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Der Politikthread

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Also früher war es ja tatsächlich so: Die FDP war für die Unternehmer und die Wirtschaft. Die SPD die Partei der Arbeiter und Werktätigen und die CDU war irgendwas dazwischen (Die Partei der Mitte halt). Die Grünen waren eine reine "Umweltpartei" und der Rest hat kaum eine Rolle gespielt. Heute sind kaum noch Profile zu erkennen, jeder hält sein Fähnchen nach dem Wind und agiert so, wie er meint, die besten Umfragewerte damit zu erlangen und ändert so alle paar Wochen seine Positionen, wie wir es in der Corona-Krise ja sehr schön beobachten konnten. Viele Wähler fühlen sich dadurch veräppelt und nicht mehr in ihren Interessen vertreten. Das führt dazu, das sie entweder zu Nichtwählern werden, oder ihre Stimme aus Protest oder reiner Dummheit den populistischen Parteien an den Rändern geben.

Du bist ja sogar etwas älter als ich...

Ich kenne das so das die CDU die Unternehmer/Wirtschaftspartei war und die FDP die Partei für Freiberufler/RA/Steuerberater/Ärzte etc.

Den Rest kenne ich genauso wie du.
 
Bei den grünen verliert man vermutlich am meisten, bei den linken die reichen und cdu spd muss zwangsläufig die steuern hochsetzen, da zahlen vermutlich die geringverdiener dann alles. Aber wenn es so weitergeht befindet sich die spd ja unter den sonstigen.
 
steuern.png
 
Ehrlich gesagt verliert man bei den Grünen im Kontext der Einkommenssteuer nicht viel.
 
Bei den grünen verliert man vermutlich am meisten, bei den linken die reichen und cdu spd muss zwangsläufig die steuern hochsetzen, da zahlen vermutlich die geringverdiener dann alles. Aber wenn es so weitergeht befindet sich die spd ja unter den sonstigen.

Geringverdiener zahlen per se "gar keine" Steuern. Da ist ja auch nichts zu holen.
 
War doch schon immer so, dass nach Einkommen/Vermögen gewählt wird. Wer (noch) nichts zu verlieren hat wählt links oder grün. Wer was zu verlieren hat wählt CDU/CSU bzw. FDP. Jedenfalls war das früher mal so. Mittlerweile ja nicht mehr, weil jeder bei allen verliert :D.
Das ist halt so pauschal falsch

Ich und meine Frau verdienen auch gut Geld, wir haben eine Immobilie und damit ordentlich Vermögen. Nicht so viel, dass ich uns als "reich" klassifizieren würde, aber wir kommen durchs Leben, ohne uns wirklich Geldsorgen machen zu müssen) Und im Traum würde ich nicht (mehr) die FDP wählen. Weiß du, wann ich den Verein gewählt habe? Als junger, dummer und armer Student.

Ich hab was zu verlieren, es kann gut sein, dass wir bei einer linksgerichteten Regierung mehr Abgaben zahlen müssen, mehr für die energetische Instandhaltung des ALtbaus aufwenden müssen (ist aber nicht so, dass wir noch nichts gemacht hätten in dem Bereich, aber z.B. ne modern gedämmte Fassade würde noch viel bringen). Trotzdem wird mein Kreuz bei Grün landen - und die nächst wahrscheinlichere Variante danach wäre Links.
FDP und Union rangieren beide so kurz vor der AfD, was die Wahrscheinlichkeit eines Kreuzes von mir angeht.

ich wähle nicht, weil ich das für mich beste rausschlagen will, sondern weil ich das will, was für die Gesellschaft und deren nachhaltigen Fortbestand am besten ist. Und das ist sicher nicht neoliberales oder konservatives Gedankengut.
 
Da bezahlt sich der Staat dann ja teilweise wieder selbst bei den Aufstocken etc. Am gesamten Steueraufkommen sind die "unbedeutend".
Wie viele aufstocker gibts denn bezogen auf alle zu arbeitenden bürgern? Man muss doch die gesammte steuerlast hinzurechnen um zu berechnen wer wirklich viel zahlt, prozentual macht das einen gehörigen unterschied wer in wirklich viel abgeben muss. Wenn du die mehrwertsteuer um 2% anhebst wird das den besserverdienden wohl kaum treffen, dann nimmst du es von allen aber die zeche zahlt der kleine prozentuall. Strom zahlt auch jeder gleichermaßen.
 
War doch schon immer so, dass nach Einkommen/Vermögen gewählt wird. Wer (noch) nichts zu verlieren hat wählt links oder grün. Wer was zu verlieren hat wählt CDU/CSU bzw. FDP. Jedenfalls war das früher mal so. Mittlerweile ja nicht mehr, weil jeder bei allen verliert :D.

Was Barto sagt.

