Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Der unendliche Wulff-Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ist es nicht absolut lachhaft, wie die sogenannten Machtspiele an so einem Scheiß festgemacht werden?

Oh, der neue Grüß-August auf Bellevue ist unser Verdienst. Was sind wir doch für stramme Helden. Wie jetzt der Bildungssektor in Deutschland lahmt? Wen interessiert das? Ich meine, guckt doch mal, wie toll der Gauck winken kann. Und das nur wegen UNS! Es gibt echt nur wenige, die es so draufhaben wie wir...
 
Das Verhalten der FDP zeigt doch, wie unfähig die politische Führung bei der Umsetzung von Zielen in der Koalition ist. Da wird ein unwichtiger Nebenschauplatz, die Nominierung des Bundespräsidenten genutzt, um auf den Putz zu hauen. Genau das hätte vor 1-2 Jahren zu einem inhaltlichen Thema wie Steuern passieren müssen. Da hätte man mal einen kleinen Alleingang starten müssen und somit der Merkel die Pistole auf die Brust gesetzt. Das hätte zu einem früheren Zeitpunkt auch das Machtverhältnis zwischen den Parteien nachhaltig verändert und eine liberale Handschrift in der Politik der Koalition sichtbar gemacht.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Aktion einfach lächerlich und ohne jegliche Wirkung. Naja, wenigstens hat man mit Gauck einen Kandidaten, der für neoliberale Politik offen ist.
 
Das hätte sie mit anti-Europäismus schon längst haben können. Sie wäre dann allerdings wie die Linke in ewiger Opposition. Trotzdem gut, daß sie es nicht versuchen.

Ich denke übrigens nicht, daß die Liberalen durch die Gauck-Unterstützung nennenswert dazugewinnen werden. Dazu ist der Präsi den Leuten zu unwichtig. Erst recht, wenn er keine Skandale verursacht. Im Gegenzug ist Schwarz-Gelb für die nächste Legeslaturperiode definitiv tot, jedenfalls mit dem aktuellen Personal. Und was anderes hat die FDP nicht mehr. Langfristig nicht schlau, oder sie haben sich mit dem Untergang im Bund schon abgefunden.

ZEIT.de schrieb:

Das war wohl wirklich der letzte Strohhalm, um so etwas wie Profil zu gewinnen. Ich denke, mit seiner Meinung, daß es nur eine vorübergehende Verstimmung in der Koalition gab, steht er ziemlich alleine da.
 
Cale schrieb:
Langfristig nicht schlau, oder sie haben sich mit dem Untergang im Bund schon abgefunden.

Die FDP kämpft ums Überleben, würde ich sagen. Denen geht es nicht mehr darum, 2014 noch an der Macht zu sein. Die müssen zusehen, dass sie über die 5 % kommen bei der nächsten Bundestagswahl, sonst sind die raus. Die Medien werden das Interesse an ihnen verlieren, Sponsoren werden abziehen und und und. Dann sind die bloß noch ne winzige Stammtischpartei und dann wird auch ein Herr Rößler kein top Gehalt mehr verdienen können als simpler Parteimann. Daher denke ich, die kämpfen wirklich ums Überleben. Denen geht es auch um ihre Jobs.
 
Totgesagte leben länger. Was wurde nicht alles über die SPD geschrieben, nach der letzten Bundestagswahl. Die Koalition wurde auch bisher nicht durch pures Liebesglück zusammengehalten.
 
Nochmal tut sich Angie das mit den paar FDP-Restzombies aber nicht an. Selbst wenn es zu einer neuen Regierungbildung reichen sollte, zu einer neuen Legislaturperiode reicht es bestimmt nicht. Und bei er aktuellen haben wir ja auch noch 18 Monate. Wenn wir nicht die aktuelle Finanzkrise hätten, wäre die Regierung schon längst implodiert.
 
Urgs schrieb:
Totgesagte leben länger. Was wurde nicht alles über die SPD geschrieben, nach der letzten Bundestagswahl. Die Koalition wurde auch bisher nicht durch pures Liebesglück zusammengehalten.

