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Der Politikthread (5 Betrachter)

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Das Problem an der ganzen Debatte eigentlich ist, dass man den ganzen Wohnraummangel und die Mietpreis Situation aus rein Marktökonomischer Sicht erklärt (ergibt ja auch Sinn: Angebot und Nachfrage halt), es sich dann aber einfach macht und es dann auch ausschließlich mit rein Marktökonomischen Mechanismen lösen will. Gleichzeitig das Soziale (der Menschen, die Gesellschaft) einfach stumpf beiseite geschoben wird, beziehungsweise bei dieser rein Marktökonomischen Lösung nur noch als Schachfigur und auf sein Kapital reduziert wird. Es geht hier nicht mehr um den Mensch, sondern um ein paar Schachfiguren. Diese lassen sich auch sehr viel einfacher verschieben. Die Kapital schwachen (Bauernopfer) kommen ins Umland - völlig egal ob sie in der Stadt gebraucht werden oder nicht (Lehrer, Frisöre, Bäcker, Handwerker ect.) und die Kapitalstarken verschiebt man einfach in die Mitte um den König.

Viele Menschen wollen in die Stadt und der Platz fehlt halt.
So betrachtet löst man das Problem natürlich äußerst effizient und zügig.
Was diese Lösung dann natürlich auch so äußerst attraktiv macht, da so simpel und einfach.


Dann erzählt der Typ, dass der Mietpreisdeckel eine Art Teilenteignung ist, weil hier ja massiv in den Cashflow der Eigentümer eingegriffen wird. Da man mit solch Eingriff nicht mehr das Einfahren kann was der Markt nach rein (freier-)Marktökonomischer Sicht hergeben würde. Und dann erdreistet er sich noch das Ganze salopp mit diesen Worten zu garnieren: "Dann heißt das, dass die Differenz aus diesem Cashflow, wird Ihnen weggenommen und den Mietern übergeben", "Der Mietpreisdeckel ist eine Teilenteignung des Vermieters und ein teilweise Eigentumsübergang an den Mieter". Rahmt das Ganze geschickt als etwas unethisches ein, weil die de-facto anhaltende Umverteilung von Unten nach Oben gebremst wurde. Zur Erinnerung:

Anhang anzeigen 138570
https://de.statista.com/statistik/d...e/mietpreise-auf-dem-wohnungsmarkt-in-berlin/



Ich finde auch nicht, dass die steigenden Mieten und eine Anpassung des Markts das Problem an sich sind.
Viel mehr die Schnelligkeit, der Härte und Brutalität in der dies in Deutschlands Städten gerade geschieht, weil sie vielen Mietern einfach gerade kaum Raum zum Atmen, Entfalten und Entwickeln gibt und einfach seitens Mietern Sicherheit fehlt. Diese Entwicklung im Turboschritt ist einfach eine Sozioökonomische Katastrophe. Und ich bin der Meinung, dass hier irgendwie - für den gesellschaftlichen frieden und einer gewissen Stabilität - eingreifen werden muss. Die angespannte Wohnungssituation (zu wenig Wohnraum) muss nicht mit der Brechstange durch eine Turbo-Gentrifizierung gelöst werden, in den man einfach in Rekordzeit die Mieten in die Höhe schnellen lässt und Altmieter reihenweise auf die Straße setzt.

Meiner Meinung nach muss das Thema fehlender Wohnraum in den Ballungsgebieten auf höchster Ebene erstmal als essenzielles Problem Anerkannt werden um es dann auch auf Bundesebene anzugehen. In der Stadt, auf dem Land und Kommunen fehlt es einfach an Geld um hier schnell für Entspannung zu sorgen. Sind daher viel zu abhängig von der Privatwirtschaft, die halt überwiegend alles andere baut als gebraucht wird.



Allgemein müsste man aber mal Gesellschaftlich klären wie wir in einer Gemeinschaft in den Städten mit dem Thema Mangel an Wohnraum umgehen wollen. Da auch die Städte durch den Geringverdiener (Pädagogen, Handwerker, Bäcker ect.) erst lebt. Sollen die alle in 20 Jahren am Stadtrand in Käfighochhaus wohnen?

