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Der Politikthread

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Ja, echt jetzt Zimti. Nur noch Blablabla hier...

Hier wird ein echter Missstand beschrieben, eine tatsächlich seit Jahrzehnten und seit einigen Jahren sogar zunehmende Umverteilung von Unten nach Oben. Sprich das auseinanderklaffen zwischen Arm und Reich. Welches ganz real eine Gefahr für die Stabilität einer Gesellschaft darstellt.

Und dann kommt so ein BS als Verteidigung wie, dass der Kapitalismus das einzig Wahre ist und jegliche Regulation des Staates automatisch in den Sozialismus führt. Zimti, wir leben aber zum Glück weder im reinen Kapitalismus noch im reinem Sozialismus, sondern in einer Symbiose in einer sogenannten Sozialen-Marktwirtschaft. Der sich allerdings angesichts der zunehmenden Ungleichheit und die daraus resultierende Gefahr für ein stabiles und gerechtes Miteinander zunehmend auf der kapitalistischen Schieflage bewegt.
sei mal ehrlich zu dir selbst: du WILLST auch einfach nicht verstehen, was hier geschrieben wird oder?
 
sei mal ehrlich zu dir selbst: du WILLST auch einfach nicht verstehen, was hier geschrieben wird oder?

Ich verstehe euch soweit, dass man keine Umverteilung von Oben nach Unten will.
Sondern das aktuelle System, wo eine tatsächlich zunehmende Umverteilung von Unten nach Oben stattfindet verteidigt.

Und das will ich tatsächlich nicht verstehen.
 
Mal eine Frage, weil ich mich damit nicht gut genug auskenne. Aber würde Amazon seine Mitarbeiter (und Subunternehmer) besser bezahlen, würde dann nicht als Konsequenz der Aktienwert vermutlich sinken und somit auch Bezos' Vermögen?

Oder anders gefragt: Ist das hohe Vermögen eines Bezos' nicht bereits eine Konsequenz einer unfairen Wirtschaft, die den Reichen mehr Geld zuspricht als den Armen?

Also grundsätzlich muss man sagen, dass Amazon nicht unbedingt schlecht zahlt. Es kommt halt auf den Job an, den man dort macht. Und innerhalb des Jobs werden dann durchaus marktübliche Gehälter gezahlt. Wir hier haben halt immer den armen Lageristen im Kopf, der um den letzten Penny kämpfen muss. Aber auch dort muss man sagen, dass Amazon marktübliche Gehälter zahlt. Der allgemeinen Kritik kann ich mich nicht wirklich anschließen.

Und was das Vermögen von Bezos angeht: Wenn sich ein Großteil seines Vermögen auf Aktien an Amazon stützt, so ist der Wert der einzelnen Aktie entscheidend. Und der wiederrum bemisst sich danach, was die Börse denk, das Unternehmen wohl wert ist. Mit Gewinn oder Verlust hat das erstmal gar nichts zu tun.
 
Also grundsätzlich muss man sagen, dass Amazon nicht unbedingt schlecht zahlt. Es kommt halt auf den Job an, den man dort macht. Und innerhalb des Jobs werden dann durchaus marktübliche Gehälter gezahlt. Wir hier haben halt immer den armen Lageristen im Kopf, der um den letzten Penny kämpfen muss. Aber auch dort muss man sagen, dass Amazon marktübliche Gehälter zahlt. Der allgemeinen Kritik kann ich mich nicht wirklich anschließen.

Und was das Vermögen von Bezos angeht: Wenn sich ein Großteil seines Vermögen auf Aktien an Amazon stützt, so ist der Wert der einzelnen Aktie entscheidend. Und der wiederrum bemisst sich danach, was die Börse denk, das Unternehmen wohl wert ist. Mit Gewinn oder Verlust hat das erstmal gar nichts zu tun.

Dass "marktübliche" Gehälter nicht unbedingt fair sein müssen, ist gerade der Knackpunkt.

Und zu den Aktien. Es gibt natürliche eine indirekte Abhängigkeit des Aktienwerts von den Löhnen innerhalb des Unternehmens.
 
und ich bin der Meinung, dass mehr geregelt werden muss.

