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Der Politikthread

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Ich kann dir das ganz leicht runter brechen:

Spahn ist gesundheitsminister.
Es fehlen tausende Pflegekräfte.
Stellenmangel führt zu überbelastung. Resilienz sinkt bei überbelastung.

Der Berufsstand und seine Anerkennung sind politisch runtergewirtschaftet.
Fehlende Anerkennung führt zu respektlos Behandlung, auch interdisziplinär.
Fehlende Anerkennung führt zu weniger Bewerbern.
Weniger Bewerber bedeutet mehr Belastung.

Die Politik unterdrückte Jahre lang die Gründung von pflegekammern.
Pflegekammern sind interessenvertreter.
Ohne Interessenvertretung kann sich der Berufsstand nur schwer politisch Positionieren.

Die behandlungsqualität und die daraus resultierende Zufriedenheit hängt eng damit zusammen wie die Patienten sich den behandelnden gegenüber verhalten.
Mangelndes Personal führt zu mehr Unzufriedenheit.
Spahns Lösung sind Pflegekräfte aus den Philippinen anstelle einer Stärkung der Pflegeberufe.

Soll ich noch weiter machen? Ist er jetzt der einzig verantwortliche für alles? Nein. Vieles ist allein schon historisch bedingt. Aber das was von ihm kommt ist bisher Humbug und löst nichts.
 
Wie lange macht er den posten schon und muss unzählige, über Jahrzehnte angehäufte Probleme lösen, und das noch gegen die eigenen reihen der cdu? Als ob es nur diesen einen Punkt gäbe der zu tun wäre, das sind Reformen die ein Jahrzehnt brauchen und nicht 2 jahre.
 
Wie lange macht er den posten schon und muss unzählige, über Jahrzehnte angehäufte Probleme lösen, und das noch gegen die eigenen reihen der cdu? Als ob es nur diesen einen Punkt gäbe der zu tun wäre, das sind Reformen die ein Jahrzehnt brauchen und nicht 2 jahre.
das ist ja de rpunkt: gegen solche sachen macht er nix (vernünftiges) sondern beschäftigt sich mit irgendwelchem nebensächlichen scheiß.
 
Meine Schwägerin arbeitet auch in der Pflege, allerdings in Luxembourg.

Da gibt es auch schwierige Situationen mit Patienten, teils ist das ein Knochenjob. Allerdings geht die mit weit über 3.000 Euro netto (!) im Monat heim. Geld löst da auch nicht alle Probleme, klar. Aber einen Scheissjob UND miese Bezahlung bringt halt das Ergebnis, was wir in Deutschland haben.

Das findet man bei uns aber in fast allen sozialen Berufen. Darf in Deutschland nix kosten.
 
Ich finde Organspende nicht nebensächlich, ich finde den entwurf der Widerspruchslösung beachtlich für einen christen der cdu. Und da bin ich auch ganz seiner meinung. Der tod eines menschen sollte immer mit einem sinn verbunden sein, phantastisch wenn dadurch ein anderer mensch am leben gehalten wird dessen familie und er selbst leidet.

die Bezahlung ist halt eine riesen baustelle wo so viele stellen daran werkeln und beteiligt sind, das wird noch dauern. Aber ich brauch nicht den spahn oder eine flippige werbung für den respekt gegenüber pflegern, da bin ich eigenverantwortlich und kann direkt damit anfangen.
 
Was hast du vom Ethikrat und Theologen denn erwartet? Dass er für Organspende kommentiert? Frag mal BASF was sie über das Klima denken.
 
https://www.tagesspiegel.de/politik/organspende-die-widerspruchsregelung-ist-unnoetig/25045222.html

Zum Thema Spahn und Widerspruchslösung.

Stand jetzt würde ich auch erstmal widersprechen.

Sag doch wenigstens ein kleines bisschen vom Inhalt, ein Argument oder deine eigene Sichtweise

Hab mich erst gesträubt, aber dann jetzt doch den Artikel des werten Herrn Ordinarius für Systematische Theologie gelesen.

Wirkt auf mich überhaupt nicht stimmig. Klar man kann ja anderer Ansicht sein, aber dann bitte schlüssig darlegen.


Angehörigen, die den Sterbe- und Trauerprozess nicht durch eine gute Gabe für andere unterbrechen glauben zu können und die erfahren müssen, dass beispielsweise ihr Kind zu Lebzeiten nicht widersprochen hat, könnten ihr wohl berechtigtes Anliegen nur umsetzen, wenn sie lügen würden: „Ich weiß, dass ein Widerspruch zu Lebzeiten vorlag.“

Ihr berechtigtes Anliegen? Hä? Wollen die den ausstopfen lassen oder was?