Es IST aber ein marktökonmisches Problem. Was er btw auch gar nicht wertend anspricht. Einfach weil sich das direkt auf auf das Verhalten der Marktteilnehmer auswirkt - und da kommt die Spieltheorie ins Spiel. Wenn du eine falsche Regulierung ansetzt - wie es der Mietendeckel war - dann können sich die Vermieter kurzfristig erstmal nicht dagegen wehren. Langfristig aber sehr wohl, indem nämlich keine neuen Wohnungen gebaut werden, bestehende Wohnungen nicht modernisiert werden und teilweise mit Leerstand nur noch spekulativ verkauft werden. Oder aber wie jetzt oft möblierte Wohnungen mit "Extramiete" für die Möbel und Küche vereinbaren. Das haben die Sozis und auch die Grünen nie verstanden - dass die Leute sich nicht so verhalten, wie sie es gerne hätten und schon gar nicht alles fressen, was sie sich in ihrer Traumwelt ausgedacht haben.

Der einzige Weg, da raus zu kommen ist, als Stadt selbst massiv zu bauen und entsprechend zu subventionieren und auch weiter Bauland freigeben und Baugenehmigungen schneller erteilen. Dann kann man auch aktiv steuern. Genau das machen sie aber nicht - und geben dann auch noch anderen die Schuld, nachdem sie selbst die ganzen Wohnungen überhaupt erst verkauft haben. Das ist alles als würde man bei nem Fieberpatienten dem Fieberthermometer die Schuld geben und das Thermometer wegnehmen...
 
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Ich glaube nicht das so eine Stadt wie Berlin sich unattraktiver machen kann - da wird genau so weiter gehen wie eben in München, Hamburg, Frankfurt etc.
Aber genau die Städte sind doch unattraktiver. Wer aus dem Ausland denkt denn bei diesen Städten an eine internationale Anziehungskraft? Das sind alles nette Städte, aber keine davon kann auch nur annähernd Berlin das Wasser reichen, was Kreative aus allen Ecken der Erde angeht.

Du hast hier schon mehrfach erwähnt, dass du den Verkauf der Wohnungen vor zig Jahren als Fehler siehst, der die jetzige Situation verschlechtert hat. Aber stimmt das überhaupt?

Hätte die Stadt eine große Menge an Wohnungen zu einem niedrigeren Mietpreis anboten, als es der Wohnungsmarkt ohne Eingriff getan hätte, hätte dies den gesamten Mietpreis aller Wohnungen verringert und die Investoren hätten logischerweise weniger Gewinn mit ihren Wohnungen gemacht. Man könnte da jetzt als Spieltheoretiker ein YT Video zu dieser Situation machen und sagen, dass die Investoren ganz fies um diese Differenz enteignet wurden.

Und was passiert wenn die Investoren weniger Gewinn machen? Sie investieren weniger in diesen Markt, was zur folge hat, dass es heute noch weniger Wohnungen in Berlin gäbe und der Wohnungsmarkt noch angespannter wäre, als er sowieso schon ist.

Wer den Verkauf der Wohnungen damals als Fehler ansieht, weil man es damals versäumt hat in den Mietpreismarkt manipulativ zu Lasten der Investoren einzugreifen, sollte doch konsequenterweise heute auch noch für diesen manipulativen Eingriff sein, außer man hat zwischenzeitlich seine Meinung geändert, was auch völlig OK ist.

Aber zu sagen, damals wäre es gut gewesen, heute aber schlecht, muss man mir erst mal logisch erklären können. Denn beide Eingriffe haben letztendlich die gleichen Folgen.
 
