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Der Politikthread (3 Betrachter)

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Wird nur nicht funktionieren, da die Nazi-Keule eben nicht mehr zieht. Der einzig realistische Weg ist es, sich inhaltlich mit den AFD-Positionen auseinander zu setzen. Aber das fürchtet die Regierung ja wie der Teufel das Weihwasser, denn dann müsste man der AFD in Punkten ja womöglich recht geben und würde seine eigene, fehlgeleitete Politik eingestehen müssen. Da ist es halt bequemer einfach Panik zu machen und die Nazi-Keule zu schwingen.
Im Gegenteil: das Traurige ist, dass das schon lange gemacht wird!
Was den Nazis ihr "Ausländer raus!" ist, das nennen die bürgerlichen Parteien einfach "Rückführungsverbesserungsgesetz". Die Konsequenzen unterscheiden sich nicht so groß, aber wenn man die selben Praktiken hinter euphemistischen Worthüllen versteckt, sind auch Grüne und SPD bereit, menschenverachtende Politik mitzuverantworten - natürlich nur mit Bauchschmerzen, immerhin!

Ich gebe dir in dem Punkt recht: die Nazi-Keule hat dann keine Durchlagskraft mehr, wenn diejenigen, die sie schwingen, dies nur tun um sich im Label zu unterscheiden und nicht in ihrer Pragmatik.
Dabei wäre es ein Einfaches sich inhaltlich ganz klar von der AfD abzugrenzen und eine Politik nach anderer Wertvorstellung zu betreiben. Das wäre wenigstens ein klares Angebot, für das man sich bei der Wahl entscheiden könnte. Stattdessen hat man die AfD und die restlichen Parteien, die sich prinzipienlos dem AfD-Klientel - die einen unverhohlener als die anderen - anbiedern.
Dass das der AfD offensichtlich nicht schadet, sieht man anhand immer weiter steigender Umfragewerte. Den Einzigen, denen es schadet, sind die Menschen, gegen die sich diese Politik richtet - ganz gleich ob es nun das Original ist oder die rot/gelb/grün/schwarze Kopie.
 
…und damit wird das Problem ja auch wieder ruckzuck auf die Wählerinnen und Wähler abgewälzt, für deren Bildungsstand insbesondere die großen Regierungsparteien der letzten 20 Jahre verantwortlich sind.

Was für ein blödes Dilemma. Darüber sollte man wirklich mal nachdenken, anstatt jetzt argumentative Flickschusterei zu betreiben. Oder wie sehen Deine Lösungsansätze jetzt aus?? Das „klare Angebot“ ist der sichere Untergang - und das ist wahrscheinlich nicht nur meine größte Befürchtung.
 
ich versteh das jetzt nicht..


die afd is doch die partei, die überall und zu jedem thema angst verbreitet. ob es um migranten, corona oder die heizung geht. alles steht vor dem kollaps,, ich werde abgestochen, wenn ich nur vor die tür gehe und ab morgen ist es kalt in der wohnung, die regale sind leer und ich muss jeden tag richtung mekka beten. ja, das ist sehr bequem, panik zu verbreiten. und es ist sehr simpel, darauf hereinzufallen.

Das Schnitzel! Sie nehmen dir dein Schnitzel weg! Nicht vergessen, bitte.

Ich hab heute übrigens gut gelacht als die AfD die Recherche als größten Journalismusskandal der Bundesrepublik bezeichnete (ich dachte das wären gewisse Tagebücher, eine Bus-Geiselname und der sogar verfilmte Stories erfindende Auslandsjournalist gewesen, aber gut) und investigativen Journalismus gleichzeitig mit Geheimdienstmethoden verglich... Chrupalla dann auf die Frage, ob auch er sich mit offen bekennenden Neonazis trifft: "Das geht Sie einen feuchten Kehricht an!" :lol:

Naja, immerhin hat er kein "nein" gelogen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was willst Du über eine „Könnte“-Möglichkeit groß kommunizieren? Dazu müssen sie sich erstmal Alle einig sein, woher das Geld kommen soll und wo man kürzen will. Dann kann man etwas beschließen und danach kommunizieren.
Über Alles möglichweise/vielleicht/könnte/unter Umständen eine Pressekonferenz abzuhalten ist nun wirklich nicht sinnvoll. Dafür wird über viel zu viel intern geredet und diskutiert. Ist nicht wie in Social Media, wo jeder seine Gedanken raushaut, die ihm gerade durch den Schädel geistern. Ist mir bei vielen Politikern schon heute zu viel.
 
Was willst Du über eine „Könnte“-Möglichkeit groß kommunizieren? Dazu müssen sie sich erstmal Alle einig sein, woher das Geld kommen soll und wo man kürzen will. Dann kann man etwas beschließen und danach kommunizieren.
Über Alles möglichweise/vielleicht/könnte/unter Umständen eine Pressekonferenz abzuhalten ist nun wirklich nicht sinnvoll. Dafür wird über viel zu viel intern geredet und diskutiert. Ist nicht wie in Social Media, wo jeder seine Gedanken raushaut, die ihm gerade durch den Schädel geistern. Ist mir bei vielen Politikern schon heute zu viel.

