Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Der Politikthread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Dann änder was oder setz dich dafür ein. Meine Fresse deine Art zu diskutieren ist reinster Whataboutism ohne kontruktivität. Natürlich muss man die Folgen von einem Umstieg immer auch im Auge behalten. Darf ich mir deine Wohnung inklusive Klamotten mal anschauen? Dann sag ich dir was davon alles durch Kinderarbeit, Arbeitslager in China etc hergestellt wurde.

Dann geh dagegen auf die Straße oder verzichte auf die Produkte. Klappt bei Kleidung übrigens gut, bei Elektronik wirds schwerer.

Jeder Person hier, wirklich jeder ist die Tatsache bewusst. Deshalb ist auch kein einziger hier dafür nur auf das E-Auto zu setzen. Synthetische Kraftstoffe für den Flugverkehr, Wasserstoff, Forschung.
Damit man weg kommt von dreckigen und schädlichen Rohstoffen. Die Kraftstoffe von heute haben ihren Zenit überschritten.
Was seid ihr alle so aggressiv?
Ich mache bereits meinen Teil, wenn dir fly and Help etwas sagt. Wie bereits gesagt fand ich den Artikel einfach sehr interessant, aber hier wird man ja gleich gevierteilt wenn jemand irgendwas direkt in den falschen Hals bekommt.
 
Habe ich das irgendwo gesagt? Bleib Mal locker! Ich fand den Artikel sehr interessant. Leider habe ich auch keine Lösung, wie du sagtest, der Weg ist der richtige, es fehlt nur noch die Feinjustierung!


Tut mir leid, ich hab dich hier öfter mal als Befürworter teils eher Rechter-Meinungen wahrgenommen (das ist jetzt nicht mal unbedingt wertend gemeint).
Habe kurz tatsächlich angenommen dass das jetzt ein Versuch gewesen ist den Verbrenner zuverteidigen und die E-Mobilität als Absurdum darzustellen, weil jetzt auch nicht wirklich deutlich wurde, dass du grundsätzlich den Schritt hin zur E-Mobilität für richtig empfindest.

Dank der fucking AfD mache ich da bei Personen die sich öfter auch mal für eher Rechte Positionen aussprechen im Beszug auf Kritik zur E-Mobilitäts schnell mal den Sprung. Denn das kommt tatsächlich leider nicht von ungefähr.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Tut mir leid, ich hab dich hier öfter mal als Befürworter teils eher Rechter-Meinungen wahrgenommen (das ist jetzt nicht mal unbedingt wertend gemeint).
Habe kurz tatsächlich angenommen dass das jetzt ein Versuch gewesen ist den Verbrenner zuverteidigen und die E-Mobilität als Absurdum darzustellen, weil jetzt auch nicht wirklich deutlich wurde, dass du grundsätzlich den Schritt hin zur E-Mobilität für richtig empfindest.

Dank der fucking AfD mache ich da bei Personen die sich öfter auch mal für eher Rechte Positionen aussprechen im Beszug auf Kritik zur E-Mobilitäts schnell mal den Sprung. Denn das kommt tatsächlich nicht von ungefähr.
Ich schiesse auch oft übers Ziel raus. Versuche das zu ändern.
Bei mir gibt es nächstes Jahr einen UNU Roller, habe es nicht weit zur Arbeit und hab Bock auf das Teil .
 
Ich schiesse auch oft übers Ziel raus. Versuche das zu ändern.
Bei mir gibt es nächstes Jahr einen UNU Roller, habe es nicht weit zur Arbeit und hab Bock auf das Teil .

Alles gut, hier bin ich über Ziel hinaus geschossen und hab dir im Hinterkopf etwas unterstellt und hab automatisch ein Feindbild an die Wand gemalt.
 
BTW: Ist Österreich (beispiel Wien) ein gutes Beispiel wie der Staat die Mieten regulieren und klein halten kann.
Naja kleinhalten ist da relativ, gibt sicher Bezirke die leistbar sind, denen stehen aber genügend andere gegenüber wo du Unsummen zahlen musst. Der Durchschnitt sieht da auch nicht berauschend aus, vor allem kleinere Single Wohnungen wurden ordentlich verteuert:

upload_2019-11-12_20-8-16.png

500 Euro für 30m² kalt, uff.
 
Naja kleinhalten ist da relativ, gibt sicher Bezirke die leistbar sind, denen stehen aber genügend andere gegenüber wo du Unsummen zahlen musst. Der Durchschnitt sieht da auch nicht berauschend aus, vor allem kleinere Single Wohnungen wurden ordentlich verteuert:

Anhang anzeigen 113969
500 Euro für 30m² kalt, uff.