Oh ja, bin ich auch. Die Gesellschaft insgesamt ist ein grundsätzlich instabiles System und muß ständig nachgeregelt werden. Daran besteht kein Zweifel. Allerdings ist die Gesellschaft (und hier in unserer Diskussion, die Wirtschaft) auch ein hochkomplexes und vernetztes System, in dem es eine Vielzahl an Wechselwirkungen gibt. Deswegen ist hier immer eine vorsichtige und umsichtige Vorgehensweise angebracht, denn eine Stellschraube regelt nicht nur einen Punkt, sondern verursacht auch an ganz anderen Stellen massive Änderungen, die ggf. gar nicht gewünscht sind. Radikale Lösungen ziehen hier idR heftige Kollateralschäden nach sich, und die Leute wundern sich plötzlich, wo das herkommt. Also: Änderungen und Justierungen gerne, aber mit Verstand und Voraussicht, nicht aus dem Bauch heraus.

Und mit den Löhnen der meisten Amazon-Arbeiter hat man ein finanziell schwieriges Leben. Und das hat man nicht bei einer fairen, angemessenen Bezahlung.

Durchaus richtig, bin ich bei Dir. Wenn ich jetzt nur auf Amazon schaue, ist das definitiv eine Schieflage, die das Unternehmen locker beheben könnte. Aber auch hier muß man aufpassen, wenn man deswegen grundsätzliche Änderungen für Alle durchpauken will. Andere Unternehmen können das ggf. nicht wegstecken und kommen in Probleme und damit auch die AN, die dann ggf. auf der Straße landen. Wechselwirkungen! Was in einem Unternehmen kein Problem ist, kann dem anderen das Genick brechen.

Btw. es wäre für Amazon ein enormer Anreiz, wenn sich die Kunden über die Löhne bei Amazon beschweren würden. Die bringen das Geld rein, die haben es in der Hand. Wer hier im Forum boykottiert den Amazon wegen seiner Praktiken? Ich tue es, schon seit einer Weile (okay, nicht wegen der Lagerarbeiter, sondern wegen dem lokalen Einzelhandel, aber letztlich auch für die AN). Auch wenn es unbequem ist...
 
Ich bin kein Wirtschaftsexperte, aber wenn ich den Superreichen ans Geld gehe habe ich als Staat effektiv mehr Geld in der Tasche.
Könnte damit dann vielleicht den Steuerbauch abflachen und damit für mehr Chancengleichheit und am unterem Ende für mehr Aufstiegschancen sorgen.
Mehr Geld in Bildungsystem und Sozialprojekte stecken. Vielleicht auch einfach mal für Mehr Wohnraum sorgen um nicht vom gierigen Privatsektor abhängig zu sein. Ect. pp. Wenn es um die Frage gehen sollte wie das Geld umverteilt werden soll.
mein Gott... das wurde doch jetzt schon oft genug hier geschrieben, dass es völlig egal ist, ob unser Staat 5, oder 10 oder 100 Milliarden zusätzlich in der tasche hat. was du mit einer Umverteilung, sprich Enteignung erreichst, ist lediglich die Abwanderung der enteigneten in sogenannte Steuerparadiese. und damit bekommt der deutsche Staat genau... nix!!! dem Arbeitnehmer am unteren ende werden diese summen nix nützen, da am ende jeder vielleicht nen zehner mehr in der tasche hat... wenn überhaupt. hatten wir doch oft genug in den letzten 30 jahren. wird es knapp für den Staat, wird geschröpft (ökosteuer, soli, etc.), wird ein überschuss erwirtschaftet, finden sich immer gute gründe diese eben nicht abzuschaffen, sondern schulden abzubauen.

selbst in der DDR (das System, das du wohl gerne anstreben willst) gab es die "bonzen" über die sich der Normalbürger gerne beschwert hätte (wenn er dafür nicht in den knast gewandert wär)

der zug mit dem Wohnraum ist lange abgefahren, da die kommunen schon lange den sozialen Wohnungsbau in private Hände gelegt haben um sich selbst zu sanieren.

