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Der Politikthread

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Ich will damit auch nicht sagen, dass es kein Wohnungsproblem gibt. Berlin ist ja das beste Beispiel für ein Totalversagen in der Richtung. Mal wieder. Aber anstatt Probleme so anzugehen, dass man vielleicht eine Chance hat, sie zu ändern, versucht man es mit politischem Wunschdenken und Regelungen, die alles noch schlimmer machen. Denn das, was vielleicht funktioniert, wäre ein langsamer und schmerzhafter Prozess, der sich unter Umständen der eigenen Partei nicht mehr zuordnen lassen würde. Nee, so geht das ja nicht, da muss ne schnelle populistische Lösung her. Man hat ja auch solche Angst in Berlin vor gut bezahlten Jobs, dass die Mitarbeiter von Google mittlerweile ihr Geld in München verdienen statt wie ursprünglich geplant in Berlin. Sowas kann man sich auch nur leisten, wenn man von allen anderen Bundesländern durchgefüttert wird.
 
Ich hab tatsächlich keine gute Antwort für das Wohnraum Problem.
Nur das wissen, dass der Markt alleine diese Problem nicht regeln wird (nicht auf eine Soziale Art).
Und hier daher Eingriffe seitens der Politik erforderlich sind.
 
Ja gut, so ein paar Einzelfälle die Leute ermorden sind halt nix gegen abgefackelte Autos. Muss man wissen.

Was willst du damit sagen? Dem Wortlaut deines Beitrages nach ist für dich die Ermordung von Menschen weniger schlimm als abgefackelte Autos.

Ich will dir eine derart abseitige Einstellung nicht unterstellen und halte es für wahrscheinlicher, dass es sich um eine rhetorische Aussage handelt, die sich auf mein Posting bezieht und implizieren soll, ich würde diese Einstellung haben.

Aber warum? Nichts in meinem Posting weist darauf hin, weder steht das dort explizit, noch ist es auf irgendeine Art impliziert.

Denn nur deswegen weil auf linksextremen Demos gegen die Räumung von besetzten Häusern mehr Sachbeschädigungen und Randale passiert als auf rechtslastigen Demos von Corona-Leugnern, bedeutet das ja nicht, dass der Linksextremismus in Deutschland insgesamt gefährlicher ist, als der Rechtsextremismus.

Im Gegenteil, die Hinweise auf die Morde durch Rechtsextremisten habe ich extra deswegen noch als eigenen Satz ans Ende des Postings hinzugefügt, damit mir nicht vorgeworfen werden kann, ich würde die Gefährlichkeit Rechtsradikaler verharmlosen.

Aber leider bringt das nicht den gewünschten Erfolg, sondern im Gegenteil wird einfach dieser Satz genommen um mir - völlig grundlos - noch deutlich Schlimmeres zu unterstellen, nämlich dass ich Sachbeschädigung für schlimmer als Morde halten würde.

Sorry, aber das ist in meinen Augen nicht mehr nur schlechter und irrationaler Diskussionsstil, sondern schon ein bisschen krank.

Man könnte manchmal auch einfach einsehen, dass man Unrecht hat, anstatt krampfhaft irgendetwas zu suchen, was man der (gefühlten) "Gegenseite" noch an den Kopf werfen könnte, egal wie offensichtlich falsch das ist.
 
Der Markt regelt den Markt. Sonst gar nix, und schon gar nicht auf sozialer Ebene. Das is nur so ne wohlfeile Floskel von Arschlöchern die eh nicht betroffen sind.
Nur im kapitalismus regelt der markt alles. Natürlich kann man dinge auch im kapitalismus einschränken und steuern. Aber nicht dass ich denke dass das der jetzigen berliner Regierung in der jetzigen zeit gelingt.
 
Derzeit werden pro Jahr in Deutschland rund 600 Terawattstunden (TWh) Strom hergestellt. Das ist der Strom für alle: Industrie, Gewerbe, private Haushalte, Transport und Verkehr. Es gibt in Deutschland rund 47 Millionen Pkw, die zusammen etwa 650 Milliarden Kilometer pro Jahr fahren. Die bräuchten rund 40 Milliarden Liter SynFuels im Jahr. Und um sie klimaneutral herzustellen, benötigt man rund 1100 TWh Grünstrom. Das doppelte des gesamten heutigen Stromverbrauchs, allein für Autos. Wie bitte soll das gehen?