Der Unterschied sind die Sozialwohnungen davon hat die Stadt Wien eine ganze Menge (bunt gemischt in allen Bezirken zu festen Preisen) und der sollte eigentlich auch dafür sorgen, dass der Rest des Marktes sich an diesen Preisen Orientiert (scheinbar nicht). Da auch in Wien, so wie in jeder andere Großstadt der Zugzug höher ist als man überhaupt nachbauen kann. Nimmt die Nachfrage/Angebot Situation pervertierte auswüchse an. Wien/Österreich hat das Problem aber deutlich besser in Griff als wir hier in Deutschland.


Sozialwohnungen in Wien
Diese Wohnungsbaupolitik wirkt sich auf die Bewohner aus: Im Durchschnitt zahlen Wiener pro Quadratmeter 4,75 Euro, dazu kommen 15 Cent für die Rücklagen, knapp zwei Euro Betriebskosten und zehn Prozent Mehrwertsteuer. Anders als in Deutschland werden die Wohnungen nicht nur an wirklich sozial Schwache vergeben. Als Alleinstehender darf man jährlich 44.000 Euro verdienen, als Paar rund 66.000 Euro und als Familie mit zwei Kindern 83.000 Euro. Mit diesen Einkommensgrenzen kommen drei von vier Wienern in den Genuss, in einer städtischen Wohnungen leben zu dürfen. Die niedrigen Hürden für ein Leben in den Gemeindebauten hat einen weiteren Effekt: So werden Ghettos vermieden, in denen nur sozial Schwache wohnen. Wien bekommt so eine Durchmischung, die genauso gewollt ist.

Quelle: https://www.stern.de/wirtschaft/imm...um-wiener-mieten-so-niedrig-sind-8464938.html


Und man macht dort auch anders als bei uns der Wirtschaft klipp und klare Ansagen:

Doch ganz die friedliche Wohnwelt ist Wien dann doch nicht. Seit der Finanzkrise sind Investoren in ganz Europa auf der Suche nach lukrativen Objekten abseits der Finanzmärkte. Innerstädtische Wohnungen sind als Betongold ein gern gesehener Rendite-Lieferant. Nun hat Wien am Donnerstag vergangener Woche eine neue Bauordnung beschlossen, die auf Investoren eine durchaus abschreckende Wirkung haben wird - und vielleicht auch haben soll. Alle Wohnungen, die künftig gebaut werden, müssen zu zwei Dritteln als "geförderte Wohnfläche" entstehen. Und diese Wohnungen dürfen höchstens fünf Euro pro Quadratmeter kosten. Als " retrosozialistische Kampfansage" versteht die konservative ÖVP diese Novellierung. Und auch die Immobilienbranche zeigt sich entsetzt. Denn die Regelung greift ab sofort - das gilt auch für noch nicht bebaute, aber bereits gekaufte Grundstücke. Die Investition würde sich nicht mehr lohnen, stöhnen die Bauträger und ernten Achselzucken bei SPÖ und Grünen. Die Baukonzerne hätten selbst die Preise in die Höhe getrieben.



Da hat Deutschland und vor allem Berlin einfach verpennt.
Und es war der größte Fehler, dass der Senat in Berlin 1/3 seiner Sozialwohnungen verkauft und privatisiert lassen hat.

Ändert aber jetzt nichts am Problem, dass in Deutschland vielerorts eine gewisse Wohnungsnot herrscht und der Markt verrückt spielt und reguliert gehört.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die Stadt Wien zeigt seit Jahren, dass du attraktive Wohnräume zu einem sehr niedrigen Preis wirtschaftlich und nachhaltig bauen kannst.
Sogar Wohnräume die Preise für Architekturwettbewerbe abgeräumt haben! (Zugegeben nicht immer ohne Subvention und Förderprogramme)

Daher muss ich immer wieder mit dem Kopf schütteln, wenn jemand meint dass man zu den aktuellen Mietpreisen wie sie in Berlin herrschen nicht wirtschaftlich und nachhaltig mit Gewinn Neu bauen kann. Das ist purer Unfug! Der Gegenteil ist eigentlich der Fall, man verdient sich in Berlin gerade ne Goldene Nase. Und für diese Goldene Nase zahlen die Berliner mit ihrem Geld mit. Geld das anschließend auch der allgemein Wirtschaft fehlt.

