Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Der Weltraum – Unendliche Weiten

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Das, was danach kommt, können wir (noch) nicht messen. Früher haben wir auch noch nicht gescheckt das es mehrere Sonnensysteme gibt. Dann kamen Galaxien, Galaxienhaufen, etc.

Wir gehen davon aus, dass es wohl möglich noch mehr Universen gibt. Aktuell haben wir einfach nicht die Möglichkeit zu testen ob dem so ist.

Ja soweit schon klar, das sind alles Theorien. Aber ich meine die Theorie der Supersymmetrie wird ja gerade versucht am LHC in der Schweiz zu beweisen. Sprich das jedes Teilchen im Standardsystem noch ein schweres Gegenteil hat. Dies nennt man ja gerade "Dunkle Energie".
Nur scheinbar wird diese Theorie, sollte sie sich bewahrheiten, die Thorie der Multiversen ausschließen. Und ich verstehe nicht wieso, denn rein theoretisch wiedersprechen sich die Theorien ja nicht.
 
Die Theorien schließen sich nicht aus, aber die Multiversen kommen ohne Supersymmetrie aus.
Die Supersymmetrie wäre ja eine Erklärung dafür, warum das Universum so stabil ist, wie es eben ist, damit wir darin existieren können. Das Universum ist ja unwahrscheinlich fein aufeinander abgestimmt, unwahrscheinlich aber nicht unmöglich, wie unsere Existenz ja beweist.
Und gerade diese unwahrscheinliche Feinabstimnung ist schwer zu erklären.

Mit Multiversen ist es dagegen elegant und easy: Unendlich viele Multiversen lassen unendlich viele "Universen" möglich werden, mit unterschiedlichen Naturkonstanten. Fast alle Universen sind dadurch nicht stabil und können kein Leben hervorbringen. Aber mindestens eines hat halt einfach zufälligerweise die gerade passenden Konstanten: Unseres nämlich. Dann braucht man keine Supersymmetrie mehr zur Erklärung. Es ist nur Zufall, ein Glückstreffer aus einer unendlichen Anzahl von Möglichkeiten und somit auch zwingend notwendig. Somit ist die Existenz der unglaublichen Feinabstimmung erklärt und man braucht keine Supersymmetrie-Teilchen.

Wenn man jedoch am LHC die Existenz eines solchen Teilchens nachweisen könnte, bräuchte man nicht den Umweg über das Multiversum zu gehen, denn dann sorgen die Supersymmetrie-Teilchen dafür, dass unser Universum stabil bleibt.

So verstehe ich den Sachverhalt zumindest.
 
Danke für diesen gehaltvollen Beitrag. Was ich aber nach wie vor nicht verstehe:

Supersymmetrie-Teilchen würden die Stabilität unseres Universums erklären. Aber es könnte doch trotzdem völliger Zufall sein und in den meisten anderen Universen sind die Variablen völlig andere. Die Existenz von Supersymmetrie-Teilchen würde doch nur die Verständnis von unserem Universum erhören.

Ich verstehe nicht wie sich der Schluss auf andere Universen ergibt.
 
Aber die Supersymmetrie-Teilchen wurden bisher noch nicht gefunden und am LHC hätte man glaube ich schon bereits Hinweise darauf finden sollen. Hat man aber nicht.
Die Theorie der Multiversen bzw die Stringtheorie wird man wohl nie falsifizieren können, da wir ja an unser Universum gebunden sind und es wohl keine Möglichkeit gibt "raus" zu schauen.

Ist halt krass, dass wir keine Ahnung haben, woraus 95% unseres Universums bestehen.
 