Wenn die Stadt die Wohnungen hätte und damit den Durchschnitt der Mieten etwas drücken würde, wären Wohnungen in Berlin auch etwas weniger teuer. Dann würde es sich für Investoren wieder lohnen, weil das den Nachteil bei der Miete ausgleicht. Der entscheidende Punkt ist aber immer die Planbarkeit. Das war damals schon ein langsamer Prozess. Die ganzen Wohnungen sind ja nicht von jetzt auf gleich da gewesen. Geld geht dahin wo es sich planen lässt und/oder aber Rechtssicherheit besteht - oder aber man für das eingegangene Risiko entsprechend kompensiert wird. Dann kann man sich längerfristig drauf einstellen. Ein plötzlicher Mietendeckel wie in Berlin widerspricht beidem. Da hat Berlin das Verhältnis genau umgedreht, das Risiko für alle Eigentümer erhöht und gleichzeitig die Risikokompensation reduziert.
 
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Aber genau die Städte sind doch unattraktiver. Wer aus dem Ausland denkt denn bei diesen Städten an eine internationale Anziehungskraft? Das sind alles nette Städte, aber keine davon kann auch nur annähernd Berlin das Wasser reichen, was Kreative aus allen Ecken der Erde angeht.

Du hast hier schon mehrfach erwähnt, dass du den Verkauf der Wohnungen vor zig Jahren als Fehler siehst, der die jetzige Situation verschlechtert hat. Aber stimmt das überhaupt?

Hätte die Stadt eine große Menge an Wohnungen zu einem niedrigeren Mietpreis anboten, als es der Wohnungsmarkt ohne Eingriff getan hätte, hätte dies den gesamten Mietpreis aller Wohnungen verringert und die Investoren hätten logischerweise weniger Gewinn mit ihren Wohnungen gemacht. Man könnte da jetzt als Spieltheoretiker ein YT Video zu dieser Situation machen und sagen, dass die Investoren ganz fies um diese Differenz enteignet wurden.

Und was passiert wenn die Investoren weniger Gewinn machen? Sie investieren weniger in diesen Markt, was zur folge hat, dass es heute noch weniger Wohnungen in Berlin gäbe und der Wohnungsmarkt noch angespannter wäre, als er sowieso schon ist.

Wer den Verkauf der Wohnungen damals als Fehler ansieht, weil man es damals versäumt hat in den Mietpreismarkt manipulativ zu Lasten der Investoren einzugreifen, sollte doch konsequenterweise heute auch noch für diesen manipulativen Eingriff sein, außer man hat zwischenzeitlich seine Meinung geändert, was auch völlig OK ist.

Aber zu sagen, damals wäre es gut gewesen, heute aber schlecht, muss man mir erst mal logisch erklären können. Denn beide Eingriffe haben letztendlich die gleichen Folgen.
Investoren wollen Planbarkeit über Jahre - da kann man auch mit etwas weniger Rendite leben. Plus das was Mondknallschlumpf sagt.
MIr geht es auch darum, das ich es einfach verlogen halte, wenn sich jetzt der Senat von Berlin hinstellt und auf die bösen Investoren schimpft aber selbst dafür gesorgt hat, das es erst überhaupt dazu kommt.

Ansonsten liegt es absolut in der Hand des Berliner Senates selbst Wohnungen zu bauen, Bauverfahren zu vereinfachen und zu beschleunigen. Durch eine Mietpreisbremse wird ja kein QM mehr Wohnfläche entstehen.
Aber es ist eben so typisch Linke Klientelpolitik -> immer sind die anderen daran schuld.
 
Durch künstlich niedrig gehaltene Mieten (auf welchem Weg man das auch immer erreicht) wird auch nicht mehr Wohnraum geschaffen und die Investoren können in beiden Fällen langfristig planen, nämlich in dem sie weniger Wohnungen aus eigenem Antrieb heraus bauen.

Und wie will Berlin selbst Wohnungen bauen, wenn sie kein Geld haben? Das geht nur durch private Investitionen.

Man kann natürlich viel mehr günstigen Wohnraum in den Randbezirken genehmigen und dort neue Banlieues schaffen. Damit waren ja auch schon Paris und London sehr erfolgreich. Berlin hat die ja auch in gewissem Maße und weiß was da für neue Probleme auf einen zukommen.
 