Der Markt ist nicht nur kaputt. weil er sich selbst nicht zu regulieren weis und die Nachfrage auf unbestimmte Zeit auch nicht von alleine decken wird - es stattdessen mit den Preisen erstmal nur weiter so unverschämt rauf gehen wird, da man zum Wohnen nicht nein sagen kann (Da absolut Notwendig). Er reagiert auf das Problem einfach nur unsozial und zudem ist das ganze auch noch gesamtwirtschaftlich einfach nichts was sich die Gesellschaft wünschen beziehungsweise tatenlos dulden sollte. Weil dadurch viel Geld der Gesamtwirtschaft entzogen wird, weil mehr und mehr vom Verdienst in ein paar wenige Hände (Vermieter) fließt. Hohe Mieten sind einfach doppelt Unklug, da nicht nur sozial-schädlich sondern auch volkswirtschaftlich nicht gerade die beste Idee. Sollte daher auch mit allen Umständen vermieden und stark reguliert werden. Kommt ja letztendlich auch allen zugute (Volkswirtschaftlich gesehen).


Edit: Und es gibt noch so viele andere Faktoren wie sich eine zu hohe finanzielle Belastung bei den Mieten und eine immer stärker zunehmende unbezahlbare Stadt auf die Gesellschaft auswirkt. Angefangen von der Ghettoisierung von Randbezirken die mehr und mehr zu sozialen Brennpunkten verkommen. Menschen die sich dank solcher Ghettos aufgeben, sich abgehängt fühlen und politikverdrossen werden. Aufgrund mangelnder Teilhabe Gefühl Perspektivlosigkeit entwickeln. Die daraus resultierende Bildungsverdrossenheit, steigende Kriminalität aufgrund von Armut und Perspektivlosigkeit. Langfristig eine Verdrängung von Fachkräften stattfindet, weil man auf dem Land oder weiter außerhalb einfach mit seinem Geringen Gehalt einfach besser leben kann.

Das kann man doch alles nicht wirklich wollen?
Völlig egal wie hier die Immobilienwirtschaft um ihr vermögen rum heult und mit Rückgang von Investitionen droht.
Tweilweise bis zu 50% seines Verdienst fürs Mieten zahlen, heute in Berlin leider für viele Geringverdiener schon fast normal!

Das gehört Bekämpft und nicht Verteidigt, da ich diese Entwicklung auf verschiedenen Ebenen für gefährlich für die Gesellschaft und fürs Miteinander empfinde. Das wird nicht mehr lange Gut gehen, sag ich euch.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Keine Ahnung wies ins Deutschland und Wien ist... aber Graz ist in der Hinsicht auch beschissen, wenn auch nicht auf Salzburg und Innsbruck Niveau. Vom Kaufen red ich erst gar nicht... due Blase schwillt seit Jahren an und platzt einfach nicht.
 
Der Unterschied sind die Sozialwohnungen davon hat die Stadt Wien eine ganze Menge (bunt gemischt in allen Bezirken zu festen Preisen) und der sollte eigentlich auch dafür sorgen, dass der Rest des Marktes sich an diesen Preisen Orientiert (scheinbar nicht). Da auch in Wien, so wie in jeder andere Großstadt der Zugzug höher ist als man überhaupt nachbauen kann. Nimmt die Nachfrage/Angebot Situation pervertierte auswüchse an. Wien/Österreich hat das Problem aber deutlich besser in Griff als wir hier in Deutschland.





Und man macht dort auch anders als bei uns der Wirtschaft klipp und klare Ansagen:





Da hat Deutschland und vor allem Berlin einfach verpennt.
Und es war der größte Fehler, dass der Senat in Berlin 1/3 seiner Sozialwohnungen verkauft und privatisiert lassen hat.

