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Der Politikthread (1 Betrachter)

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Was wird eigentlich seitens der EU getan, um den Flugverkehr einzudämmen? Was wird getan, damit wieder mehr vor Ort produziert wird? Was passiert bzgl. bezahlbarem Wohnraum, damit die Leute häufig nicht so weit fernab ihrer Arbeit wohnen müssen? Was tut sie für die Leute, die sich die Maßnahmen zur Eindämmung der Klimaerwärmung finanziell nicht leisten können?

Aber Hauptsache, die Privatperson, die einen Verbrenner-PKW fährt, ist der Hauptverantwortliche für die menschengemachte Klima-Erwärmung, und soll dafür die Konsequenzen tragen.

Ich bin voll dafür, dass wir unseren Planeten schützen und gegen die Klima-Erwärmung vorgehen, aber die Einseitigkeit der Maßnahmen ist einfach nicht zu Ende gedacht. Aber hey, hängt mich auf, wenn ich in 2035 noch einen Benziner fahren möchte, und lobet mich, wenn ich ein Elektro-Auto fahre und 5x im Jahr in Urlaub fliege.

Und nein, ich bin weder Lobbyist für die Auto-Industrie noch FDP-Wähler.

ich hab heute noch gelesen dass der Flugverkehr ordentlich zurechtgestutzt wird, ich find dazu nur gerade nix. Muss man halt auch lesen :)
 
Da hatte man aber auch noch gehofft dass es irgdendwo in der Partei dort wirklich noch Liberale gab. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Das auch, ja.

Bei mir liegts aber eher daran, dass ich das "der Markt regelt alles am besten " Gewäsch aus dem Studium nicht mehr nachvollziehen kann und sich meine Grundeinstellung sehr stark nach links/grün verschoben hat.
 
Mein Freund Lauterbach hat ja heute einen schönen Tweet zu den Affenpocken abgelassen mit dem Einführungssatz „STIKO empfiehlt Impfung“ aber er läßt das „für Risikogruppen“ schlicht weg, wahrscheinlich weil es ja in seinem Zitat steht.

Völlig hirnverbrannt der Kerl und seine Twitterleistungen werden nicht nur langsam ziemlich grenzwertig.

Schön ist allerdings, dass er es mir leicht macht, ihn auch in diesem Thread zu kritisieren :D Find ich gut!
 
Ja, ich habe die SPD in erster Linie gewählt, um eine CDU geführte Regierung zu verhindern. Denn es war schon sehr viele Wochen vor dem Wahlabend an den Zahlen erkennbar, dass Frau Baerbock sich selbst zerlegt hatte. Mit der CDU musste man bis zum letzten Moment rechnen. Ich bin auch immer noch der Meinung, dass Frau Baerbock keine gute Figur als Kanzlerin gemacht hätte. Damals konnte man davon aber noch weniger ausgehen als heute, nachdem sie eine überraschend gute Figur als Außenministerin macht. Was aber vor allem daran liegt, dass sie sich angesichts des Krieges sehr emotional zeigen darf, obwohl sie unterm Strich nicht mehr verspricht als Scholz gestattet. Und das ein Laschet heute eine Katastrophe wäre, da gibt es sicherlich auch keine zwei Meinungen. Insofern schäme ich mich für meine Wahl nicht.
Gut gesagt und kann ich so unterschreiben. Ich bin auch immer noch froh, daß wir in diesen Zeiten einen Scholz als Kanzler haben und eben nicht Baerbock oder Habeck. Auch wenn sie in ihren aktuellen Positionen einen guten Job machen, wären sie als Kanzler oder Kanzlerin imho hoffnungslos überfordert gewesen. Und daß sie aktuell so glänzen, hat auch viel damit zu tun, daß sie einen ruhigen und unaufgeregten Kanzler haben, der schon per Amt nicht so reden und agieren kann, wie die Beiden. Gute Abeitsteilung bisher, darüber können wir froh sein! Mögen noch so viele Leute an Scholz rummäkeln, imho macht er genau den richtigen Job.
 
Wenn er wirklich alles richtig machen würde, hätte er bessere Umfragewerte. Das unterscheidet ihn dann wohl doch von einer Angela Merkel. Dann wäre ein lediglich taktierender Merz, der keinen echten Gegenentwurf hat, nicht so erfolgreich. Aber gut, Scholz hat ja noch nicht mal ein Jahr rum und musste in der kurzen Zeit mehr leisten, als seine Vorgänger.
 
Gute Arbeit bedeuten leider nicht zwangsweise gute Umfrage werte (und vice versa), dafür habe die Meisten leider viel zu wenig Ahnung von Politik. Ist halt weder ein Marketing-Guy noch ein Selbstdarsteller. Will ich in der Position auch nicht haben.
 
Okay, aber er muss schon im Blick haben, dass die Grünen ihn nicht die Show stehlen und er mit ihnen in vier Jahren die Plätze wechseln muss. :D
 
Nicht jeder, der in einer Partei ist, ist auch gleich ein Parteisoldat. Cale war bis wenige Wochen vor der Wahl noch der Ansicht, dass die SPD auf die Oppositionsbank gehört. Wenn ich mich recht entsinne.
 
Parteipolitik riecht man. Und selbst wenn man keine Nase besitzt dann sieht man es, einfach die vorhanden sinne nutzen.

Nenn es einfdach Betriebsblindheit, kennt jeder was das ist.
 
Das auch, ja.

Bei mir liegts aber eher daran, dass ich das "der Markt regelt alles am besten " Gewäsch aus dem Studium nicht mehr nachvollziehen kann und sich meine Grundeinstellung sehr stark nach links/grün verschoben hat.
Genauso gehts mir auch. Wie @Cale schon geschrieben hat, „regelt“ der Markt zwar, aber er regelt schlecht, da die Teilnehmer und die Bedingungen unvollkommen sind. Ich erinnere mich noch an die Adams-Lehre der unsichtbaren Hand - alles theoretisches Geschwätz der Mikroökonomik ohne Berücksichtigung der tatsächlichen makroökonomischen Umstände. Die Globalsierung und die heterogenen Märkte zwingen einen mittlerweile zu Links/Grün, wenn man bedenkt, welch wichtige Nutzen durch die kapitalistische Wohlstandstheorie auf der Strecke bleiben. Letztendlich machen Lobbys aber auch deren Politik leider nicht besser. Die begrenzten Ressourcen werden die Menschheit über kurz oder lang in die Knie zwingen.
 
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