Nachdem ich eine lange Zeit lang einfach nicht verstehen wollte, warum nicht einfach "Nichts" ist, hat Stephen Hawking für etwas Ruhe in meinem Gehirn gesorgt:

Vor der Erschaffung des Universums gab es ja noch keine Zeit, denn diese ist ja eine Dimension der Raumzeit, die ja erst mit dem Urknall in ihre Existenz getreten ist.
Davor gab es also keine Zeit bzw. unendlich viel Zeit mit unendlich vielen Möglichkeiten. Wenn also unendlich viele Möglichkeiten sich irgendwann in ihre Existenz begeben, ist auch mal unser Universum dran. Hat halt nur sehr sehr lange gedauert, unendlich lange. Aber vor der Existenz des Universums war ja unendlich lange "Zeit".

Jetzt wäre noch das Problem der Energie. Woher kommt die denn? Dass das Universum Energie besitzt, zeigt ja schon die Existenz von Materie, denn Materie ist ja in Energie überführbar und umgekehrt. Energie und Masse ist das selbe (Einstein, wie wir alle wissen).
Hawking sagt, das Gesamtpotential, also die Gesamtenergie unseres Universums sei Null (wie er darauf kommt, weiß ich nicht).

Also unendlich viel "Zeit" und keine Energie von "aussen" notwendig hat unser Universum erschaffen.

Trotzdem alles einfach nur :ugly:
 
Schau dir mal die Doku übern LHC auf Netflix an, die ist sehr informativ. Jedenfalls sagen die leitenden Wissenschaftler am Cern, dass der Nachweis von Supersymmetrie die Theorie des Multiversums kippen würde und beweisen würde, dass nicht einfach nur alles Zufall ist. Diese Aussage versteh ich eben nicht.
Meines Verständisses nach würde der Nachweis eben nur Erklären, aus was 95% unseres Universums sind. Aber nicht ob dies Zufall ist bzw ob es andere Universen gibt und ob diese die gleiche kosmische Konstante haben.
 
Kann mir mal die Doku ansehen. Der Gedanke der Multiversen gefällt mir jedoch sehr, da man dann einfach alles auf die Unendlichkeit und somit den Zufall reduzieren kann. Es "musste" also "zwingend" "irgendwann" passieren.
 
Schau dir mal die Doku übern LHC auf Netflix an, die ist sehr informativ. Jedenfalls sagen die leitenden Wissenschaftler am Cern, dass der Nachweis von Supersymmetrie die Theorie des Multiversums kippen würde und beweisen würde, dass nicht einfach nur alles Zufall ist. Diese Aussage versteh ich eben nicht.
Meines Verständisses nach würde der Nachweis eben nur Erklären, aus was 95% unseres Universums sind. Aber nicht ob dies Zufall ist bzw ob es andere Universen gibt und ob diese die gleiche kosmische Konstante haben.

Da geht es um reine Theorie, um Erklärungsmodelle in der Teilchenphysik. Es gibt einige Phänomene, wie z.B. die Gravitation oder die dunkle Materie, die man mit dem herkömmlichen Standardmodell nicht erklären kann. Bzw. müsste dieses Modell erweitert werden. Das ginge wohl auch recht einfach, wenn sich die Theorie der Supersymmetrie als wahr herausstellen würde. Leider sucht man nach dem Beweis schon seit vielen Jahren. Und wenn die nicht bald zu Potte kommen, dann wird das die Teilchenphysik in eine Sinnkrise stürzen. Denn dann rücken andere Theorien in den Fokus. Zum Beispiel die anderer Dimensionen, in denen sich die Gravitation mit ihrem Hauptanteil tummelt, während nur ein kleiner Teil von ihr bei uns für staunende Gesichter sorgt. Es geht also um grundsätzlich unterschiedliche Erklärungsmodelle. Entweder befindet sich alles in unseren Dimensionen und wir haben es bisher nur nicht gesehen. Oder aber Teile davon befinden sich in Extradimensionen und sind tatsächlich in den uns bekannten Dimensionen gar nicht vorhanden.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Nein, du musst nur die Masse auf einen Radius kleiner als deren Schwarzschild-Radius zusammendrücken --> schwarzes Loch.

