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MiXeR schrieb:Spieglein Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen
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Nach dem eher schlecht als rechten 3D-Sandalenlangweiler Krieg der Götter, beweist der indische Regie-Visionär Tarsem Singh (The Fall) mit Spieglein Spieglein erneut, dass er ein begnadeter Zelluloid-Künstler ist, der mit dem richtigen Drehbuch nicht nur visuell, sondern auch inhaltlich überzeugende Filme erschaffen kann.
Spieglein Spieglein erzählt - wie der Untertitel nur schwer erahnen lässt- die altbekannte Geschichte von Schneewittchen, die ja eigentlich schon zur Allgemeinbildung gehört. Neu ist die Handlung des Films also nicht, wie sie erzählt wird, kann jedoch als durchaus erfrischend bezeichnet werden. So verpackt Singh das klassische Märchen in eine fast schon alberne, überraschend zynische Inszenierung, die nicht nur mit Genreklischees bricht, sondern zeitgleich aktuelle Themen (wie etwa den Schönheitswahn) subtil verarbeitet, ohne dabei auf den typischen Märchen-Charme zu verzichten. Spieglein Spieglein wirkt - wie der Produzent im Making-Of treffend angemerkt - daher fast wie ein Live Action-Animationsfilm. Sozusagen ein sarkastischer Disneyzeichentrick mit echten Schauspielern.
Zu diesem Eindruck trägt natürlich auch Tarsem Singh's gewohnt überstilisierte Visualisierung bei. Die bewusst sehr künstlich wirkenden Kulissen, kitschigen Kostüme und auffällig kolorierten CGI-Hintergründe passen nämlich hervorragend zur fantasievollen Vorlage.
Das Ganze wäre aber nur halb so gut, wenn die Schauspieler nicht überzeugen könnten. Glücklicherweise können sie das aber (fast) alle. Lily Collins sieht nicht nur genau so aus wie man sich Schneewittchen vorstellt, sie spielt das naive Mädchen auch zuckersüß, bringt ansonsten aber erstaunlich wenig Persönlichkeit ein. Armie Hammer hingegen ist ein grandioser Prinz, der seiner klischeebehafteten Schönling-Figur mit Ironie und sympathischer Dämlichkeit entgegenarbeitet und ihr so die benötigte Originalität verleiht. Begeistern kann ebenfalls Julia Roberts, welche mit spürbarer Spielfreude dabei ist und der bösen, dem Schönheitswahn verfallenen Königin eine ordentliche Portion Zynismus mitgibt und ihr verbittertes Handeln damit seltsam nachvollziehbar macht. Ihre spitzzüngigen Mono- und Dialoge gehören eindeutig zu den Highlights des Films. Und das sage ich, der nun beileibe kein Fan der Oscarpreisträgerin ist. Die Zwerge (hier als rebellische Verbrecher mit Herz dargestellt) bleiben dabei leider etwas blass, wobei auch sie einige gute Szenen abbekommen haben und perfekt in Singh's verspielte Interpretation passen.
Dass die altmodische Geschichte im weiteren Verlauf etwas an Tempo einbüßt und der Humor zeitweise ins Lächerliche abzudriften droht, kann man bei der originellen Herangehensweise jedoch verschmerzen. Spieglein Spieglein ist ein altes Märchen in erfrischendem Gewand. Einerseits klassisch-verwunschen und herrlich kitschig - so wie es sich für ein Märchen gehört - andererseits aber auch überraschend humorvoll, bissig und subtil. Die Darsteller sind toll, die herausragende Visualisierung sowieso und die schräge Bollywood-Einalge im Abspann setzt der kunterbunten Albernheit dann noch die Krone auf und entlässt den Zuschauer gut gelaunt aus dem (Heim)Kino.
7/10 Riesenzwerge

