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Der Politikthread

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ja es ist inszeniert, ja vll auch unnötig...aber im ernst: die beiden könnten auch am strand irgendwo liegen und nichts tun anstatt in russland was versuchen.
 
Wir alle haben davon profitiert. Wir alle haben gewusst, wie Putin sein Land regiert. Wir haben das alles billigend in Kauf genommen, so lange er es nicht übertreibt und wir von den günstigen Energiepreisen profitiert haben. Wir machen das immer noch, weil wir diese engen Verbindungen gar nicht mit einem Ruck abhacken können. Aber es ist immer schön, wenn man weiß, auf wen man mit dem Finger zeigen kann!

1. Ne, nicht alle haben genau gewusst was abgeht.
2. Ist mit dem Einmarsch in ein komplettes, souveränes Land eh ein ganz anderes Level erreicht.
3. Haben wir die Rohstoffe nicht bekommen, weil unser ehrwürdiger Herr Altkanzler da was vollbracht hat, was nicht eh passiert wäre. Er hat dabei einfach die Chance genutzt, um zu profitieren. Für mich seines ehemaligen Amtes unwürdig und umso mehr, wenn man überlegt was er ja eh schon von dt. Staatsseite bekommt.
 
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Dieses inszenierte Bild ... Die Schröders in Moskau. Die Schröder Kim mit gestelltem Bild, betend vorm Fenster mit Blick auf die Basilius-Kathedrale. Einst erbaut als Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit zu Ehren des Sieges des russischen Heeres. Später abgetragen und Umgebaut zur Basilius Kathedrale durch Iwan der Schreckliche. Kommentiert mit einem Pray-Emoji
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1. Ne, nicht alle haben genau gewusst was abgeht.
2. Ist mit dem Einmarsch in ein komplettes, souveränes Land eh ein ganz anderes Level erreicht.
3. Haben wir die Rohstoffe nicht bekommen, weil unser ehrwürdiger Herr Altkanzler da was vollbracht hat, was nicht eh passiert wäre. Er hat dabei einfach die Chance genutzt, um zu profitieren. Für mich seines ehemaligen Amtes unwürdig und umso mehr, wenn man überlegt was er ja eh schon von dt. Staatsseite bekommt.

Manchmal wollen wir es auch gar nicht so genau wissen. China ist da ja auch ein sehr schönes Beispiel. Was juckt‘s uns, so lange sie die Weltordnung nicht durch kriegerische Auseinandersetzung ins Wanken bringen. Was sie da im eigenen Lande machen, machen sie immerhin so, dass man es oft nur schwer nachweisen kann. Also ist es ja auch nur vielleicht passiert. Hauptsache, wir kriegen all die schönen Produkte von dort zu einem angemessenen Preis. Niemand von uns sagt laut, wir müssen uns davon lösen. Wir erwarten von unseren Politikern, dass sie das im Stillen unter Kontrolle halten.

Sicherlich hat Schröder da eine Chance genutzt, um zu profitieren. Er hat es bereits als Kanzler getan, um unseren Energiehunger zu stillen. Um unseren Wohlstand zu sichern und auch seinen eigenen. Schröder war und ist da ein aktiver Protagonist dieser Projekte, die sicherlich nicht alternativlos waren. Das ist imo nicht eindeutig, dass das so auf jeden Fall gekommen wäre und er nur ne Zecke im Fell des russischen Bären gewesen ist. Ob das nun langfristig gut oder schlecht war, darüber kann man ja unterschiedlicher Meinung sein. Für uns war es zumindest sehr günstig.

Schröder hat sich damals ruckzuck dafür entschieden, Putins Lobbyist zu werden. Das wird immer an ihm haften und das war seines Amtes unwürdig. Ich bin aber schon der Meinung, dass er das aus voller Überzeugung für das Projekt an sich gemacht hat und nicht nur, um sich die Taschen voll zu stopfen.
 
Ich habe mich heute zum Thema russische Militärdoktrin eingearbeitet und kann mal ein paar vielleicht interessante Insights zum Thema "liegengebliebene Panzer" bieten:

Im Westen werden Kampfpanzer so entwickelt und deren Personal so ausgebildet, dass der einzelne Panzer 1) im direkten Duell überlegen ist 2) leicht gewartet und repariert werden kann und 3) seine Crew maximal schützt und deren Überleben sichert. Im Westen ist jeder einzelne Panzer wertvoll.

Das krasse Missverhältnis in Sachen Panzern zwischen NATO und Russland (tatsächlich besitzt Russland mehr Kampfpanzer als alle NATO-Staaten zusammen) ist aber nicht darauf zurückzuführen, dass Moskau einfach mehr Geld in seine Panzerflotte steckt bzw. Panzer im Westen als erstes weggespart würden. Vielmehr entspricht es den gegensätzlichen Einsatzdoktrinen von NATO und Russland. Die NATO braucht nicht so viele Kampfpanzer, da schon in der Entwicklung und später auf dem Gefechtsfeld dafür gesorgt wird, dass jeder einzelne Panzer so lange wie möglich einsatzbereit bleibt.