Edit: Wenn Du mehr wissen möchtest, sollten wir das Thema in den Weltall-Thread verlegen, wir sind offtopic.

Hmm, laut Wikipedia müßte man die Erde dafür auf 9mm zusammenpressen. Bei 1cm hätte man dann zumindest kein (klassisches) schwarzes Loch.
 
Deshalb ja ca.

Aber das Prinzip haste verstanden?
Ich könnte auch aus dir ein schwarzes Loch machen, dies wäre halt nur sehr sehr sehr klein. Und die nötige Presse dazu habe ich leider auch nicht.
Grundsätzlich gilt: Die Masse eine schwarzen Loches ist egal. Bist innerhalb des Ereignishorizonts (Schwarzschildradius), dann war es das mit Dir, ausserhalb verhält sich ein schwarzes Loch wie jede andere beliebige Masse auch. Der Mond könnte z.b. durch ein ganz kleines schwarzes Loch mit der selben Masse ersetzt werden, du würdest keinen Unterschied merken, es würde sich gravitativ genauso wie der Mond verhalten, es würde die Erde nicht verschlingen, sondern genau wie der Mond die Erde umkreisen.
 
Das ist mir schon klar. Die Frage war nur, ob man die Materie der Erde halt soweit zusammenpressen kann, daß sie innerhalb des Schwarzschild-Radius' wäre und somit einen Ereignishorizont bildet.
 
yeps. Denn der Schwarzschildradius wird durch die Masse bestimmt. Je geringer die Masse, umso kleiner der Schwarzschildradius. Kannst ja mal deinen Schwarzschildradius ausrechnen.:)
 
Ich habe verstanden wie das funktioniert. Nur kann man die gesamte Materie der Erde auf unter 9mm zusammenkomprimieren? Ich habe dafür nämlich nirgendwo etwas gefunden. Nur immer irgendwelchen populärwissenschaftlichen Kram, deren Quellenlage etwas sehr dürftig ist...
 
Du selbst natürlich nicht. Aber physikalisch ist das möglich, nur musst du das ganze soweit zusammendrücken, dass auch keine Atome mehr existieren.
Die schwarzen Löcher, die du so kennst, sind deshalb entstanden, dass es keinen Strahlungsdruck mehr gab, der der Gravitation entgegenwirken konnte. Durch das eigene Gewicht fiel dann der Stern in sich zusammen, die Atome wurden zermantscht, alles kollabierte. Man kann keine Aussage über den Zustand innerhalb eines schwarzen Loches machen. Da hört unsere Physik auf.
 
Die Theorie gilt aber. Der kannst Du ruhig glauben.:)
Und beobacht- und messbar wären solch kleinen schwarzen Löcher ja.:)
Nur gibbet diese halt nicht.
 
Nur gibbet diese halt nicht.

Und da stellt sich dann eben auch die Frage, ob sie selbst theoretisch überhaupt möglich sind. Die Schwarzschild-Lösung bietet hier ja nur bedingt Auskunft, da sie eh nur eine Näherungslösung ist, die meisten realen schwarzen Löcher dürften eher durch die Kerr-Mechanik beschieben werden. Und beide zusammen sind nicht mit Heisenberg vereinbar, der ja eine Minimalausdehnung verlangt, während sowohl Schwarzschild als auch Kerr von einer Punktsingularität ausgehen. Die Frage ist wohl noch nicht beantwortet.
 
Das ist ganz einfach zu beantworten:
Wir haben keine Ahnung.:)
Da die Raumzeit innerhalb eines schwarzen Loches aufhört zu existieren, kann niemand sagen, was genau ein schwarzes Loch ist. Es ist ein Gebilde, das ausserhalb des Radius gut beschrieben und real beobachtet werden kann, innerhalb herrscht die große Ahnungslosigkeit.
 

Ähnliche Themen

G
Gelöschte Mitglieder 5700
Antworten
46
Aufrufe
3K
Zurück
Oben