Zerfikka schrieb:MiXeR schrieb:Spieglein Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen
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Nach dem eher schlecht als rechten 3D-Sandalenlangweiler Krieg der Götter, beweist der indische Regie-Visionär Tarsem Singh (The Fall) mit Spieglein Spieglein erneut, dass er ein begnadeter Zelluloid-Künstler ist, der mit dem richtigen Drehbuch nicht nur visuell, sondern auch inhaltlich überzeugende Filme erschaffen kann.
Spieglein Spieglein erzählt - wie der Untertitel nur schwer erahnen lässt- die altbekannte Geschichte von Schneewittchen, die ja eigentlich schon zur Allgemeinbildung gehört. Neu ist die Handlung des Films also nicht, wie sie erzählt wird, kann jedoch als durchaus erfrischend bezeichnet werden. So verpackt Singh das klassische Märchen in eine fast schon alberne, überraschend zynische Inszenierung, die nicht nur mit Genreklischees bricht, sondern zeitgleich aktuelle Themen (wie etwa den Schönheitswahn) subtil verarbeitet, ohne dabei auf den typischen Märchen-Charme zu verzichten. Spieglein Spieglein wirkt - wie der Produzent im Making-Of treffend angemerkt - daher fast wie ein Live Action-Animationsfilm. Sozusagen ein sarkastischer Disneyzeichentrick mit echten Schauspielern.
Zu diesem Eindruck trägt natürlich auch Tarsem Singh's gewohnt überstilisierte Visualisierung bei. Die bewusst sehr künstlich wirkenden Kulissen, kitschigen Kostüme und auffällig kolorierten CGI-Hintergründe passen nämlich hervorragend zur fantasievollen Vorlage.
Das Ganze wäre aber nur halb so gut, wenn die Schauspieler nicht überzeugen könnten. Glücklicherweise können sie das aber (fast) alle. Lily Collins sieht nicht nur genau so aus wie man sich Schneewittchen vorstellt, sie spielt das naive Mädchen auch zuckersüß, bringt ansonsten aber erstaunlich wenig Persönlichkeit ein. Armie Hammer hingegen ist ein grandioser Prinz, der seiner klischeebehafteten Schönling-Figur mit Ironie und sympathischer Dämlichkeit entgegenarbeitet und ihr so die benötigte Originalität verleiht. Begeistern kann ebenfalls Julia Roberts, welche mit spürbarer Spielfreude dabei ist und der bösen, dem Schönheitswahn verfallenen Königin eine ordentliche Portion Zynismus mitgibt und ihr verbittertes Handeln damit seltsam nachvollziehbar macht. Ihre spitzzüngigen Mono- und Dialoge gehören eindeutig zu den Highlights des Films. Und das sage ich, der nun beileibe kein Fan der Oscarpreisträgerin ist. Die Zwerge (hier als rebellische Verbrecher mit Herz dargestellt) bleiben dabei leider etwas blass, wobei auch sie einige gute Szenen abbekommen haben und perfekt in Singh's verspielte Interpretation passen.
Dass die altmodische Geschichte im weiteren Verlauf etwas an Tempo einbüßt und der Humor zeitweise ins Lächerliche abzudriften droht, kann man bei der originellen Herangehensweise jedoch verschmerzen. Spieglein Spieglein ist ein altes Märchen in erfrischendem Gewand. Einerseits klassisch-verwunschen und herrlich kitschig - so wie es sich für ein Märchen gehört - andererseits aber auch überraschend humorvoll, bissig und subtil. Die Darsteller sind toll, die herausragende Visualisierung sowieso und die schräge Bollywood-Einalge im Abspann setzt der kunterbunten Albernheit dann noch die Krone auf und entlässt den Zuschauer gut gelaunt aus dem (Heim)Kino.
7/10 Riesenzwerge
Dat war mal nix, gerade gesehen. Da hat der Trailer mehr versprochen als der Film halten konnte. Teils ganz witzig und unterhaltsam aber oftmals einfach nur langweilig. So etwas wie Spannung kommt zu keiner Zeit auf. Julia Roberts macht ihre Sache eigentlich gut aber nach ner Weile nervt sie nur noch als Stiefmutter. Da war Charlize in Snow White and the Huntsman wesentlich interessanter und glaubhafter in Szene gesetzt.
Die zeitliche Abfolge der Geschehnisse und die Story ansich sind unglaubwürdig. Man hat nie das Gefühl, daß es sich um ein Königreich dreht und die Stiefmutter irgendwelche Macht besitzt.
Was den Film zum Teil rettet ist der Humor und die visuelle Präsentation sowie die Kostüme, da gibt es Tarsem üblich nix zu meckern. Umso trauriger, daß jemand mit solchem Talent so einen Müll verfilmen muss.
Ach, die Zwerge haben mir auch nicht gefallen, das waren alles nur Kasperle ohne jeglichen Charakter.
Schaut euch lieber Snow White and the Huntsman an, da kriegt man wesentlich bessere Unterhaltung fürs Geld geboten.
4/10


Stockbrot2 schrieb:Mir geht eher der bekiffte Blick auf den Senkel, den die immer hat. IMMER. Bestimmt auch beim Sex, stellt euch das mahl vor, schrecklich.


On another level it’s a serious critique of what we love and what we don’t about horror movies. I love being scared. I love that mixture of thrill, of horror, that objectification/identification thing of wanting definitely for the people to be alright but at the same time hoping they’ll go somewhere dark and face something awful. The things that I don’t like are kids acting like idiots, the devolution of the horror movie into torture porn and into a long series of sadistic comeuppances. Drew and I both felt that the pendulum had swung a little too far in that direction.
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