Mondknallschlumpf schrieb:
rancid schrieb:
dieses bild vom amerikanischen arbeiter, der immer weider sien leben in die hand nimmt und was draus macht, auch mal zu boden geht aber immer wieder aufsteht is -sorry- bullshit.
Das denke ich nicht. Natürlich bleiben auch dort welche liegen, aber der positive "Spirit" ist fester Teil des gesellschaftlichen Denkens in den USA und das hat letztendlich auch praktische Auswirkungen auf ihre Leben.
Dieser "Spirit" mag vorhanden sein. Beachtlich bei den Amerikanern ist einfach, dass sie die Realität komplett ausblenden können und einfach die nächste KK beantragen. Der "Spirit" verfliegt nämlich bei jedem Menschen irgendwann, wenn das Geld ausgeht und der Wohlstand den Bach runter geht... Ansonsten besteht der "Spirit" auch aus viel Nationalstolz, gerade bei den Amerikanern.
@ Rusty
Wie rancid es schon sagte, sprechen wir schon lange nicht mehr über Einzelschicksale. Die Zahl der Menschen in Deutschland, die unterhalb der Armutsgrenze leben, steigt jedes Jahr. Die Zahl der Arbeitslosen wird wieder steigen. Die Zahl der Privatinsolvenzen steigt jedes Jahr. Usw... Ich kenne einige dieser "Einzelschicksale" leider nur zu gut. Teilweise trifft es sogar meine Kundschaft, die vor ein paar Jahren noch genügend Geld hatte, sich ein neues Premium-Auto zu kaufen. Wenn jemand, der sagen wir mal 5.000€ im Monat verdient, mit einer Sonderabgabe in Höhe von 50€ belastet wird, die dann 1:1 an einen Hartzler weitergegeben wird, dann tut es dem Einen nicht weh und der Andere kann sich für ein paar Tage Nahrung kaufen. Und glaub mir, mit 50€ kann man viel erreichen, aber man kann sich kein "ich leg mich auf die Couch, lass die anderen Idioten arbeiten und kauf mir einen 50" FullHD"-Leben leisten.
Das ist jetzt nur ein unkonkretes Beispiel. Und ja, ich bin für flächendeckende Mindestlöhne. Die müssen nicht bei 15€ die Stunde liegen, aber so sein, dass man von seiner Arbeit leben (!) kann. Aber je mehr Geld der Mensch hat, desto weniger ist er bereit (ja Marci, keine Pauschalisierungen...), von seinem Geld etwas abzugeben für die, die keines haben. Seit ich hautnah miterlebt habe was es bedeutet,
nichts zu haben, nicht jeden Tag etwas zu Essen zu haben, lass ich mich auch von diversen Talk-Shows nicht mehr blenden.