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"Der Klimawandel erfordert eine aggressive, gut durchdachte und beharrliche Reaktion"
Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock spricht sich dafür aus, dem Bund bei Fragen der Vorsorge gegen Extremwetterereignisse mehr Kompetenzen zu geben. Insgesamt forderte Baerbock als Lehre aus den jüngsten Überschwemmungen eine "dreifache nationale Kraftanstrengung": Neben besserer Risikovorsorge müssten mehr "Klimaanpassungsmaßnahmen" getroffen werden. Dazu gehöre etwa, Städte umzubauen und Flüssen "mehr Raum" zu geben. Schließlich müsse beim Klimaschutz mehr getan werden, verlangte die Grünen-Vorsitzende.
Auch in den USA beschäftigt man sich mit der Flutkatastrophe in Europa. Die "Washington Post" fordert die US-Politik zum Handeln auf: "Fest steht, dass das grundlegende Konzept (wie in Europa, Anm.d.Red.) - CO2-Bepreisung, Rückführung der Einnahmen an die Verbraucher, Einführung eines Grenzausgleichs - die vernünftigste politische Reaktion auf den Klimawandel ist. Auch die führenden Politiker in den USA sollten dies übernehmen. Doch die Republikaner stecken meist den Kopf in den Sand. Die Demokraten wollen handeln, was ein Fortschritt ist, aber sie scheinen es vorzuziehen, Verfügungen zu erlassen und massive Riesensummen auszugeben, anstatt CO2 zu bepreisen. Die Einführung einer CO2-Steuer würde Einnahmen steigern, Emissionen reduzieren und weniger kosten als Verfügungen und Subventionsprogramme. Der Klimawandel erfordert eine aggressive, gut durchdachte und beharrliche Reaktion."