In berlin wird ja viel gebaut, entweder bonzenlofts oder bürokomplexe. Wenn man sich die neubauten anschaut, unfassbar teure luxuswohnungen, was anderes sieht man gar nicht mehr.

und bitte lass nicht die stadt bauen, soll das dann 30 jahre brauchen bis die wohnungen gebaut sind?
 
Durch künstlich niedrig gehaltene Mieten (auf welchem Weg man das auch immer erreicht) wird auch nicht mehr Wohnraum geschaffen und die Investoren können in beiden Fällen langfristig planen, nämlich in dem sie weniger Wohnungen aus eigenem Antrieb heraus bauen.

Und wie will Berlin selbst Wohnungen bauen, wenn sie kein Geld haben? Das geht nur durch private Investitionen.

Man kann natürlich viel mehr günstigen Wohnraum in den Randbezirken genehmigen und dort neue Banlieues schaffen. Damit waren ja auch schon Paris und London sehr erfolgreich. Berlin hat die ja auch in gewissem Maße und weiß was da für neue Probleme auf einen zukommen.
Investoren wollen über 10-30 Jahren eine stabile Rendite erwirtschaften - nur wer investiert kann auch was verdienen.
Und genau denen macht es schwer durch so eine politisch motivierte Mietpreisbremse.
 
Durch künstlich niedrig gehaltene Mieten (auf welchem Weg man das auch immer erreicht) wird auch nicht mehr Wohnraum geschaffen und die Investoren können in beiden Fällen langfristig planen, nämlich in dem sie weniger Wohnungen aus eigenem Antrieb heraus bauen.

Und wie will Berlin selbst Wohnungen bauen, wenn sie kein Geld haben? Das geht nur durch private Investitionen.

Man kann natürlich viel mehr günstigen Wohnraum in den Randbezirken genehmigen und dort neue Banlieues schaffen. Damit waren ja auch schon Paris und London sehr erfolgreich. Berlin hat die ja auch in gewissem Maße und weiß was da für neue Probleme auf einen zukommen.

Letzteres hat ja nichts mit Wohnraum zu tun. Was wäre denn deine Lösung.
 
Letzteres hat ja nichts mit Wohnraum zu tun. Was wäre denn deine Lösung.
Ich habe auch keine bessere Lösung als die, die offensichtlich sind und die alle neben ihren positiven Effekten auch immer nicht zu unterschätzende negative Effekte haben.

Es gibt ja die zwei extreme: Man lässt den Markt die Situation regeln, die Mieten steigen immer höher, bis die Leute, die Berlin zu dem gemacht haben, was es die letzten 3 Jahrzehnte international gewesen ist, sich Berlin nicht mehr leisten können und die Mieten sich dann langsam wieder bessern. In diesem Fall würde Berlin seinen derzeitigen Charakter verlieren. Diesen Fall fände ich recht scheiße.

Dann kann man im anderen extrem heftig in den Mark eingreifen und die Mieten auf welchem Weg auch immer unter dem normalen Marktniveau halten. Was mit weniger zukünftiger Wohnungen einhergeht und langfristig die Wohnsubstanz schädigt. Dafür könnten sich wahrscheinlich länger (aber wahrscheinlich auch nicht für immer) die Menschen sich Berlin leisten, die es zu dem gemacht haben, für das es heute weltweit geliebt wird.

Ich kenne mich jetzt auch nicht damit aus, in wie weit der Berliner Senat den Bau neuer Wohnungen in Berlin verhindert hat.
Gibt es denn in Berlin noch so viele unerschlossene Grundstücke, auf dem man bauen kann? Ich als außenstehender sehe da nur das Flugfeld. Und wenn ich davon im Sommer die Videos sehen, wie die Berliner das für Sport und alles mögliche nutzen, würde damit auch ein großes Stück Lebensqualität mit möglichen Wohnblöcken verschwinden.

