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Der Politikthread

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Schon seltsam wie schnell man bei Sozialleistungen auf Inflation usw reagieren kann, man aber als Arbeitnehmer an 2-3 jährige Tarifverträge gebunden ist.

Definiere "schnell".

Bei Sozialleistungen hast du auch nicht einen Chef, der zuallererst auf seine Gewinnmaximierung schaut, bevor er einer Lohnerhöhung zustimmt.
 
Als Bürgergeld Empfänger, Mindestlohn Bezieher und zur Tafel geher begrüße ich die Erhöhung sehr. Dank Inflation war das mehr als nötig.

Aus einem Tagesschau Artikel:
"Die Erhöhung der Regelsätze kommt angesichts der anhaltenden Inflation viel zu spät", erklärte VdK-Präsidentin Verena Bentele. Auch der Paritätische Wohlfahrtsverband stellte skeptisch fest: "Diese Regelsätze sind und bleiben Armutssätze und gehen an der Lebensrealität der Menschen vorbei."

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/buergergeld-erhoehung-100.html

Darf ich fragen wie du damit zurechtkommst? Seelisch und geistig?
 
Schon seltsam wie schnell man bei Sozialleistungen auf Inflation usw reagieren kann, man aber als Arbeitnehmer an 2-3 jährige Tarifverträge gebunden ist.
Wenn das Bürgergeld wirklich das Existenzminimum darstellt muss es da aber auch deutlich schneller gehen. Denn ansonsten wäre das ja weniger als für das Leben/Überleben gebraucht wird.
Also ich zumindest hätte keine Lust bei den Aktuellen Preisen vom Bürgergeld leben zu müssen.
 
Darf ich fragen wie du damit zurechtkommst? Seelisch und geistig?
Klar darfst du fragen.
Also um ehrlich zu sein, geht das schon. Bzw habe ich ganz andere Probleme und Sorgen, die wesentlich schwerer wiegen.
Aber da ich aus ärmeren Verhältnissen komme, kenne ich es nicht groß anders. Habe erst mit Ü30 überhaupt eine Ausbildung gemacht. Mein Leben verlief nie sonderlich nach Plan.

Auf Wunsch kann ich per PM gerne ausführlicher schreiben, falls du Fragen hast.
 
Wenn das Bürgergeld wirklich das Existenzminimum darstellt muss es da aber auch deutlich schneller gehen. Denn ansonsten wäre das ja weniger als für das Leben/Überleben gebraucht wird.
Also ich zumindest hätte keine Lust bei den Aktuellen Preisen vom Bürgergeld leben zu müssen.

Naja, du hast 500 Steine Taschengeld, die beheizte Bude samt Einrichtung zahlt das Amt, dazu essen und Klamotten von der Tafel.
Eine vollzeitbeschäftigte Friseuse hat das nach Abzug aller Kosten nicht unbedingt.
 
Naja, du hast 500 Steine Taschengeld, die beheizte Bude samt Einrichtung zahlt das Amt, dazu essen und Klamotten von der Tafel.
Eine vollzeitbeschäftigte Friseuse hat das nach Abzug aller Kosten nicht unbedingt.
Doch, hat sie. Weil sie natürlich aufstocken kann.
Dass das nicht so sein sollte, ist doch klar.
Aber hört doch mal bitte auf Armutsbetroffene gegen Armutsbetroffene auszuspielen!
 
Doch, hat sie. Weil sie natürlich aufstocken kann.
Dass das nicht so sein sollte, ist doch klar.
Aber hört doch mal bitte auf Armutsbetroffene gegen Armutsbetroffene auszuspielen!
Geht nicht um ausspielen. Geht darum, dass man mit Bürgergeld doch gut leben kann. Manchmal genauso gut wie mit Arbeit, da man eben mit den 500€ nicht alles selbst bezahlen muss, mit 1500 jedoch schon.
 
@Mingo
Schau mal, 12% netto Erhöhung hat keiner, der arbeitet.
Dass die Ampel mal den Steuerfreibetrag und die Pendlerpauschale um 12% anpasst, kommt halt nie vor.
 