Ich lehn mich mal aus dem Fenster und sage es geht Mondknallschlumpf eher darum, dass Lindner dem ganzen erst ne Abfuhr erteilt und es "ganz sicher nicht" kommt und nun "könnte" doch darüber abgestimmt werden.
 
Das ist kein echter Widerspruch, selbst wenn es noch in dieser Legislaturperiode beschlossen werden könnte, wird es frühestens in der nächsten ausgezahlt. Und das war in den Plänen nie umstritten, auch nicht von Lindner. Ist aber schlechter Stil, etwas zu beschließen, was dann die Nachfolgeregierung ausführen muß. Mal davon abgesehen, wer für die Milliarden zurückstecken muß.
 
Ich habe hier öfter herausgelesen, dass man sich wundert ,warum die Grünen bei den Leuten nicht so gut ankommen.
Der Auftritt von Ricarda Lang bei Markus Lanz war ein sehr gutes Beispiel dafür, warum ich niemals mein Kreuz bei grün machen würde.
Abgesehen davon, dass es sehr anstrengend war der Frau zuzuhören, der Auftritt hat wieder mal ganz klar gezeigt, dass die Grünen in ihrer eigenen Traumwelt leben.
Wer so realitätsfern argumentiert, stößt bei der Wählerschaft nicht gerade auf Gegenliebe.
Die Krönung war, dass die Frau nicht einmal weiß, wie hoch unsere Durchschnittsrente ist.
Wie man so etwas abfeiern kann, ist mir unerklärlich.

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wie man nicht verstehen kann dass ein harter Umbruch für unser aller Überleben unumgänglich ist kann ich nicht verstehen...
 
Ein "harter Umbruch" erreicht in der Regel aber auch zuverlässig das genaue Gegenteil von dem, was man eigentlich vorgehabt hat.

Vor allem dann, wenn man wie jetzt in der Regierung den Großteil der Anreize zu einem klimafreundlichen Umbau an Gutverdiener verteilt und den Rest unter den Tisch fallen lässt.
 
Ich habe hier öfter herausgelesen, dass man sich wundert ,warum die Grünen bei den Leuten nicht so gut ankommen.
Der Auftritt von Ricarda Lang bei Markus Lanz war ein sehr gutes Beispiel dafür, warum ich niemals mein Kreuz bei grün machen würde.
Abgesehen davon, dass es sehr anstrengend war der Frau zuzuhören, der Auftritt hat wieder mal ganz klar gezeigt, dass die Grünen in ihrer eigenen Traumwelt leben.
Wer so realitätsfern argumentiert, stößt bei der Wählerschaft nicht gerade auf Gegenliebe.
Die Krönung war, dass die Frau nicht einmal weiß, wie hoch unsere Durchschnittsrente ist.
Wie man so etwas abfeiern kann, ist mir unerklärlich.

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Das ist aber leider bei allen grossen Parteien so. Irgendwie hab ich das Gefühl keiner hat mehr einen Bezug zu dem normalen Bürger, die leben alle in ihrer eigenen Blase fernab von der Realität.
Ich habe bis jetzt immer in meinem Leben SPD gewählt, schien mir immer ein guter Kompromiss zu sein. Wenn jetzt allerdings Wahlen wären wüsste ich nicht wen ich wählen sollte, AfD käme eh nie in Frage. Aber ich hab mich als Wähler noch nie so verloren gefühlt wie jetzt.
 
Das Klima wird von Rechtsradikalen und Sympathisanten vergiftet. Alles nur noch Fakenews, was nicht ins Weltbild passt oder von "den da oben" gesteuert. Weil irgendjemand muss ja an dem eigenen verkorksten Leben schuld sein, nur nicht man selbst. Man kann mit vielem was Politiker entscheiden unzufrieden sein, aber nichts davon rechtfertigt das Erstarken der afd. Das geschieht einzig aufgrund von Hass und Hetze gegen Minderheiten.
 
Das ist aber leider bei allen grossen Parteien so. Irgendwie hab ich das Gefühl keiner hat mehr einen Bezug zu dem normalen Bürger, die leben alle in ihrer eigenen Blase fernab von der Realität.
Ich habe bis jetzt immer in meinem Leben SPD gewählt, schien mir immer ein guter Kompromiss zu sein. Wenn jetzt allerdings Wahlen wären wüsste ich nicht wen ich wählen sollte, AfD käme eh nie in Frage. Aber ich hab mich als Wähler noch nie so verloren gefühlt wie jetzt.

