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Der Ukrainekrieg (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich hoffe dass es so kommt.
Aktuell sieht uns die ganze Welt vermutlich als verweichlichte Wohlstandsgesellschafft.
Wir sollten dringend wieder etwas mehr Stärke demonstrieren und unsere Verteidigungsfähigkeit aufbauen.

Ich würde auch lieber in Frieden leben, komplett abrüsten und der Welt die Hand reichen, aber das ist leider nur ein illusorisches Wunschdenken.
 
Ich habe auch genug von dem "Europa kann sich nicht selbst verteidigen"-Mantra. Was für ein Bullshit! Wir WOLLEN uns nicht selbst verteidigen - das ist das Problem. Die EU plus GB haben ein größeres BIP als die USA, zudem mehr als 500 Mio Menschen + Atomwaffen. Wir brauchen uns nicht vor einem Land mit dem BIP von Spanien und 140 Mio Einwohnern zu fürchten. Es muss einfach nur der politische Wille da sein, die eigene Verteidigungsfähigkeit auch zu wollen. Aber Gott sei Dank ist da in den letzten Monaten einiges ins Rollen gekommen. Scholz und von der Leyen scheinen es verstanden zu haben, die Polen, Balten und Skandinavier sowieso. Es tut sich etwas ...
 
Ich hoffe auch das es so kommt. Ganz sicher bin ich mir da aber nicht.
Denn es wird ja nicht damit getan sein die 2% vom BIP in die Rüstung zu stecken. Das kann irgendwann in zukunft evtl. mal ausreichen wenn das ganze Militär und dazugehörige Infrastruktur und Industriellen Kapazitäten wieder auf einem gesunden Stand sind.
Aber bis dahin wird das deutlich teurer sein, das wird Hunderte von Milliarden zu den 2% on top kosten. Und das wird nicht einfach komplett über neue Schulden/Sondervermögen zu realisieren sein, das Geld muss dann durch steuern und/oder Einsparungen an anderer stelle herkommen.
Und ich bezweifle das der Großteil der Wähler auch dazu bereit ist, dafür müsste irgend ein Feind wahrscheinlich Medienwirksam seine Armee direkt an unserer Grenze zusammen ziehen.
 
Bisher gab es ja nun mal auch keine gesellschaftliche Mehrheit dafür, immense Steuergelder in Waffen zu investieren. Und auch jetzt kann eine massive Aufrüstung die Gesellschaft noch weiter spalten. Wir haben überall rechte politische Bewegungen, die noch lieber als nur ein Europa, ein hochgerüstetes Europa übernehmen möchten.
 
Bisher gab es ja nun mal auch keine gesellschaftliche Mehrheit dafür, immense Steuergelder in Waffen zu investieren. Und auch jetzt kann eine massive Aufrüstung die Gesellschaft noch weiter spalten. Wir haben überall rechte politische Bewegungen, die noch lieber als nur ein Europa, ein hochgerüstetes Europa übernehmen möchten.
Das ist richtig.
Mein Standpunkt dahingehend war vor 10 Jahren ehrlicherweise auch noch ein ganz anderer als heute.
Aber wenn wir bei der Verteidigung von den USA halbwegs Unabhängig machen wollen, oder zumindest als Halbwegs gleichberechtigter Partner agieren möchten wird das extrem viel Geld kosten.
Und mit wir meine ich Europa, bzw. die EU. Für Deutschland alleine ist sowas heutzutage IMO einfach nicht mehr Finanzierbar.

Und es ist im Wahlkampf halt schwer zu vermitteln warum man dann eine Partei wählen sollte die in Verteidigung investieren will, was dann aber ganz direkt weniger Geld in der Geldbörse des Wählers Bedeutet. Zumal es dann ja auch immer andere Parteien geben wird, die halt die üblichen Wahlversprechen machen wird. Seien es entlastungen/mehr Geld für die Sozialschwachen oder halt Steuersenkungen für die Besserverdiener.
Und für einen Kompromiss ist unser Militär einfach zu sehr kaputt gespart, das gilt auch für viele andere EU Länder.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde das Militär nicht nur als finanzielle Belastung begreifen. Wenn wir europaweit und koordiniert das Militär stärken, führt dies zwangsläufig zu einer signifikanten Stärkung der Rüstungsindustrie und zur Schaffung vieler gutbezahlter Jobs sowie einer Steigerung des Wirtschaftswachstums. Auch mehr gutbezahlte Soldaten führen zu mehr Wirtschaftswachstum, denn das, was der Staat für deren Sold ausgibt, fließt ja wieder zurück in die Wirtschaft, wenn die Soldaten dieses Geld ausgeben.
 
Ich denke fast noch wichtiger als das Geld ist ein organisatorisches Umdenken. Die wirtschaftlichen, kulturellen und sprachlichen Unterschiede werden uns hier nach bisherigen Stand wohl das Genick brechen. Teilweise können sie ja in den Armeen auf technischer Ebene nicht mal miteinander kommunizieren. Bei jedem Rüstungsauftrag wird hinter den Kulissen gegeneinander gekämpft und Dinge werden teilweise doppelt und dreifach entwickelt. Da haben sie Amerikaner und jedes andere vergleichbar große Land schon einen natürlichen Vorteil uns gegenüber. Unser BIP mag größer sein, aber trotzdem müssten wir in unserem System vermutlich das dreifache der Amerikaner ausgeben um auch nur annähernd auf so einem Niveau zu sein ..
 
. Der Krieg wird andauern, Russland wird sich im Osten und im Süden weiter eingraben und irgendwann wird die Ukraine gezwungen sein entweder zu kapitulieren oder am Verhandlungstisch sehr, sehr viel zu verlieren.

Für mich aber auch klar, dass das nicht auf dem Schlachtfeld entschieden wird, sondern am Verhandlungstisch.