Ich habe immer ein bisschen die Hoffnung, dass die Leute nach Ideen, Wahlprogrammen, Werten, Visionen und einem Gefühl fürs gesamtgesellschaftlich Gerechte wählen und nicht einen Strich unter die Parteien ziehen und diejenige mit dem für sie höchsten Nettowert nehmen. Und zwar ehrlich gesagt gerade diejenigen, denen es halt wirklich schon enorm gut geht.

Aber naja, ich hab auch keine Crypto-Millionen, Boarder-Gehalt, etc....nicht zynisch gemeint, klar machen solche Umstände etwas mit einem.
 
Ich will hier nichts relativieren, aber das ist halt auch typisch für die Bild, den Untergang des Abendlandes an die Wand malen und Themen stark vereinfachen. Interessant finde ich eher, wer sich mal wieder von so einem Meinungs-Beitrag angesprochen fühlt und abgeholt fühlt und warum.

Wer keinen bock auf plumpen Populismus sondern eher an Fakten interessiert ist:
Eine interessante Studie zum Antisemitismus und zu MENA-Flüchtlingen wurde 2018 vom Institute for Jewish Policy Research herausgegeben:

Antisemitismus und Immigration im heutigen Westeuropa Gibt es einen Zusammenhang?



lohnt sich aber bei Interesse komplett durch zu lesen.


Zur besseren Einordnung auch nochmal Wichtig:

Muss dich da nochmal zitieren, weil du unten die BKA zahlen zitierst. (Und das Thema wieder aktuell ist)
Da fehlt jetzt noch die Kritik an den Zahlen:

https://amp.tagesspiegel.de/politik...ten-unter-dem-radar-der-polizei/27193108.html


Da hier ja "rechts" allgemein als Horst Udo mit der Glatze angesehen wird, muss man das nochmal erwähnen. Rechts heißt erstmal nicht, das es deutsche sind.
Der Rest steht ja im Link.
 
Das ist halt so pauschal falsch

Ich und meine Frau verdienen auch gut Geld, wir haben eine Immobilie und damit ordentlich Vermögen. Nicht so viel, dass ich uns als "reich" klassifizieren würde, aber wir kommen durchs Leben, ohne uns wirklich Geldsorgen machen zu müssen) Und im Traum würde ich nicht (mehr) die FDP wählen. Weiß du, wann ich den Verein gewählt habe? Als junger, dummer und armer Student.

Ich hab was zu verlieren, es kann gut sein, dass wir bei einer linksgerichteten Regierung mehr Abgaben zahlen müssen, mehr für die energetische Instandhaltung des ALtbaus aufwenden müssen (ist aber nicht so, dass wir noch nichts gemacht hätten in dem Bereich, aber z.B. ne modern gedämmte Fassade würde noch viel bringen). Trotzdem wird mein Kreuz bei Grün landen - und die nächst wahrscheinlichere Variante danach wäre Links.
FDP und Union rangieren beide so kurz vor der AfD, was die Wahrscheinlichkeit eines Kreuzes von mir angeht.

ich wähle nicht, weil ich das für mich beste rausschlagen will, sondern weil ich das will, was für die Gesellschaft und deren nachhaltigen Fortbestand am besten ist. Und das ist sicher nicht neoliberales oder konservatives Gedankengut.

Ich sagte ja auch dass das früher so war. Die Grünen haben teilweise den Part der Konservativen übernommen bei den Starbucks-Schlürfern und Avocado Toast Konsumenten vom Prenzlauer Berg, die sich ein gutes Gewissen erhalten wollen :D.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was Barto sagt.

Ich habe immer ein bisschen die Hoffnung, dass die Leute nach Ideen, Wahlprogrammen, Werten, Visionen und einem Gefühl fürs gesamtgesellschaftlich Gerechte wählen und nicht einen Strich unter die Parteien ziehen und diejenige mit dem für sie höchsten Nettowert nehmen. Und zwar ehrlich gesagt gerade diejenigen, denen es halt wirklich schon enorm gut geht.

Aber naja, ich hab auch keine Crypto-Millionen, Boarder-Gehalt, etc....nicht zynisch gemeint, klar machen solche Umstände etwas mit einem.

Es geht doch bei keiner der Parteien um Gerechtigkeit. Die bedienen alle ihre Klientel. Genau deswegen kann mich diese Gesellschaft auch hart am Arsch lecken. Die Corona Krise hat das nur noch mal eindrucksvoll bestätigt.
 
Naja, die SPD hat auch dafür gestimmt. Aber noch interessanter - die Grünen enthielten sich ihrer Stimmrechts.
 
"Daran hat die Digitalpolitik der Union, in den Personen des früheren EU-Digitalkommissars Günther Oettinger, des EU-Abgeordneten Axel Voss als Verhandlungsführer des Europaparlaments und von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (alle CDU), nicht unerheblichen Anteil. Mit voller Unterstützung der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel und deren Kulturstaatsministerin Monika Grütters (auch beide CDU)."

https://www.golem.de/news/uploadfil...herr-voss-und-herr-oettinger-2105-156652.html


Ist schon sehr CDU lastig das ganze.
 
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