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Der Politikthread (1 Betrachter)

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Du, ich hab lediglich ne Wirtschaftsexpertin, die neulich bei Lanz auf der Couch saß, zitiert.
Eine Wirtschaftsexpertin, die bei Lanz saß, zitiert, wundervoll.
ung anging (was ja oft als Mangelwirtschaft bezeichnet wurde) aus heutiger Sicht ein realistisches Maß an Wohlstand, wenn man eine globale Gerechtigkeit zum Maßstab nimmt, in der alle Menschen gerecht versorgt werden.
Mit einem Resourcenverbrauch, der deutlich über dem kapitalistischen System lag, in jeglicher Hinsicht. Von der Umweltverschmutzung fange ich gar nicht erst an.
ein völlig ausser Kontrolle geratener Reichtum von Privatpersonen und globalen Unternehmen
Was zwar in einer Verteilungsideologie eine Rolle spielt, aber keineswegs in einer Debatte um den Klimaschutz.
Irgendwo hier in Europa (ich glaube sogar in Deutschland) steht ein großer Rechner, der jeden Tag eine Zahl für den Petro-Dollar ausspuckt. Nach dieser Zahl orientiert sich die ganze Welt. Putin lässt sie sich wohl jeden Morgen auf einem Tablett servieren. Ich würde mal sagen, wir sind da jetzt nicht ganz so weit von entfernt. :D
Ja, Bullshit, aber in gewissen Kreisen wohl für einen Lacher gut. Hast Du jetzt auch noch konkrete Lösungsansätze?
 
Nochmal: DU hast zu Optimismus aufgerufen und bemühst Lösungsansätze, die schon in der Vergangenheit nicht funktionierten. Ich sage, ein Pessimissmus ist begründet. Natürlich kann nur dieses System die Wende bringen. Es ist nur nicht wahrscheinlich.
 
Es ist besser als jegliches andere System, was wir kennen! Nenn mir eine Alternative? Da kam ja nichts. Und ja, trotzdem bleibe ich optimistisch, denn Pessimisten haben noch nie etwas bewegt. Aber daß ist deine Entscheidung :)
 
Das sehe ich wiederum optimistischer. In der Zivilgesellschaft erkennen das immer mehr Menschen und versuchen ihr Leben alternativer zu gestalten. Sie kommen dabei an ihre Grenzen und werden zur politischen Kraft. Es funktioniert, wenn überhaupt. immer nur über Druck von aussen. Der Markt oder das System regelt da gar nichts.
 
Aber keiner (der halbwegs realistisch denkt) stellt das System komplett in Frage. Das nennt man geregelten Kapitalismus oder Sozialdemokratie. Und trotzdem nein, der Markt regelt perfekt, bloß nich vielleicht perfekt im Sinne der Mehrheit. Und genau dafür haben wir eben dieses System.
 
Blöd nur, dass der überwiegend Teil der Welt nicht so sozialdemokratisch unterwegs ist. Aber die kriegen wir schon noch, mit sozialdemokratischen Wandel durch Handel … :ugly:
 
Und mal wieder, was sind deine Alternativen? Waffen? Wollen wir sie zwingen? Dein :ugly: ist ja witzig, aber Lösungen fehlen schon wieder. Ja well…
 
Großbritannien - Misstrauensvotum gegen Premierminister Johnson in Konservativer Partei

Der wegen der „Partygate-Affäre“ in die Kritik geratene britische Premierminister Johnson muss sich heute Abend einem Misstrauensvotum seiner Konservativen Partei stellen. Wie ein Sprecher in London mitteilte, wurde die notwendige Zahl an entsprechenden Anträgen von Tory-Abgeordneten erreicht. Den Anstoß zu dem Misstrauensvotum gab ein Skandal um Feiern in Regierungsgebäuden, mit denen gegen Corona-Auflagen verstoßen wurde.


https://www.deutschlandfunk.de/miss...ster-johnson-in-konservativer-partei-100.html
 
Aber keiner (der halbwegs realistisch denkt) stellt das System komplett in Frage. Das nennt man geregelten Kapitalismus oder Sozialdemokratie. Und trotzdem nein, der Markt regelt perfekt, bloß nich vielleicht perfekt im Sinne der Mehrheit. Und genau dafür haben wir eben dieses System.

:???: Wenn es nach dem perfekten Markt gehen würde, würde z.B. der Planet schlicht zerstört, weil der Umwelt kein Preis zugewiesen wird.
 
Aber keiner (der halbwegs realistisch denkt) stellt das System komplett in Frage. Das nennt man geregelten Kapitalismus oder Sozialdemokratie. Und trotzdem nein, der Markt regelt perfekt, bloß nich vielleicht perfekt im Sinne der Mehrheit. Und genau dafür haben wir eben dieses System.
Der Markt regelt keineswegs perfekt, weil wir keinen vollkommenen Markt haben. VWL, 1. Semester ;)
 
:???: Wenn es nach dem perfekten Markt gehen würde, würde z.B. der Planet schlicht zerstört, weil der Umwelt kein Preis zugewiesen wird.

Ja, und? Der Markt funktioniert innerhalb seiner Regeln, wie jedes System. Wenn Du die Umwelt schützen willst, mußt Du die Kosten in die Regeln einspeisen, dann funktioniert das auch wieder. Deswegen rede ich ja auch immer von einem geregeltem Markt/Kapitalismus
 
Ja, und? Der Markt funktioniert innerhalb seiner Regeln, wie jedes System. Wenn Du die Umwelt schützen willst, mußt Du die Kosten in die Regeln einspeisen, dann funktioniert das auch wieder. Deswegen rede ich ja auch immer von einem geregeltem Markt/Kapitalismus
Nochmal: Der Markt funktioniert NICHT. Es gibt auch nicht DEN Markt. Niemand preist die Umwelt ein, weil dem Menschen die Schlussfolgerung für den eigenen Grenznutzen schlicht fehlt.
 