Ganz anders Russland: Hier gilt der Panzer als Verbrauchseinheit - seine Crew damit logischerweise auch. Die Russen setzen Panzer in Massen ein. Die russischen Panzer sind auch kleiner, billiger in der Produktion und im Unterhalt und viel anfälliger für Beschuss als ihre westlichen Kontrahenten. Im direkten Duell 1 gegen 1 sind russische Panzer in der Regel unterlegen. Die russische Panzerwaffe setzt hingegen auf zahlenmäßige Überlegenheit. Ziel ist es, mit einer Übermacht gegen die westlichen Panzer anzurennen und diese unter hohen eigenen Verlusten auszuschalten.

Da Panzer als Verbrauchseinheit angesehen werden, wird ihnen auch kein so hoher Wert beigemessen (und in der Tat sind Ost-Panzer in der Anschaffung um ein Vielfaches günstiger als West-Panzer). D.h. fester Bestandteil der russischen Militärdoktrin ist es, beschädigte Fahrzeuge einfach aufzugeben und liegen zu lassen. Sie sollen maximal später eingesammelt werden, wenn das Gefechtsfeld zum Hinterland der Front geworden ist.

Westliche Staaten würden einen nicht mehr einsatzfähigen Panzer niemals einfach zurücklassen, sondern ihn eher selbst zerstören, ehe er dem Gegner in die Hände fällt. Das erklärt auch unser Kopfschütteln über die vielen Bilder von verlassenen Fahrzeugen. Deren Besatzungen aber haben wohl nur genau das getan, was sie in der Ausbildung gelernt haben (natürlich nur, falls das Fahrzeug wirklich ausgefallen ist und die Russen nicht doch desertiert sind).
 
So hat ja auch z. B. schon Stalin seine kämpfe geführt. Einfach unentwegt Leute nach vorn geschossen, teilweise ohne Waffe, damit sich der Gegner an der schieren Masse abarbeitet.
 
Es ist ja nur 1 Krieg. In 100 jahren ist die welt so oder so kaputt. Das einzige was man machen kann ist keine kinder in die welt zu setzen.

edit: upsi
 
Ganz anders Russland: Hier gilt der Panzer als Verbrauchseinheit - seine Crew damit logischerweise auch.
Dann haben sie ihre Taktik seit 1941 nicht wirklich weiterentwickelt, da haben sie es genauso gemacht. Und hatten damit Erfolg. Allerdings hatte Nazi-Deutschland auch keine industriellen Reserven mehr. Wäre echt traurig, wenn sie sich seitdem nicht weiter entwickelt hätten (obwohl wir jetzt davon profitieren würden).
 
@pil Ach was. Wir Menschen lernen ja, nur eben langsam. In 100 Jahren hat das Internet sicher schon ein Reset hinter sich.

@Leo_Lausemaus Der T-14 Armata ist ein russischer Kampfpanzer der neuen Generation und wird als der am besten geschützte Panzer der Welt gewertet. Das russische Militär kann auch anders. Aktuell würde ich sagen verläuft der Krieg eher wie ein Shitstorm via Twitter.
 
Ich habe mich heute zum Thema russische Militärdoktrin eingearbeitet und kann mal ein paar vielleicht interessante Insights zum Thema "liegengebliebene Panzer" bieten:

Im Westen werden Kampfpanzer so entwickelt und deren Personal so ausgebildet, dass der einzelne Panzer 1) im direkten Duell überlegen ist 2) leicht gewartet und repariert werden kann und 3) seine Crew maximal schützt und deren Überleben sichert. Im Westen ist jeder einzelne Panzer wertvoll.

Das krasse Missverhältnis in Sachen Panzern zwischen NATO und Russland (tatsächlich besitzt Russland mehr Kampfpanzer als alle NATO-Staaten zusammen) ist aber nicht darauf zurückzuführen, dass Moskau einfach mehr Geld in seine Panzerflotte steckt bzw. Panzer im Westen als erstes weggespart würden. Vielmehr entspricht es den gegensätzlichen Einsatzdoktrinen von NATO und Russland. Die NATO braucht nicht so viele Kampfpanzer, da schon in der Entwicklung und später auf dem Gefechtsfeld dafür gesorgt wird, dass jeder einzelne Panzer so lange wie möglich einsatzbereit bleibt.

Ganz anders Russland: Hier gilt der Panzer als Verbrauchseinheit - seine Crew damit logischerweise auch. Die Russen setzen Panzer in Massen ein. Die russischen Panzer sind auch kleiner, billiger in der Produktion und im Unterhalt und viel anfälliger für Beschuss als ihre westlichen Kontrahenten. Im direkten Duell 1 gegen 1 sind russische Panzer in der Regel unterlegen. Die russische Panzerwaffe setzt hingegen auf zahlenmäßige Überlegenheit. Ziel ist es, mit einer Übermacht gegen die westlichen Panzer anzurennen und diese unter hohen eigenen Verlusten auszuschalten.