Ändert aber jetzt nichts am Problem, dass in Deutschland vielerorts eine gewisse Wohnungsnot herrscht und der Markt verrückt spielt und reguliert gehört.
Sehr interessant, wusste ich alles als nicht Wiener nicht. Wobei 5 Euro auf den m² schon nach absurdem Preisdumping klingt und 5 Euro in meinen Augen auch nicht mehr für Bauträger lohnend ist(ohne jetzt was von der Materie zu verstehen), es freut mich natürlich, dass diese abscheulichen Immobolienspekulanten sich hier ihre Rendite in die Haare schmieren können. Die Konsequenz wird aber wohl, dass in Wien bald heftiger Wohnraummangel herrschen wird(außer die Stadt nimmt das ab sofort zur ganze in die eigenen Hände), für 4-5 Euro m² kriegst du in Österreich nichtmal in der Pampa ein Mietobjekt... und da liegen die Single-Einkommen eher durchschnittlich bei 20-25k als bei 44k Euro, weil's fast ausschließlich Jobs im Handel, Büro oder bei Dienstleistern sind, die eben schlecht bezahlt werden...
 
Echt krass was so in Hong Kong abgeht. :/ oder Chile.
Oder Bolivien.
Da wird es nach Brasilien die nächste rechtsextreme Regierung geben und die indigene Bevölkerung (und andere Bedrohte) muss um ihr Leben fürchten.
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
 
Ach was, Morales war jetzt auch nicht so der Saubermann, für den er sich ausgibt. Wer nicht für ihn war, mußte auch um sein Leben fürchten. So Einige haben es auch verloren, kein Grund ihm nachzuweinen.

ZEIT Online schrieb:
Es ist kein Putsch
Die bolivianische Demokratie lebt. Evo Morales’ erzwungener Rücktritt ist der größte Erfolg einer Politik, die er selbst eingeführt hat.

Dieses Jahr hätte auch Bolivien seinen großen 9. November erleben können. Präsident Evo Morales saß vor der Presse und vor den Trümmern seines Versuchs, sich mit einem manipulierten Wahlergebnis eine vierte Amtszeit zu sichern. Knapp drei Wochen nach der Wahl waren die Proteste im Land unaufhaltsam geworden, selbst die Polizei hatte sich dem Generalstreik angeschlossen. Und als der Präsident die Armee ausschicken wollte, stellte deren Oberbefehlshaber klar, dass sich das Militär nicht einmischen werde – und legte Evo Morales zugleich den Rücktritt nahe.
[...]
https://www.zeit.de/politik/ausland...uecktritt-bolivien-protest-chapare-demokratie
 
Na wenn Herr Michael Ebmeyer von der ZEIT es so sieht, dann wird es wohl so sein...
Es ist in erster Linie erst mal recht unerheblich, wie man zu Morales steht oder nicht; dass er kein Saubermann war und ist glaube ich allemal.
Wenn ich allerdings Äußerungen einer selbsternannten (ergo: nicht vom Volk gewählten) weißen Übergangspräsidentin wie die obige vernehme, die Präsidentin eines Landes sein will, dessen indigener Bevölkerungsanteil 65% (!) beträgt, dann weiß ich nicht inwiefern ich in den naiven Jubel ala "Die bolivianische Demokratie lebt" einstimmen sollte.
Und abseits von der deutschen 'linksliberalen' Sicht auf die Lage in Bolivien sieht man eben auch solche Bilder:
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
Oder solche Bilder:
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
Oder man liest so etwas über führende Persönlichkeiten des Putsches, der laut ZEIT keiner ist:
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
Und und und...

Deshalb: ja, ich halte es für zynisch den maßgeblich von rechtsnationalen Rassist*innen getragenen Putsch - oder Revolution, je nach Sichtweise - lediglich auf Morales Abgang (den man grundsätzlich ja gerne befürworten kann) zu verkürzen.
 
Es ist weder eine Revolution, noch ein Putsch - es war eine gescheiterte Wahlfälschung, an der sich weder die Polizei, noch das Militär, noch die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung beteiligen wollten. Übriges auch nicht die indigene Bevölkerung, die ja jetzt anscheinend in den siebten Kreis der Hölle wandert.

Und ja, sowas ist ein Sieg der Demokratie, wenn ein Autokrat sich nicht an Macht putschen kann. Und das hatte er versucht. Welche Regierung jetzt bei den Neuwahlen kommt, wird man sehen (und kann man dann auch gerne kritisieren), aber der Abgang von Morales war definitiv eine gute Sache.

Edit: Jeanine Añez ist nicht "selbsternannt", sie ist die zweite Vize-Präsidentin Boliviens, nach der Flucht Morales' und dem Rücktritt des Vize-Präsidenten die Nächste in der Reihe und auch vom bolivianischen Verfassungsgericht bestätigt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben