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Der Politikthread

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Man müsste es ja echt mal an einem Unternehmen ausprobieren. Sagen wir mal VW, die sind ja eh schon zu einem Teil in staatlicher Hand.

Und dann warten wir mal ein, zwei Jahre ab. Ach ja, Kühnert an die Spitze des Konzerns, mit allen Konsequenzen.
 
Hat hier eigentlich irgendjemand das komplette Interview mit ihm gelesen?
Ich nämlich auch nicht.

Aber finde es da sehr passend, was Mely Kiyak dazu in ihrer ZEIT-Kolumne (Nachdenken über Kevin K.) schreibt:
"Nun könnte man an dieser Stelle Kühnerts Thesen kommentieren. Zum Beispiel, ob er recht damit hat, wenn er feststellt, dass die deutsche Wirtschaftsordnung die Bedürfnisse von Millionen Menschen nach guten Lebensbedingungen gemessen am vorhandenen Kapital nicht erfüllen kann. Man könnte auch diskutieren, ob es legitim ist, dass ein 29-jähriger Mann, der in die Politik eintrat, um etwas zum Besseren zu verändern, und der (noch) kein Mandat hat, nicht geradezu zwingend darüber nachdenken muss, die bestehenden Verhältnisse in Frage zu stellen. Man könnte auch eine Weile darüber sinnieren, ob es nicht seltsam ist, dass bislang nicht viel mehr junge Politiker die etwas anstrengende Disziplin des Grübelns betreiben. Man könnte auch grundsätzlich über die Angewohnheit sprechen, bestehende Gesetze immer in Nuancen zu reparieren, sodass oft nicht einmal die Abgeordneten bei ihren Massenabstimmungen im Parlament eine Ahnung haben, was der Nebensatz, der einem Gesetz hinzugefügt wurde, in der Wirklichkeit bewirken wird.
[...]
Wenn man Kühnert richtig interpretiert, will er weg von einer kapitalistisch orientierten Gesellschaft hin zu einer sozial agierenden Gemeinschaft. Im Grunde will er Lösungen für die millionenfache Armut und die Probleme einer Gesellschaft, die reich in Zahlen ist, nicht aber in Verhältnissen. Banken, Konzerne, Investoren, Wohnraum, Freiheit, Grundrechte – die Begriffe werden kurz angerissen. Wie gesagt, ab hier gälte es weiterzureden. Aber irgendwie sind innerhalb weniger Stunden aus Kühnerts grundsätzlichem Infragestellen sehr rasch "Kühnerts Forderungen" geworden. Man weiß jetzt schon, wie die Interviews der nächsten Tage mit ihm beginnen werden: "Sie haben gesagt, Sie wollen...". "Nein, ich habe gesagt, ich könnte mir vorstellen, dass ..." Undsoweiterundsobrokkoli."


Der Text ist in seiner Gänze sehr lesenswert!
 
Um mal bei Kühnert zu bleiben:

Anhang anzeigen 103495

Das sind genau die Fragen, die ich von einem SPD-Jusos Chef erwarte.

Vielleicht weil diese Mitarbeiter weder die Idee hatten, noch an der Anfangsinvestition beteiligt waren, noch das beträchtliche unternehmerische Risiko auf sich genommen haben, so eine Firma aufzubauen. Mal davon ab bezahlen einige Großunternehmen ihre Angestellten auch mit Aktienoptionen, dann gehört den Angestellten ein Teil der Firma. Das sollte in der Tat deutlich häufiger umgesetzt werden, als es heutzutage der Fall ist, zumal es die Motivation fördert.
 
Vielleicht weil diese Mitarbeiter weder die Idee hatten, noch an der Anfangsinvestition beteiligt waren, noch das beträchtliche unternehmerische Risiko auf sich genommen haben, so eine Firma aufzubauen. Mal davon ab bezahlen einige Großunternehmen ihre Angestellten auch mit Aktienoptionen, dann gehört den Angestellten ein Teil der Firma. Das sollte in der Tat deutlich häufiger umgesetzt werden, als es heutzutage der Fall ist, zumal es die Motivation fördert.

Klingt allerdings nach einer Welt, wo alles noch Okay schien (Anfang 70iger - Ende 90iger Jahre). Ich bezweifel sehr stark, dass das heute noch irgendwo vorkommt. Und das ist ja der Punkt an der zunehmenden Kapitalismus Kritik. Dein Beispiel wäre zum Beispiel eine von vielen Lösungen zu Kühnerts Frage.
 
OK, habe das Interview gerade gelesen und quasi alles was Kühnert vorgeworfen wird läuft praktisch komplett ins Leere.
Wir sollten das Thema nochmal auf den Tisch bringen wenn das Interview online kostenlos zu lesen ist.
Wenn ich später noch die Zeit finde (haha) dann zitiere ich Mal einiges aus dem Interview, das das Ganze Mal etwas kontextualisiert (beispielsweise wird das BMW-Beispiel von den Interviewer*innen aufgemacht, nicht von Kühnert selbst, er spricht sich mehrmals für einen evolutionär entstehenden und demokratischen Sozialismus aus und gegen einen autoritären Sozialismus etc.).
 
Damit haben die Redakteure auf jeden Fall einen Hit gelandet.
 
Vielleicht weil diese Mitarbeiter weder die Idee hatten, noch an der Anfangsinvestition beteiligt waren, noch das beträchtliche unternehmerische Risiko auf sich genommen haben, so eine Firma aufzubauen. Mal davon ab bezahlen einige Großunternehmen ihre Angestellten auch mit Aktienoptionen, dann gehört den Angestellten ein Teil der Firma. Das sollte in der Tat deutlich häufiger umgesetzt werden, als es heutzutage der Fall ist, zumal es die Motivation fördert.

Korrekt! Ohne den/die Gründer gebe es keine Firma und ohne Firma keine Angestellten...
 
Man kann ja von Spahn halten was man will aber im Gesundheitsressort macht er vieles richtig und gibt richtig Gas #neinichmagkeineCSUCDU #ichmagauchkeinenSpahn

Der scheint sich da echt Mühe zu geben und die richtigen Dinge anzustoßen.
 
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