Ehrlich gesagt sehe ich keine so gute Zukunft für Berlin. Was auch immer man macht, oder eben nicht macht, wird große negative Spuren hinterlassen. Berlin ist zu schnell, zu geil geworden.
Vor der Wiedervereinigung waren die Berliner schon sau cool und hatten eine große Kulturszene, mit der Wiedervereinigung ist diese durch den günstigen Wohnraum explodiert, dazu kam noch der politische Wiederaufstieg zur Hauptstadt. Da konnte einfach nichts natürlich mitwachsen, vor allem nicht die Gehälter. Das Wohnraumproblem ist ja tief verankert mit anderen Problemen, die Berlin hat, einzeln werden die sich nicht lösen lassen.

Irgendeinen Tod wird Berlin sterben, auch wenn man sich für irgendeine Zwischenlösung entscheiden wird. Da ist es dann nur die Frage, welcher Tod einem persönlich lieber ist und da tendiere ich eher zu dem durch Eingriff in den Markt.

Vielleicht sehe ich das alles auch nur zu negativ. Berlin hatte zumindest seinen Run.
 
Nur mal so - die ehemaligen Bebauungspläne haben vorgesehen nur den Randbereich des Tempelhofer Felds zu bebauen. Ihren Frisbee-Spielplatz hätten sie so oder so gehabt...

Aber danke für deine Antwort. Der Markteingriff könnte den Kiez vielleicht noch ein paar Jahre erhalten. Dafür wäre er aber später wenn der staatliche Plan das Marktgefüge endgültig zerstört hat komplett dem Untergang geweiht. Denn dann bliebe nur noch eine schwarz oder weiß Lösung übrig. Wenn man jetzt den rechtlichen Rahmen absteckt und versucht, den Notstand auf rationale Weise zu lösen - nämlich durch Bauen - wird das zwar eine harte Zeit, aber man hat die Chance auf Besserung und vielleicht ist auch vom Kiez noch was übrig danach. Beim staatlichen harten Eingriff hat man die Garantie, dass später nur verbrannte Erde übrig bleibt.

Und Berlin könnte ohne Ende bauen. Im Verhältnis von Fläche zu Einwohner gibt es afaik nur wenige internationale Großstädte, die mehr "Platz" haben. Dazu kommt eine "Verdichtung", wie sie in Hamburg und anderen Städten bereits angewandt wird. Aber das ist für die Berliner bestimmt auch wieder ein No Go.

Wann immer der Staat gedacht hat,
er könnte die Wirtschaft und das Verhalten der Bürger genau planen, ist er grandios gescheitert. Der Mietendeckel wurde vielleicht noch rechtzeitig gekippt, bevor unumkehrbarer Schaden angerichtet worden ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur mal so - die ehemaligen Bebauungspläne haben vorgesehen nur den Randbereich des Tempelhofer Felds zu bebauen. Ihren Frisbee-Spielplatz hätten sie so oder so gehabt...
Das feld ist so krass groß, klar kann man das bebauen, ebenso jetzt tegel. Das tempelhofer feld ist ein traum, da ist am rand wirklich viel platz, nicht die neuköllner / kreuzberger seite aber die andere darf man gerne bebauen. Im sommer bin ich da fast jeden tag, eine paradis für hunde die auf mäusejagd stehen.
 
Ihr wollt mir jetzt aber nicht sagen, dass das Flugfeld die Wohungsprobleme von Berlin allein lösen kann? Denn wenn da so wäre, dann gerne immer her mit dieser Lösung.

Ich finde es nur immer wieder auffällig, wie bei jeder Art von Regulierung die üblichen immer gleich mit den krassen negativen Folgen kommen, wohingegen der freie Markt komischerweise keine negativen Effekte mit sich bringt. Davon ist nie die Rede, wenn es die denn überhaupt geben sollte, sind die wohl nicht erwähnenswert.
 
Das Tempelhofer Feld ist nicht die Lösung, sondern nur ein Symptom. Es zeigt, dass sich die Berliner gerne mal selbst in den Fuß schießen, statt nach Lösungen zu suchen.

Der freie Markt hat seine eigenen Probleme, allerdings weniger als alle Alternativen. Und ironischerweise ist er für viele Probleme für die er verantwortlich gemacht wird gar nicht verantwortlich, sondern selbige eine Konsequenz aus falscher politischer Einflussnahme.
 
