Bunraku
In einer Welt, aus der Schusswaffen verbannt wurden, stellen sich zwei Unbekannte, ein Cowboy ohne Revolver (Josh Hartnett) und ein Samurai ohne Schwert (Gackt), dem grausamen Nicola (Ron Perlman), Holzfäller, Tyrann und mächtigster Mann östlich des Atlantik, und seinen 9 Killern.
Ja, die Handlung von
Bunraku klingt auf den ersten Blick etwas verrückt und nicht gerade spanned. Im Kern haben wir es hier auch mit einer simplen Rache-Story zu tun, die weder überraschen kann, noch besonders interessant ist. Das, was dieses Werk zu etwas Besonderem macht, ist die Aufmachung, von der behauptet werden kann, dass man sowas noch nie zuvor in einem Film gesehen hat. Die gesamte audiovisuelle Präsentation wurde nämlich dem japanischen und namensgebenden Puppentheater "Bunraku" nachempfunden. So scheint die Welt aus gefaltetem Papier und Pappmaschee zu bestehen, was für einen einzigartigen Look sorgt. Zudem wird viel mit Farben, Licht und auch dem Ton (Geräusche, Musik) gespielt.
Bunraku sieht einfach faszinierend aus und besticht durch seine Kreativität, die durchaus in der Lage ist über kleinere Drehbuchschwächen hinwegzutäuschen.
Inhaltlich darf man hingegen, wie zuvor schon erwähnt, nicht sonderlich viel erwarten. Ein, ebenfalls aus dem Puppentheater entliehener, Erzähler, führt dabei durch die Geschichte, in der sich vorwiegend simple Dialoge mit rasanten Actioneinlagen abwechseln. Die Action beschränkt sich dabei auf Faust- und Schwert/Stockkämpfe (siehe Schusswaffenverbot). Die flott choreographierten Auseinandersetzungen sind hübsch in Szene gesetzt und sorgen, nicht zuletzt dank der außergewöhnlichen Aufmachung, für reichlich kurzweiligen Spaß, bieten von den Bewegungsmustern her aber Nichts, was man in ähnlicher Form nicht schonmal irgendwo gesehen hat.
Darstellertechnisch kann
Bunraku vollends überzeugen. Zwar wird hier keinem der Schauspieler wirklich viel abverlangt, gut rüber kommen die Darbietungen von Josh Hartnett, Woody Harrelson, Demi Moore & Co aber dennoch.
Bunraku ist experimentelles Genre-Kino. Eine geradlinige Geschichte verpackt in eigenwillige Bilder und gespickt mit tollen Darstellern, Action und einigen frischen Ideen. Mir hat dieser außergewöhnliche Film überaus gut gefallen, wobei ich ihm einige Längen nicht absprechen kann. Summa summarum gibt es eine dicke Empfehlung meinerseits und
8/10 Killer
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