Das Problem mit dem Verhandlungstisch in diesem Fall ist aber, dass jeder weiß dass eine mögliche "Einigung" nicht mal die Tinte auf dem Papier wert ist. Russland hält sich an sowas genau so lange, wie es ihnen passt.

Verhandlungsstich, schön und gut. Aber wie Mondknallschlumpf andeutet, es entzieht sich meiner Vorstellungskraft, was irgendwelche Zusagen von Russland Überhaupt wert sind. So soll das Kriegsziel ja angeblich Kiew oder vielleicht auch mehr sein.

Der Putin-Vertraute fuhr fort: »Wird es Kiew sein? Ja, es sollte wahrscheinlich Kiew sein. Wenn nicht jetzt, dann nach einiger Zeit, vielleicht in einer anderen Phase der Entwicklung dieses Konflikts.« Zudem sagte Medwedew, Russen und Ukrainer seien eine Nation

https://www.spiegel.de/ausland/ex-p...gsziel-a-8e100984-0d22-49e3-b02e-119c43868cc9

Hm oder dann vielleicht doch die ganze Ukraine? Und danach? .... Ja ne... ich verstehe nicht wie man mit Russland verhandeln soll oder über was. Das ist doch geisteskrank, was die aktuell für Aussagen treffen. Richtig beschissene Situation.
 
Medwedew labert doch ständig wirres Zeug, keine Ahnung wie ernst man den noch nehmen kann.
Ganz ohne Verhandlungen wird es aber letztendlich nicht gehen, oder wir haben den Krieg in 10 Jahren noch.
 
Medwedew labert doch ständig wirres Zeug, keine Ahnung wie ernst man den noch nehmen kann.
Ganz ohne Verhandlungen wird es aber letztendlich nicht gehen, oder wir haben den Krieg in 10 Jahren noch.

Das ist mir alles zu abstrakt. Wie sieht denn eine Lösung an die Russland anbietet, die man Zustimmen könnte?
Wäre "für dich" okay das sie Kiew und/oder Zelenskyy "bekommen"? Das ist doch größenwahnsinnig.
Die kommen ja nicht mal mit "realistischen" Vorschlägen daher.

What is Putin's plan:
  • Destroy Ukrainian independence and turn us into Belarus;
  • Destroy the Russian opposition completely and not allow leaders like Nemtsov to appear;
  • Restore the USSR in the 1991 borders;
  • Bring pro-Russian governments to power in the Central European countries - based on the Hungarian model. Mainly, this concerns Slovakia, Bulgaria, Romania, Montenegro, Poland;
  • Weaken and/or destroy NATO;
  • Destabilize and weaken USA (main goal).
https://twitter.com/Gerashchenko_en/status/1760634775616839902

Medvedev "jokes" about creating a "Texas People's Republic." This is what Russia aims to do - destabilize, bring uncertainty and chaos wherever it can reach.
https://twitter.com/Gerashchenko_en/status/1760644753794687101

=> https://www.telepolis.de/features/Gespaltene-Staaten-von-Amerika-9542514.html?seite=all

Ist ja nicht so als ob das alles weiterhin stattfindet.
 
Medwedew labert doch ständig wirres Zeug, keine Ahnung wie ernst man den noch nehmen kann.
Ganz ohne Verhandlungen wird es aber letztendlich nicht gehen, oder wir haben den Krieg in 10 Jahren noch.

Ich hab in letzter Zeit so viele Dokus zur Ukraine und Russland geschaut, dass ich die nicht mehr finde. Aber in einer davon wurde Medwedew als recht tragische Figur skizziert, der erst wieder bei Kriegsbeginn die Bühne betrat und der genau beobachtet wird, weil er früher für Annäherung zum Westen stand. Daher muss er immer einen drauf setzen. In der Doku wurde das Verhältnis zu Putin verglichen wie das zwischen Hund und Herrchen. Wenn er wieder einen rausgehauen hat, schaut er unterwürfig, ob Putin damit zufrieden ist.
 
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Vorhin die Doku gesehen. Wie die Türkei massiv davon als Umschlagplatz profitiert und besonders deutsche Firmen kriegsentscheidendes Material darüber nach Russland schleusen
 
Wenn ich solche Interviews sehe, verstehe ich in keiner Weise wie man die Ukraine nicht mit allem erdenklichen unterstützen kann. Letzten Endes kommt bei ihm auch nicht so wirklich Reue rüber. Ich kann mir das schon vorstellen wie man in so einem System abstumpft und einfach h mitmarschiert.

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Das dürften auch für Russland die am schwierigsten zu ersetzenden Geräte sein, gerade aufgrund der Sanktionen. Aber auch da darf man sich nichts vormachen. Die russische Luftwaffe ist immer noch riesig und verfügt über tausende weitere Kampfjets, Bomber und Kampfhelikopter. Am schmerzhaftesten ist vermutlich der A50. Davon hat Russland nur rund ein Dutzend und die sind vollgestopft mit Technik und hochausgebildetem Personal.
 
Das dürften auch für Russland die am schwierigsten zu ersetzenden Geräte sein, gerade aufgrund der Sanktionen. Aber auch da darf man sich nichts vormachen. Die russische Luftwaffe ist immer noch riesig und verfügt über tausende weitere Kampfjets, Bomber und Kampfhelikopter. Am schmerzhaftesten ist vermutlich der A50. Davon hat Russland nur rund ein Dutzend und die sind vollgestopft mit Technik und hochausgebildetem Personal.

Gerade noch zufällig gesehen die A50 hat auch nen Spiegel Artikel bekommen:

https://www.spiegel.de/ausland/ukra...ig-ist-a-e2460236-6087-4f9d-8ea4-aa4a02b12663
 
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