Die jetzige Regelung achtet damit ganz anders als die Widerspruchsreglung nicht nur und vorrangig das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen

Man ist in seiner Selbstbestimmung genau so wenig eingeschränkt wie jetzt auch. Es kann aktuell genauso Leute geben, die gerne Spender wären, aber nicht aktiv werden. Ist doch ein und dieselbe Freiheit nur mit anderem Default.


Ausgerechnet bei einer Frage von Leben und Tod mit erheblichen Konsequenzen für Familie und Gesellschaft soll aber gelten „Schweigen ist Zustimmung“.

Die Nummer zwischen Leben und Tod ist dann schon beendet. Und was für erhebliche Konsequenzen schon wieder? Dass das mit dem Ausstopfen nicht mehr so schön wird?


Deshalb setzt der Alternativentwurf von Baerbock auf einen richtigen Weg, nämlich eine zwar „gestupste“, aber am Ende noch immer freie Entscheidung.

Es ist nicht unfrei.
 
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Ich finde Organspende nicht nebensächlich, ich finde den entwurf der Widerspruchslösung beachtlich für einen christen der cdu. Und da bin ich auch ganz seiner meinung. Der tod eines menschen sollte immer mit einem sinn verbunden sein, phantastisch wenn dadurch ein anderer mensch am leben gehalten wird dessen familie und er selbst leidet.

die Bezahlung ist halt eine riesen baustelle wo so viele stellen daran werkeln und beteiligt sind, das wird noch dauern. Aber ich brauch nicht den spahn oder eine flippige werbung für den respekt gegenüber pflegern, da bin ich eigenverantwortlich und kann direkt damit anfangen.
Es gibt viel Werbung für Pflegeberufe. Es ist ja nicht so das noch keiner darauf gekommen ist das eine ausnahmesituation in deutschen Psychiatrien und krankenhäusern herrscht. Es gibt Werbung für mehr Respekt, Werbung für den Berufsstand selbst und auch Werbung dafür sich mehr politisch zu engagieren.

Werbung ändert aber leider nichts. Würdest du dich mit einer Werbung "respektiert mir den pil, der hat 250 Überstunden" besser fühlen? Glaubst du die Leute an der Kasse regen sich dann nicht mehr darüber auf dass das Popcorn 12€ kostet und man ewig warten muss? Natürlich nicht. Weil es am Problem nichts ändert.

Spahn muss sich auch nichts neues aus den Finger saugen. Es gibt unzählige Länder an denen man sich ein Beispiel nehmen kann. Allen voran Holland. Natürlich ist das Land kleiner und kann seine Probleme anders kompensieren, Deutschland steht wirtschaftlich aber wahrlich nicht schlecht da.

Jetzt kann man natürlich auch für Privatisierung und gegen Planwirtschaft plädieren, aber grad in privaten krankenhäusern herrschen die schlimmsten Bedingungen überhaupt.

Es geht auch nicht nur darum das es zu wenig Gehalt gemessen an der Verantwortung und Belastung ist. Ein Intensivpfleger im Schichtdienst kommt auch an seine 2600€ aufwärts netto, je nach Arbeitgeber. Aber 1. Sind diese Fachkräfte totale Mangelware und zweitens, wie es da steht, je nach Arbeitgeber. Es gibt Betriebe die sagen ihren pflegenden "also, es kann sein das ihr nächsten Monat erst 2 Wochen später das Gehalt bekommt, sorry". Einfach weil die Krankenhäuser finanziell am Stock gehen umso ländlicher es wird. Nicht umsonst schließen zig ländliche Häuser.

Das System per se ist nicht schlecht. Wenn man krank ist hat man jederzeit Anspruch auf behandlung. Klar, ein MRT kann schon mal 3 Monate Wartezeit mit sich bringen, aber man zahlt immerhin selbst keine 3500€ dafür.

Die Berufsgruppen im Gesundheitssystem müssen darunter aber leiden. Auch die Ärzte, Ergotherapeuten, sporttherapeuten etc. Und wenn die darunter leiden, tja, dann werden auch wir alle darunter leiden. Spätestens wenn euch Schwester Roswitha ihren Finger in den arsch steckt weil ihr Verstopfung habt. Schließlich hat sie das so vor 40 Jahren gelernt. Und ja, sowas passiert und nein es gibt keine Fortbildungspflicht in der Pflege. :)
 
Und das erwartest du dass spahn das im alleingang löst nach nicht mal 2 jahren im Amt eines sehr schweren und lobbyverseuchtem gebietes? Und niemand braucht werbung bzgl des respektes für andere, das ist eine Selbstverständlichkeit die ich von jedem erwarte.
 
@pil Gut, ich brauche keinen Ethikrat um mir über den Begriff Ethik meine Gedanken zu machen. Der Artikel greift nur ein paar Dinge auf, die man halt auch erwähnen darf.