Die SPD hat sich aber jederzeit über der 5%-Hürde gehalten. Mir geht es halt darum, dass eine Partei einfach aus dem öffentlichen Interesse verschwindet, wenn sie nirgendwo mehr im Landtag/Bundestag vertreten ist. Dann wären die FDP auch nicht mehr "größer" als die Hausfrauenpartei und was weiß ich nicht, was es alles gibt und immer unter "sonstige" fällt.
 
12 Jahre Merkel kann eh keiner wirklich wollen. :D

Weasel1988 schrieb:
Urgs schrieb:
Totgesagte leben länger. Was wurde nicht alles über die SPD geschrieben, nach der letzten Bundestagswahl. Die Koalition wurde auch bisher nicht durch pures Liebesglück zusammengehalten.

Die SPD hat sich aber jederzeit über der 5%-Hürde gehalten. Mir geht es halt darum, dass eine Partei einfach aus dem öffentlichen Interesse verschwindet, wenn sie nirgendwo mehr im Landtag/Bundestag vertreten ist. Dann wären die FDP auch nicht mehr "größer" als die Hausfrauenpartei und was weiß ich nicht, was es alles gibt und immer unter "sonstige" fällt.

Das sind doch alles nur Momentaufnahmen. Ich wette, die kommen wieder rein. Knapp, aber sie werden es schon schaffen. Es ist ja nicht so, dass Deutschland die FDP nicht braucht. Es braucht sie halt nur nicht in der Regierung. Und das haben nun auch alle eingesehen. :D
 
Naja, die aktuelle Momentaufnahme zieht sich schon seit einigen Monaten...

Und die FDP gibt ja nicht viele Gründe, sich in der Wählergunst wieder besser zu stellen. Auch die Causa Gauck wird das nicht ändern. Erstens hat sich die Angelegenheit so ca. im April wieder aus dem öffentlichen Interesse verflüchtigt, zweitens wird die SPD sehr laut darauf pochen, dass Gauck ja von Anfang an ihr Kandidat war und sie haben damit auch recht. Das wird dann auch der Wähler bemerken.
 
Ich habe auch das Gefühl, dass das mehr als eine Momentaufnahme ist. 2% ist ne deutliche Ansage. Und das ist ja nicht erst seit gestern so...
Dieses Jahr steht noch die ein oder andere Landtagswahl an. Wenn die FDP dann auch überall den Anschluss verpasst, wird es auch auf Bundeseben nicht mehr klappen.
 
Doch , hat er. Habe auch letztens ein längeres Interview mit ihm gesehen. Super Redner :dhoch: Und das quasi aus der Improvisation heraus. Das hat hundertmal mehr Substanz als Wulff's schleimumwobene Reden, an denen er wohl Tage und Wochen gesessen hat (falls es überhaupt er selbst war).
Also rein vom Reden her (und das ist ja das, was der Präser nur kann und darf) eine Steigerung um etliche Tausend Prozent.

Natürlich stimme ich nicht mit Allem überein, was er bislang so von sich gegeben hat, aber das tue ich bei einer gewissen Seite, welche ich gern besuche, ebenfalls nicht. Einen völligen Konsens finde ich nimmer, egal wo.
 
Eine Frage:

Wenn der Bundespräsident jetzt gewählt wird, muss dann in 1,5 Jahren zur nächsten Wahl wieder ein neuer gewählt werden oder erst nach der regulären Amtszeit von 5 (?) Jahren.
 
Gegen Wulff ist jeder ein begnadeter, mitreissender Redner! :D

Naja, man sollte nicht zu viel erwarten. Das Amt ist schliesslich auch wie ein Staatskorsett. Da kann man nicht einfach sagen, was man denkt. Ich schätze, bei Gauck werden sich viel mehr Leute an dem reiben, was er eben nicht sagt.
 
Ich glaube nicht, daß er da groß Rücksicht auf jemand nehmen wird. Der sagt, was er denkt. DAS dürfte so manchem Politiker noch Kopfschmerzen bereiten, und das ist auch gut so.
 
Zurück
Oben