Wie die Probleme zu bewerten sind, entscheiden immer noch die Menschen, die dort leben und wählen. Und wenn die Wähler die negativen Effekte des freien Martes schlechter bewerten, als die des Markteingriffs, dann ist es deren gutes Recht. Irgendwelche Schlaumeier von außerhalb können das gerne so bewerten wie sie es wollen.

Eine Lösung ohne negative Effekte konnte man bisher noch nicht finden, jedenfalls habe ich von dieser Lösung noch nichts gehört. Und so lange diese fehlt, muss man einen Tod sterben.

Die Berliner haben es mit dem Mietendecken probiert, damit klar ihre kompetenzen überschritten. Aber beendet ist das Thema damit bestimmt noch nicht.
 
Dann sollen sie aber auch mit den finanziellen Konsequenzen und Experimenten leben und nicht permanent Empfänger vom Länderfinanzausgleich sein.
 
Wie die Probleme zu bewerten sind, entscheiden immer noch die Menschen, die dort leben und wählen. Und wenn die Wähler die negativen Effekte des freien Martes schlechter bewerten, als die des Markteingriffs, dann ist es deren gutes Recht. Irgendwelche Schlaumeier von außerhalb können das gerne so bewerten wie sie es wollen.

Eine Lösung ohne negative Effekte konnte man bisher noch nicht finden, jedenfalls habe ich von dieser Lösung noch nichts gehört. Und so lange diese fehlt, muss man einen Tod sterben.

Die Berliner haben es mit dem Mietendecken probiert, damit klar ihre kompetenzen überschritten. Aber beendet ist das Thema damit bestimmt noch nicht.

Sie haben so lange das Recht, wie sie Geld haben, um ihre unproduktiven Luxuslösungen zu bezahlen. Das haben sie aber nicht. Und sie können auch nicht damit rechnen, daß auf alle Ewigkeit immer andere für sie einspringen.
 
Der einzige Weg, da raus zu kommen ist, als Stadt selbst massiv zu bauen und entsprechend zu subventionieren und auch weiter Bauland freigeben und Baugenehmigungen schneller erteilen. Dann kann man auch aktiv steuern. Genau das machen sie aber nicht - und geben dann auch noch anderen die Schuld, nachdem sie selbst die ganzen Wohnungen überhaupt erst verkauft haben. Das ist alles als würde man bei nem Fieberpatienten dem Fieberthermometer die Schuld geben und das Thermometer wegnehmen...

Sehr schön auf den Punkt gebracht. Die einzige und im Grunde doch auch vollkommen offensichtliche Lösung ist es, den Wohnungsbau, sowohl von staatlicher als auch - begünstigt durch Subventionen - auf privater Seite, massiv anzuschieben. Es ist doch vollkommmen irrsinnig zu erwarten, dass sich das Problem mangelnden Wohnraums durch eine Mietpreisgrenze lösen lässt. Das wäre in etwa so, wie zu erwarten, dass durch eine Preisbegrenzung auf 400 € auf einmal mehr Leute eine PS5 bekommen.
 
Sehr schön auf den Punkt gebracht. Die einzige und im Grunde doch auch vollkommen offensichtliche Lösung ist es, den Wohnungsbau, sowohl von staatlicher als auch - begünstigt durch Subventionen - auf privater Seite, massiv anzuschieben. Es ist doch vollkommmen irrsinnig zu erwarten, dass sich das Problem mangelnden Wohnraums durch eine Mietpreisgrenze lösen lässt. Das wäre in etwa so, wie zu erwarten, dass durch eine Preisbegrenzung auf 400 € auf einmal mehr Leute eine PS5 bekommen.

genau da sehe ich das große problem. das dörfchen, was eigentlich als stadt zählt, indem ich wohne hat als beispiel vor 18 jahren eine siedlung erschlossen und bauen lassen. eine schöne ecke ist entstanden.
Ist nicht so das nichts mehr gebaut worden ist. die letzten 18 jahren wurden wohnungen hochgezogen ausschließlich auf privatem grund. nix kommt da von der stadt. und die privaten schachern sich das gegenseitig zu.
 
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