Verloren nicht, aber nicht mehr repräsentiert. Ich wüsste auch 0,0 wen ich wählen soll. Ich weiß nur, ähnlich wie bei dir, wen ich nicht wähle, nämlich jegliche radikale und/oder antidemokratische Parteien am Rand. Denn die Themen die mir wichtig sind und die imo essentiell für die Zukunft dieses Landes sind, traut sich durch die Bank weg keine Partei anzugehen (mit teilweise Ausnahme Klimawandel bei den Grünen), weil man mit diesen Themen nur verlieren kann. Demografischer Wandel/Rente, Digitalisierung/Entbürokratisierung, innere/äußere Sicherheit, Klimawandel, Demokratiemüdigkeit. Schlimmer noch, teils werden aktiv Nebelkerzen geworfen, um Aktivismus vorzutäuschen, wie bei der inneren und äußeren Sicherheit.
 
wie man nicht verstehen kann dass ein harter Umbruch für unser aller Überleben unumgänglich ist kann ich nicht verstehen...

Wenn man das alles seit 120 Jahren nicht ignoriert hätte, und auch die Dekaden mit CDU/CSU-Ministerien davor (soooo oft hatten die Grünen die entsprechenden Posten nu auch noch nicht), wäre es auch gar nicht so hart.

Kennt man ja selbst auch, wenn man mit irgend ner schweren Aufgabe bis 2 Stunden vor Fristende wartet statt sich die ganzen Monate vorher bereits in kleinen Stücken drum gekümmert zu haben.
 
Verloren nicht, aber nicht mehr repräsentiert. Ich wüsste auch 0,0 wen ich wählen soll. Ich weiß nur, ähnlich wie bei dir, wen ich nicht wähle, nämlich jegliche radikale und/oder antidemokratische Parteien am Rand. Denn die Themen die mir wichtig sind und die imo essentiell für die Zukunft dieses Landes sind, traut sich durch die Bank weg keine Partei anzugehen (mit teilweise Ausnahme Klimawandel bei den Grünen), weil man mit diesen Themen nur verlieren kann. Demografischer Wandel/Rente, Digitalisierung/Entbürokratisierung, innere/äußere Sicherheit, Klimawandel, Demokratiemüdigkeit. Schlimmer noch, teils werden aktiv Nebelkerzen geworfen, um Aktivismus vorzutäuschen, wie bei der inneren und äußeren Sicherheit.
Mir geht es irgendwie ähnlich.
Ich habe jetzt seit mittlerweile 35 Jahren von meinem Wahlrecht Gebrauch gemacht, viele politische und gesellschaftliche Höhen und Tiefen erlebt, wurde gut erzogen, durfte eine hervorragende Ausbildung genießen, habe eine Familie gegründet und die Grünen sogar bei der letzten Wahl in die Regierung gewählt.

Momentan sieht meine Gemütslage aber eher so aus wie bei vielen meiner Freunde und Bekannten auch, dass ich gerade die letzte Handlung langsam bereue, was zugegebenermaßen auch an den völlig unfähigen Koalitionspartnern liegt, aber es sind derzeit leider genau "die da oben", über deren Handlungen, Kommunikation, schlechte Bildung und Inkompetenz man eigentlich schon nicht mehr streiten kann.

Wir haben einen völlig charismabefreiten Lügner mit Gedächtnisverlust als Kanzler, einen widerlichen Lobbyisten als Finanzminister, eine Außenministerin, die alles dafür tut, im Ausland nur schwer ernstgenommen zu werden, einen Gesundheitsminister, der *piiiieeep* und zu allem Überfluss hat die von mir gewählte Partei nun eine Vorsitzende, die so weit weg von der Realität der Bürger sitzt, dass es mittlerweile nur noch richtig wehtut. Ich wäre da wohl auch noch nicht am Ende. Der einzige Lichtblick in dieser Partei ist für mich immer noch ihr Vorgänger Habeck. Da habe ich mich also wohl völlig verschätzt. Mein Fehler!

Ich will damit sagen, dass es doch vor allem tatsächlich derzeit "die da oben" @NurTim sind, die es Populisten wie der AfD viel zu einfach machen, die passenden Steilvorlagen liefern, die man eigentlich gar nicht mehr vorbeischießen kann. Klar sind Regierungsparteien unstreitig noch das geringere Übel, aber ich kann es mittlerweile niemandem mehr verdenken, sich wirklich völlig angepisst und ignoriert zu fühlen. Dazu muss man ja noch anmerken, dass es eine zukünftige Nichtwählerschaft auch fast nicht besser macht, soweit ist die AfD ja schon mittlerweile in den Umfragen etabliert bzw. eskaliert.

Ich möchte damit nur sagen, dass diese Argumente wie die eines "falschen Weltbildes", "Hören auf Fake-News", "verkorkstes Leben" etc. wie von @NurTim m. E. in den meisten Fällen eben nicht der Grund für das Erstarken der AfD sind, sondern in erster Linie sind es nun mal die Folgen und damit tatsächlich "die da oben", die es jämmerlich versäumt haben, den vorher noch hoffnungsvollen Wähler (wie mich auch), der sie überhaupt erst in diese Position gebracht hat, richtig abzuholen, geschweige denn mitzunehmen. Das Bashing auf größtenteils "normale" Bürger als AfD-Sympathisanten kann man m. E. so einfach nicht stehen lassen. Ich zumindest halte das für sehr viel komplexer und mache mir das nicht so einfach.
 
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