Schwierige Anschuldigung.
Ja, schwierig durchaus, aber eine legitime Diskussion.
Natürlich ist und bleibt der EInmarsch Russlands aus völkerrechtlicher Sicht falsch und aus humanitärer Sicht eine Gräueltat, bei der ich mir wünsche, ich würde an so Dinge wie Fegefeuer und Hölle glauben, damit ich wenigstens dieses Schicksal für Putin reserviert sähe.
Aber der Fakt bleibt: Die Ukraine wehrt sich heldenhaft, aber eine Vertreibung der Invasoren und ein damit einhergehender Sieg ist komplett unrealistisch.
Putin wird mit zunehmendem Widerstand härtere Geschütze auffahren und mehr Leid über das Land bringen. Und je mehr die dadurch erlangten Fortschritte - die es früher oder später geben wird - sichtbar sind, um so weniger wird er von seinen Forderungen abrücken und sogar wie gestern angekündigt noch mehr fordern.
Es ist eine scheiß Situation für die ukrainische Führung. Wie lange will man für sein Recht kämpfen, wenn es den Tod für so viele Landsleute bedeutet und immer wachsende Zerstörung?
Die einzige Situation, in der es sich schlagartig bessern könnte wäre ein Putsch in Russland und eine Absetzung Putins. Aber das ist ein Pokerspiel, bei dem ich nicht weiß ob es sich lohnt.
Nach außen sitzt Putin fest im Sattel.
Klar ist natürlich, dass eine eventuelle Putschistengruppe laufende Vorbereitung unter allerallerstrengster Geheimhaltung durchführen würde, damit man Putin unvorbereitet trifft (und nicht selbst vorher ausgeschaltet wird). Aber ist das wirklich so? Wäre es erfolgreich? Oder ist das nicht was, was in 1-2 Jahren passieren wird, aber nicht jetzt?