Das mit den Hinterbliebenen ist auch (für mich) so eine Sache. Müsste ich nur mit meiner Frau über solche Dinge sprechen, dann wäre es wohl noch einfach. Ich habe aber zwei kleine Kinder. Wäre es fair, die mit meiner Entscheidung vor vollendete Tatsachen zu stellen?

@dweezzu

Es gibt ein paar Dinge, die mir nicht gefallen. Z.B. das Alter 16 Jahre. Ich darf mit 16 kein Doom spielen, keinen (harten) Alkohol trinken, aber wenn ich zu Lebzeiten (hui, ja, das erwartet man von einem 15jährigen auch, dass er sich vollumfänglich damit beschäftigt hat) nicht widersprochen habe, dann darf ich meine Organe spenden. Und ja, hier käme für mich auch hinzu, dass die Eltern im Zweifelsfall vor vollendete Tatsachen gestellt werden.

Es ist mMn auch ein Trugschluss, dass man sich bei der Widerspruchslösung nur einmal im Leben mit dem Thema beschäftigen müsse. Man muss sich hierbei überhaupt nicht damit beschäftigen. Sehr viele werden das wohl auch nicht tun (was man dann unter Eigenverschulden abhaken wird).

Daher wäre ich auch eher für eine Lösung, wo man meinetwegen auch gerne verpflichtend aktiv handeln muss. Dann muss man sich nämlich damit beschäftigen.
 
Ich habe aber zwei kleine Kinder. Wäre es fair, die mit meiner Entscheidung vor vollendete Tatsachen zu stellen?

Ich sehe irgendwie überhaupt gar nicht wie das nicht fair wäre. :? Ehrlich jetzt. Dein Körper, deine Entscheidung, fertig. Was kümmert es sie oder ändert es für deine Kinder, wenn du mit ner Lunge weniger im Kasten liegst?

Oder übersehe ich gerade was? Ich versteh den Punkt gar nicht.
vollendete Tatsachen...was sollte denn noch passieren? Habn die noch was anderes mit dir vor?


Es gibt ein paar Dinge, die mir nicht gefallen. Z.B. das Alter 16 Jahre.

Ok, sehe ich absolut ein, dass man da etwas Bauchschmerzen haben kann.
 
Solange Menschen wegen fehlender Organe sterben, ist es mir eigentlich egal, ob und aus welchen Gründen sich der potentielle Spender bisher damit nicht befaßt hat. Ob 16 Jahre damit zu früh ist? Vielleicht - vielleicht auch nicht. ZZt. sollen wir doch auch viele Jugendliche bei friday for future Ernst nehmen, dann paßt das altersmäßig auch hier, imho.

Eine Pflichtveranstaltung dazu in der Schule mit 15 wäre aber ggf. nicht verkehrt.
 
Und das erwartest du dass spahn das im alleingang löst nach nicht mal 2 jahren im Amt eines sehr schweren und lobbyverseuchtem gebietes? Und niemand braucht werbung bzgl des respektes für andere, das ist eine Selbstverständlichkeit die ich von jedem erwarte.
Was soll ich denn sonst von ihm erwarten? Das es so weiter geht? Ich erwarte das er Verständnis zeigt und zumindest Anzeichen gibt etwas ändern zu wollen. Beides geschieht nicht. Du müsstest das doch bestens verstehen. Hier streikt das örtliche CineStar nonstop. Wenn man denen sagen würde "wir können nix ändern, eigentlich ist der Beruf gut so wie er ist. Aber wir können ja Leute aus Polen an die Kasse stellen. Die stellen sich wenigstens nicht so an" dann würden die sicherlich auch dumm gucken. :ugly:
 
https://www.zeit.de/gesellschaft/20...ster-pflege-krankenhaus-sexuelle-belaestigung

Willkommen in meiner Welt. Und Spahn nur so:

tenor.gif

Bei den Beispielen bekomme ich 180 Puls, da muss es normalerweise Anzeigen hageln und blutige Fressen geben. Da braucht sich die Gesellschaft auch nicht über den Notstand wundern. Wird Zeit, daß manche Familien ihre Alten und Kranken wieder selber pflegen müssen, nach ein paar Jahren werden sie nie wieder so unverschämt daher reden.
 
Ich sehe irgendwie überhaupt gar nicht wie das nicht fair wäre. :? Ehrlich jetzt. Dein Körper, deine Entscheidung, fertig. Was kümmert es sie oder ändert es für deine Kinder, wenn du mit ner Lunge weniger im Kasten liegst?

Oder übersehe ich gerade was? Ich versteh den Punkt gar nicht.
vollendete Tatsachen...was sollte denn noch passieren? Habn die noch was anderes mit dir vor?
Wenn das alles komplett egal ist, warum gibt es dann keine 40 Mio. + Organspender in Deutschland?

Und nur zur Info... ICH habe einen Ausweis.
 
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