Und an der Zahl ist kaum etwas zu drehen; das liegt am sehr aufwendigen Herstellungsprozess der SynFuels. Zunächst muss man mit Strom aus Wasser per Elektrolyse Wasserstoff machen, dabei gehen die ersten 25 bis 30 Prozent Energie als Abwärme verloren. Dann muss CO2 aus der Luft eingesammelt werden, um aus dem Wasserstoff grünes Benzin oder grünen Diesel herzustellen. Beim Herstellungsprozess selbst gehen erneut 40 Prozent der Energie verloren. Und am Ende verbrennt man den teuren Stoff dann in einem klassischen Verbrennungsmotor, dessen Wirkungsgrad erneut um bis zu drei Mal schlechter ist als der eines Elektromotors. Schlussendlich werden 13, wenn man die Prozesse noch optimieren kann vielleicht mal irgendwann 18 Prozent der Primärenergie tatsächlich in Antriebskraft umgewandelt. Beim E-Antrieb sind es fast 70, bei der ebenfalls umstrittenen Brennstoffzelle immerhin noch knapp 30 Prozent.

https://www.wiwo.de/technologie/for...36.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Merz auch bei dem Thema eine Ikone seines Fachs! :nein:

Es wird Zeit, dass die deutsche Politik aufwacht und einfachste Sachverhalte akzeptiert und keine Ablenkungs-Schlenker mehr macht. Die Brennstoffzelle hat sicher ihre Berechtigung, gerade beim Bus- und Schwerlastverkehr. Aber ansonsten macht es absolut keinen Sinn, neben dem E-Antrieb noch weiter Geld und Zeit zu verbrennen.
 
Die deutsche Politik wird frühestens aufwachen, wenn eine Regierung an der Macht ist, die weder von Union noch SPD geführt wird. Beide Parteien stecken mit ihrem Kopf viel zu tief im Arsch diverser Lobbys, verstehen die Tragweite der Probleme nicht und sind viel zu machtgeil, um die zunehmend unpopulären, weil für jeden Bürger teuren, Entscheidungen treffen zu können, die notwendig sind, wenn wir noch irgendwie signifikant das ruder rumreißen wollen.
 
Ich verstehe halt nicht, wie man so blöd sein kann. Schon der Wasserstoff benötigt deutlich mehr Strom in der Herstellung, als wenn man ihn einfach in einen Akku packen würde. Und wenn man den Wasserstoff schon hat, dann stecke ich doch nicht noch mehr Energie in ein Produkt, was nur noch ineffizienter wird.

Wenn wir grünen Strom im absoluten Überfluss hätten, könnte ich das noch für den Übergang verstehen. Aber es ist ja das Gegenteil der Fall.
 
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Die deutsche Politik wird frühestens aufwachen, wenn eine Regierung an der Macht ist, die weder von Union noch SPD geführt wird. Beide Parteien stecken mit ihrem Kopf viel zu tief im Arsch diverser Lobbys, verstehen die Tragweite der Probleme nicht und sind viel zu machtgeil, um die zunehmend unpopulären, weil für jeden Bürger teuren, Entscheidungen treffen zu können, die notwendig sind, wenn wir noch irgendwie signifikant das ruder rumreißen wollen.
ob es soweit kommen wird ist aber leider ein anderer Schuh.... die Grünen verlieren seit Corona massiv an Zuspruch.
Wenn man sich FB Kommentare anschaue unter Meldungen zu E-Autos kann einem eh schlecht werden. Da ist wirklich viel Hass dabei, ich frag mich nur wo der herkommt.
 
das liegt aber daran, dass das langfristige entscheidungen sind, für die wir heute bluten müssen und wo man den effekt erst in jahrzehnten sieht. menschen sind nur sehr schwer in der lage, das zu verstehen und daher ist es schwer, solche entscheidungen zu treffen, denn: wer immer das tut, wird vom wähler dafür abgestraft werden.
 
Ja, es macht mehr Sinn, Milliarden an Euro in den Wind zu schiessen und dabei wertvolle Zeit zu verlieren. Und mit der propagierten "Technologieoffenheit" verlieren wir dann auch noch den Anschluss an die, die sich auf die sinnvollen Dinge konzentrieren.

Ich weiss aber, worauf du hinaus willst. Ich finde es nur sehr traurig.
 
Ganz ehrlich, ich habe das Gefühl, dass dieses ganze Thema "Technologieoffenheit" nur noch dafür da ist, um eben das sagen zu können. Da werden ein paar Milliarden reingesteckt, um sich nicht vorwerfen zu lassen, dass man sich von Anfang an auf das E-Auto festgelegt hat.

Am Ende gewinnt das E-Auto (außer Nischen, die durchaus signifikant sein können), das sollte eigentlich jedem klar sein. Und ich vermute, dass ist selbst den meisten der Politiker, die besonders verbohrt sind, schon klar.

Aber die Zahlen oben sind schon lustig. 1100 TWh allein für Autos. Das ist ziemlich nah an dem dran, was als Gesamtverbrauch für einfach alles in Deutschland geschätzt wird, wenn eine komplette Elektrifizierung stattfindet :ugly:
 
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