das Thema Essen vorkommt. Direkt 2. Staffel ansetzen.
gestern endlich beendet. sehr geil und man merkt einfach die shield handschrift. freu mich schon auf die weiteren vier staffeln die ich jetzt in den nächsten wochen nachholen werde.
Der Film hatte zwar seine Momente und insbesondere die überzogenen Charaktere des DiCaprio und Waltz bzw. die Dialoge dieser Charaktere, haben den Film für mich über Wasser gehalten, ansonsten wurden meine Erwartungen aber nicht einmal ansatzweise erfüllt.
Es kränkelte einfach an allen Ecken und Enden. Ich bin ja eigentlich niemand, der bei einem Film schreit, dass er zu lang wäre (eher im Gegenteil), aber Django war definitiv zu gestreckt und langatmig, dazu eine recht flache Charakterzeichnung, eine dünne Story (für die ich nicht weiß, wieso Tarantino hier für einen Oscar nominiert wurde...WTF?) und ein nur minimalst vorhandener Spannungsbogen. Kann ihm eigentlich nur die Dialoge (hauptsächlich auf Waltz und DiCaprio bezogen) und die heftigen Schießereien (die allerdings vor allem zum Schluss schon etwas too much waren) zu Gute halten.
Klar, Tarantinos Message in Sachen Sklaverei und Rassismus ist angekommen, aber rein von einer Massage kann kein Fim leben, insbesondere wenn man mir die Message so penetrant einprügeln möchte und es dabei nicht einmal wirklich originell ist...
Den Hype um Django kann ich damit nicht nachvollziehen. Für mich ganz klar zusammen mit Death Proof der bisher schlechteste Tarantino. Kommt nicht in meine Sammlung.