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Der Politikthread

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Okay, Dienstleistungen sind wohl wirklich raus, wie bei fast allen großen Abkommen. Und damit etwa 80% der britischen Wirtschaft. Nicht so toll für UK, aber so können sie da auf der Insel rumfuhrwerken wie sie wollen. Heißt aber auch, daß, wenn sie hier was machen wollen, Tochterfirmen nach europäischem Recht errichten müssen. Haben ja zumindest die großen Finanzinstitute schon gemacht. Und bei den anderen Sachen werden sie sich wohl auf einen gemeinsamen Standard einschießen, also Post, Telekommunikation usw..
 
neutrale frage: warum?
Nach meinen Verständnis gibt es auf den ganzen Warenverkehr keine Zölle - das ist eher für die EU gut - es wurde immer mehr nach UK importiert als anders rum. Bei (Finanz)dienstleistungen war das eher anders rum. Und das wird nun so einfach nicht mehr funktionieren - wobei ich mir vorstellen kann, das UK diese Krücke so schluckt.
Aber das Dokument soll wohl über 2000 Seiten haben - da bleiben "Überraschungen" wohl nicht aus.

Sollte UK am 30.12 dagegen stimmen, wird es dann nur noch einen Brexit ohne Vereinbarung geben.
 
Bei dem was ich in der Kürze darüber lesen konnte frag ich mich, warum das nicht vor 2 Jahren schon möglich war? War da der Druck noch nicht groß genug?

Aber gut, man weiß ja auch noch nicht, was für Eier die Ursula uns da ins Nest gelegt hat.
 
Ein paar Pressestimmen :
Der Guardian bezeichnet das neue Vereinbarung als schlechter als diejenige, die sie als EU-Mitgliedstaat hatten. "Großbritannien hat sich von der EU ausgestoßen, weil Souveränität das ist, was wirklich zählt im Brexitland, nicht der Handel", kommentierte Martin Kettle.

Ähnlich argumentiert die Financial Times. Der Deal sei "weit weg von dem, was ein globales Handelsabkommen sein sollte". Vielmehr sei er "das absolute Minimum", auf das man sich bei den "ideologischen Unnachgiebigkeiten der Regierung" einigen konnte. Händler mögen Zölle und Quoten erspart bleiben, dafür würden sie mit extra Bürokratie konfrontiert, wenn es um Exporte in die EU geht. "Der Preis für die britische Souveränität ist im Wesentlichen der erste Deal, der nur dazu gemacht ist, um Zugänge zu beschränken".

Für den Economist ist der Deal sogar "der härteste Brexit" neben einem No-Deal-Szenario. Er regle vor allem den Güterverkehr, aber kaum Dienstleistungen, die immerhin 80 Prozent der britischen Ökonomie ausmachen und den am schnellsten wachsenden Sektor für globale Exporte darstellen. Es fehlen noch Regeln für Finanzdienste, Datentransfer, Anerkennung vieler Dienstleistungs-Qualifikationen. Der Economist beklagt weiter, dass es im Deal keine Übereinkünfte über eine außenpolitische Zusammenarbeit gebe, der Zugang zu Sicherheitsdatenbanken und das Europol-System eingeschränkt würde, und vieles mehr.
Quelle :
Brexit-Deal: "Besser als nichts" | ZEIT ONLINE
 
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Irgendwie passend :D
 
Ich denke immer noch dass Merz für unsere Demokratie der beste wäre. Und zwar weil sich dann endlich mal wieder eine Opposition in herzlicher Abneigung ihm gegenüber geschlossen versammeln und abgrenzen würde. Man hätte endlich wieder eine echte Wahl mit klare(er)n Positionen und nicht so eine weichgespülte Kacke wie die letzten Jahrzehnte, die letztendlich Demokratie zersetzend sind. Und auch wenn ich ihn auf menschlicher Ebene für ein gigantisches A* halte, mag ich natürlich seinen wirtschaftsfreundlichen Kurs und seine Ansätze für eine an die Zeit angepasste Altersvorsorge.
 
So ähnlich hat man sich das bei Trump vorher wohl auch gedacht. Nicht, dass ich Merz und Trump auf eine Stufe stellen will, aber die Argumentation, warum er der Richtige wäre, würde so 1:1 für Trump passen
 
Wie du selbst sagst, man kann die beiden nicht vergleichen. Letztendlich müssen die Parteien klar machen, für was sie stehen und Zukunftskonzepte erarbeiten. Und es der Bevölkerung auch vermitteln. Die meisten Wähler wissen doch heutzutage gar nicht mehr, warum sie überhaupt noch wählen gehen. Ich gehe auch schon seit Jahren ausschließlich deshalb hin, weil ich es für mich persönlich als Bürgerpflicht erachte und solche Spinner wie die AfD verhindern will. Aber nicht, weil ich irgendwelche Parteiprogramme für zukunftsträchtig erachte. So soll es aber ja nicht sein. Man sollte nicht nur wählen, um Schlimmeres zu verhindern, sondern weil man eines von mehren abgegrenzten Konzepten für die Zukunft unterstützen will und gegenüber anderen durchsetzen will.

Man kann eine Demokratie mit einem Knall zu Grabe tragen wie in den USA oder still und leise, wie bei uns...
 
Man sollte nicht nur wählen, um Schlimmeres zu verhindern, sondern weil man eines von mehren abgegrenzten Konzepten für die Zukunft unterstützen will und gegenüber anderen durchsetzen will.

Schön wäre es... ich habe tatsächlich noch NIE jemanden gewählt weil ich den für unterstützenswert gehalten habe... ich wollte immer ein größeres Übel verhindern. Eigentlich echt traurig wenn ich so darüber nachdenke...
 
Für ihn würde es Sinn machen. Beliebtester Politiker hinter Merkel. Oma Liebling Face und als „Gegner“ nur Müll bisher.
Das ist wohl korrekt - ausschließlich auf Grund seiner derzeitgen Rolle :)

In der Pandemie ist er das Sprachrohr des RKI und hat sich diesbezüglich gut präsentiert, aber zum Kanzler unseres Landes reicht es m. E. doch bei weitem nicht. Aber das Problem sind wahrscheinlich tatsächlich die Alternativen. Wenn ich Merz sehe, bekomme ich einen ganz üblen Brechreiz - so ein unsympathischer und empathieloser Typ geht geht absolut gar nicht.
 
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