Wahrscheinlicher, als das die verschiedenen Märkte der Welt sich auf globale und verbindliche und dann auch noch wirklich sinnvolle Regeln zum Schutze der Umwelt einigen, ist es, dass uns in den nächsten 10-20 Jahren immer mehr ökologische und selbstgemachte (Kriege) Krisen heimsuchen, die in sich auch unheilvolle Kettenreaktionen auslösen und die auch reiche Länder wie Deutschland an ihre finanziellen Belastungsgrenzen bringen. Vermutlich muss so etwas erst passieren, um solche Regeln zu schaffen. Man kann düster in die Zukunft schauen, da es sehr viele Menschenleben kosten wird, um sich auf die Vernunft zu besinnen. Und das alles für ein Wirtschaftswachstum, dem es nur um Quantität geht. Was produziert wird, ist im Grunde genommen egal. Hauptsache es ist mehr als im letzten Jahr. Da müsste man rangehen und einen Index schaffen, der qualitativ dagegen hält.
 
Gestern mit ner Freundin einen Trinken gewesen, deren Mutter Russin ist. Der Abend war schön, wir hatten uns lange nicht gesehen und uns viel zu erzählen. Bis wir, erst sehr spät, auf den Ukraine-Krieg zu sprechen kamen. Genauer: Sie sprach das Thema an. Ich wusste irgendwann nicht mehr, wie ich damit umgehen sollte. Es schien mir, sie hätte über Monate russische Propaganda gefressen, die sie mir hochemotional und vom Alkohol verstärkt regelrecht um die Ohren haute. Dabei hatte ich die meisten Bälle einfach liegen gelassen und mich aufs Zuhören und Fragen reduziert. Aber allein das war für sie oft schon Provokation genug. Wilde Behauptungen, wie dass 2014 ein Genozid an rein russischsprachigen Menschen in der Ost-Ukraine stattgefunden hat und 100.000 Menschen an einem Tag dort erschossen wurden, hat sie dann heute per Textnachricht zurückgenommen. Gestern war das aber noch DAS Argument für Putin und diesen Angriffskrieg. Selenskji ist ein Faschist für sie. Die Nato, der Westen bla. Ach ja und Putin könnte die Ukraine ruckzuck einnehmen, aber er geht da eher behutsam vor, zum Schutze seiner eigenen Leute. Was sie aber emotional am meisten aufwühlte, war „die uneingeschränkte Solidarität mit der Ukraine“ in Deutschland und das Russland als der Buhmann dasteht. Hier geht was gewaltig Schief, die Medien wären alle gleichgeschaltet usw. Am liebsten wäre es ihr, das Land in der Mitte zu teilen.
Für mich war das wirklich ein Schock, da ich mich nicht groß mit russischer Propaganda beschäftige und die Kanäle nicht schaue (ihre Quellen wollte sie auch nicht so gerne nennen, bezog sich viel auf russischsprachige Freunde). Aber wie sich das an einzelnen Personen und Gruppen ideologisch verfängt und sich mit den Gefühlen vernetzt, wie perfide Putins Propaganda tatsächlich ist, das hab ich gestern 1:1 ungefragt erleben dürfen. Krass!

Als wir uns in den frühen Morgenstunden trennten und sie sich auch wieder beruhigt hatte, fragte sie mich noch, wie mir denn mein Facebook-Entzug so bekommen wäre. Wie üblich äusserte ich mich überaus positiv darüber. Als ich nachhause fuhr fragte ich mich, ob die Frage vielleicht mit ihrer persönlichen Facebook-Blase zu tun hatte …
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
War Deine Meinung dazu nicht Thema ? Hast Du die zum Wohle des Abends / Freundschaft nicht geäußert oder hat sie die akzeptiert ?

Hab auch einen russischen Kumpel. Einen sehr guten Kumpel.
Er war erst engagierter Schwurbler und das hat schon echt gestört aber man kennt sich ja schon lange.
Dummerweise ist er auch russischer Herkunft und seit der „Spezialoperation“ hat er sich jetzt komplett von uns zurückgezogen.
 
Also erstmal hatte ich dafür nur wenig Gelegenheit, weil sie sich ja regelrecht in Rage redete. Dann bist du ja mit Äusserungen und Behauptungen konfrontiert, die eigentlich nicht zum normalen Diskurs gehören. Also stelle ich Fragen, äußere maximal meine Zweifel. Es ergibt für mich auch keinen Sinn, voll in die Diskussion einzusteigen, so wie wir das vielleicht hier im Forum machen, Argument gegen Argument, wenn jemand dabei so emotional und wütend ist. Politische Diskussion nur mit Leuten, die dem auch gewachsen sind und die das Thema auch mit einem gewissen Abstand betrachten können. Kurz: Mit hat überhaupt nichts daran gelegen, ihren Kram mühsam zu widerlegen.
 
Kann man so machen.
Dafür bin ich vermutlich zu impulsiv aber Freunde haben da bei mir auch n fetten Bonus.
Besagter Kumpel hat sich bei uns zuhause auch in Rage geredet (Corona) und irgendwann waren wir dann
bei der Judenverfolgung angekommen und dann ist einfach fertig.
Also hab ihm freundlich gesagt, dass ich komplett anderer Meinung bin, die Dikussion gerne beenden würde und ich seine sehr fanatische Meinung deshalb tolleriere, da wir uns schon so langen kennen und mögen.
Das war aber tatsächlich auch okay für ihn und hat dem gemeinsamen Mittag nicht geschadet, was ich ihm anrechne.
 
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