Geht nicht um ausspielen. Geht darum, dass man mit Bürgergeld doch gut leben kann. Manchmal genauso gut wie mit Arbeit, da man eben mit den 500€ nicht alles selbst bezahlen muss, mit 1500 jedoch schon.
Du widerholst etwas, was nicht richtig ist.
Du wirst mit Arbeit niemals weniger zur Verfügung haben als mit Bürgergeld. Du kannst auch als Erwerbstätige*r z.B. Wohngeld beziehen oder andere Unterstützungsleistungen erhalten, wenn man aufgrund zu niedrigen Einkommens und Vermögens dazu berechtigt ist.

Nochmal: Wenn man trotz Arbeit darauf angewiesen ist, Transferleistungen des Staates zu beziehen, dann sollten wir über die unzureichende Entlohnung in diesen prekären Arbeitsverhältnissen sprechen und nicht darüber, dass irgendjemandem damit geholfen wäre, wenn man wenigstens andere arme Menschen noch ärmer hält.

Im Übrigen "profitiert" auch die Frisörin, die nun mal leider aufstocken muss, von der Erhöhung von Transferleistungen (oder auch der Senkung von Berechtigungsgrenzen).
 
[Darf ich fragen wie du damit
Klar darfst du fragen.
Also um ehrlich zu sein, geht das schon. Bzw habe ich ganz andere Probleme und Sorgen, die wesentlich schwerer wiegen.
Aber da ich aus ärmeren Verhältnissen komme, kenne ich es nicht groß anders. Habe erst mit Ü30 überhaupt eine Ausbildung gemacht. Mein Leben verlief nie sonderlich nach Plan.

Auf Wunsch kann ich per PM gerne ausführlicher schreiben, falls du Fragen hast.

Gerne, da ich persönlich und in meinem sozialen Umfeld keinerlei Berührungspunkte damit habe. Die Erfahrungswerte eines Betroffenen interessieren mich ungemein. Also wenn du magst, können wir gerne über PM weiterschreiben. Ich würde mich freuen :)
 
Und weil das scheiße ist, soll es anderen noch beschissener ergehen?
Ich bin der Erste der jede Erhöhung von niedrigen und mittleren Einkommen sofort unterzeichnen würde.
Nein, die Politik ist scheisse und scheint die "Mittelschicht" aus den Augen zu verlieren. Alles wird teurer, aber die Mittelschicht muss selbst sehen, wie sie das stemmt.
Ausserdem ging es ursprünglich darum, dass man wie gesagt mit Bürgergeld nicht automatisch ein abgehängtes Leben führen muss, sondern immer noch daran gut teilhaben kann.
 
Du widerholst etwas, was nicht richtig ist.
Du wirst mit Arbeit niemals weniger zur Verfügung haben als mit Bürgergeld. Du kannst auch als Erwerbstätige*r z.B. Wohngeld beziehen oder andere Unterstützungsleistungen erhalten, wenn man aufgrund zu niedrigen Einkommens und Vermögens dazu berechtigt ist.

Nochmal: Wenn man trotz Arbeit darauf angewiesen ist, Transferleistungen des Staates zu beziehen, dann sollten wir über die unzureichende Entlohnung in diesen prekären Arbeitsverhältnissen sprechen und nicht darüber, dass irgendjemandem damit geholfen wäre, wenn man wenigstens andere arme Menschen noch ärmer hält.

Im Übrigen "profitiert" auch die Frisörin, die nun mal leider aufstocken muss, von der Erhöhung von Transferleistungen (oder auch der Senkung von Berechtigungsgrenzen).
Du musst mit einbeziehen, dass die Friseuse sich 40h die Woche die Beine in den Bauch steht, während sie malocht. Für nen Hunni mehr die Woche 40h arbeiten ist jetzt auch nicht so prall.
 
Ausserdem ging es ursprünglich darum, dass man wie gesagt mit Bürgergeld nicht automatisch ein abgehängtes Leben führen muss, sondern immer noch daran gut teilhaben kann.
Darum ging es nicht ursprünglich, darum geht es wenn dann seit du dem Thema diesen Drive gegeben hast.
Und selbst wenn es so wäre, dass man mit Bürgergeld ein "gutes" Leben führen könnte, dann wäre das doch eine tolle Sache? Ich gönne jedem Menschen ein gutes - sprich: würdiges - Leben.

Dass man allerdings in ganz vielen Lebensbereichen sehr wohl abgehängt ist, steht allerdings komplett außer Frage.
 
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