Da Panzer als Verbrauchseinheit angesehen werden, wird ihnen auch kein so hoher Wert beigemessen (und in der Tat sind Ost-Panzer in der Anschaffung um ein Vielfaches günstiger als West-Panzer). D.h. fester Bestandteil der russischen Militärdoktrin ist es, beschädigte Fahrzeuge einfach aufzugeben und liegen zu lassen. Sie sollen maximal später eingesammelt werden, wenn das Gefechtsfeld zum Hinterland der Front geworden ist.

Westliche Staaten würden einen nicht mehr einsatzfähigen Panzer niemals einfach zurücklassen, sondern ihn eher selbst zerstören, ehe er dem Gegner in die Hände fällt. Das erklärt auch unser Kopfschütteln über die vielen Bilder von verlassenen Fahrzeugen. Deren Besatzungen aber haben wohl nur genau das getan, was sie in der Ausbildung gelernt haben (natürlich nur, falls das Fahrzeug wirklich ausgefallen ist und die Russen nicht doch desertiert sind).

Mit anderen Worten: Für Putin ist alles Kanonenfutter. Panzer oder Mensch, scheißegal.
 
@Leo_Lausemaus Der T-14 Armata ist ein russischer Kampfpanzer der neuen Generation und wird als der am besten geschützte Panzer der Welt gewertet. Das russische Militär kann auch anders. Aktuell würde ich sagen verläuft der Krieg eher wie ein Shitstorm via Twitter.

Ja, der T-14 ... Du meinst den glorreichen Kampfpanzer, der außerhalb von Militärparaden auf dem Roten Platz noch nie irgendwo gesehen worden ist? Und dass er der am besten geschützte Panzer der Welt ist, behauptet so weit erst mal Russland.

Mal abwarten, ob es dieser Wundertank überhaupt jemals auf ein Gefechtsfeld schafft ...

@Frystil Das ist tatsächlich eher die alte sowjetische/russische Militärdoktrin und hat gar nicht so viel mit Putin zu tun.
 
Ich habe mich heute zum Thema russische Militärdoktrin eingearbeitet und kann mal ein paar vielleicht interessante Insights zum Thema "liegengebliebene Panzer" bieten:

Im Westen werden Kampfpanzer so entwickelt und deren Personal so ausgebildet, dass der einzelne Panzer 1) im direkten Duell überlegen ist 2) leicht gewartet und repariert werden kann und 3) seine Crew maximal schützt und deren Überleben sichert. Im Westen ist jeder einzelne Panzer wertvoll.

Das krasse Missverhältnis in Sachen Panzern zwischen NATO und Russland (tatsächlich besitzt Russland mehr Kampfpanzer als alle NATO-Staaten zusammen) ist aber nicht darauf zurückzuführen, dass Moskau einfach mehr Geld in seine Panzerflotte steckt bzw. Panzer im Westen als erstes weggespart würden. Vielmehr entspricht es den gegensätzlichen Einsatzdoktrinen von NATO und Russland. Die NATO braucht nicht so viele Kampfpanzer, da schon in der Entwicklung und später auf dem Gefechtsfeld dafür gesorgt wird, dass jeder einzelne Panzer so lange wie möglich einsatzbereit bleibt.

Ganz anders Russland: Hier gilt der Panzer als Verbrauchseinheit - seine Crew damit logischerweise auch. Die Russen setzen Panzer in Massen ein. Die russischen Panzer sind auch kleiner, billiger in der Produktion und im Unterhalt und viel anfälliger für Beschuss als ihre westlichen Kontrahenten. Im direkten Duell 1 gegen 1 sind russische Panzer in der Regel unterlegen. Die russische Panzerwaffe setzt hingegen auf zahlenmäßige Überlegenheit. Ziel ist es, mit einer Übermacht gegen die westlichen Panzer anzurennen und diese unter hohen eigenen Verlusten auszuschalten.

Da Panzer als Verbrauchseinheit angesehen werden, wird ihnen auch kein so hoher Wert beigemessen (und in der Tat sind Ost-Panzer in der Anschaffung um ein Vielfaches günstiger als West-Panzer). D.h. fester Bestandteil der russischen Militärdoktrin ist es, beschädigte Fahrzeuge einfach aufzugeben und liegen zu lassen. Sie sollen maximal später eingesammelt werden, wenn das Gefechtsfeld zum Hinterland der Front geworden ist.

Westliche Staaten würden einen nicht mehr einsatzfähigen Panzer niemals einfach zurücklassen, sondern ihn eher selbst zerstören, ehe er dem Gegner in die Hände fällt. Das erklärt auch unser Kopfschütteln über die vielen Bilder von verlassenen Fahrzeugen. Deren Besatzungen aber haben wohl nur genau das getan, was sie in der Ausbildung gelernt haben (natürlich nur, falls das Fahrzeug wirklich ausgefallen ist und die Russen nicht doch desertiert sind).

Das stimmt. Allerdings macht ihre eigene Demografie ihnen da einen Strich durch die Rechnung und diese Uralt-Taktik beschleunigt nur den eigenen Niedergang. Wenn es abseits von uns und Italien ein weiteres Land in Europa gibt, dass es sich eigentlich nicht leisten kann, auch nur einen Mann zu verlieren, dann ist das Russland.
 
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