ich finde es einfach geil, jemandem der ne irre geschäftsidee hatte um plötzlich mit nem Imperium dazustehen und tausende Mitarbeiter hat, die Geld verdienen und somit nicht auf der straße sitzen, enteignen zu wollen, weil er zu viel Geld hat :lol: du wärst echt Honeckers bester mann gewesen :lol:
 
mein Gott... das wurde doch jetzt schon oft genug hier geschrieben, dass es völlig egal ist, ob unser Staat 5, oder 10 oder 100 Milliarden zusätzlich in der tasche hat. was du mit einer Umverteilung, sprich Enteignung erreichst, ist lediglich die Abwanderung der enteigneten in sogenannte Steuerparadiese. und damit bekommt der deutsche Staat genau... nix!!! dem Arbeitnehmer am unteren ende werden diese summen nix nützen, da am ende jeder vielleicht nen zehner mehr in der tasche hat... wenn überhaupt. hatten wir doch oft genug in den letzten 30 jahren. wird es knapp für den Staat, wird geschröpft (ökosteuer, soli, etc.), wird ein überschuss erwirtschaftet, finden sich immer gute gründe diese eben nicht abzuschaffen, sondern schulden abzubauen.

selbst in der DDR (das System, das du wohl gerne anstreben willst) gab es die "bonzen" über die sich der Normalbürger gerne beschwert hätte (wenn er dafür nicht in den knast gewandert wär)

der zug mit dem Wohnraum ist lange abgefahren, da die kommunen schon lange den sozialen Wohnungsbau in private Hände gelegt haben um sich selbst zu sanieren.

ich finde es einfach geil, jemandem der ne irre geschäftsidee hatte um plötzlich mit nem Imperium dazustehen und tausende Mitarbeiter hat, die Geld verdienen und somit nicht auf der straße sitzen, enteignen zu wollen, weil er zu viel Geld hat :lol: du wärst echt Honeckers bester mann gewesen :lol:
Enteignen? DDR? Wo hat er das denn geschrieben?
 
Enteignen? DDR? Wo hat er das denn geschrieben?
Das geht mir hier auch auf den Wecker.. Immer gleich dieses Argumentieren mit der absoluten Schwarzweiß-Lösung...

Niemand redet hier vom Sozialismus/Kommunismus, niemand will Eigentum abschaffen oder dafür sorgen, dass niemand mehr Eigentum haben darf als andere. Manche hier (inkl. mir) sehen es nur als problematisch an, dass die Ungleichverteilung von Vermögen absurde Ausmaße angenommen hat und man hier ansetzen muss - ob mit einfachen Stellschrauben oder tiefgreifenderen Änderungen an unserem System.
"Einfach" das "sozial" in "sozialer Marktwirtschaft" deutlich größer schreiben als es die herrschenden Parteien für nötig erachten.

Und jemand, der eine "irre Geschäftsidee" hatte, soll imo auch dafür sorgen müssen, dass die Mitarbeiter entsprechend mit entlohnt werden und nicht mit Niedriglöhnen sowie kaum stattfindenden Gehaltserhöhungen abgespeist werden, während der Wohlstand nach oben kanalisiert wird.
Soziale Verantwortung und so... Die sollte allgemein höher wiegen als die Gewinnmaximierung und Kurzfristigkeit moderner, zu kapitalistisch und anlegergetrieben agierender Unternehmen.
 
Dass "marktübliche" Gehälter nicht unbedingt fair sein müssen, ist gerade der Knackpunkt.

Und zu den Aktien. Es gibt natürliche eine indirekte Abhängigkeit des Aktienwerts von den Löhnen innerhalb des Unternehmens.
Aber das musst du dann anderen in die Schuhe schieben. Setzt euch lieber mal für einen höheren mindestlohn ein wenn schon,die verdienen deutlich weniger als ein lagerist bei amazon. Und bei amazon ist es auch nicht der lohn sondern die methoden der führung der arbeitnehmerschaft die es zu bemängeln gibt. Ich les immer nur amazon = ausbeuter dabei sind die kritikpunkte andere. Natürlich will immer jeder mehr verdienen, das denkt selbst der vorstand mit 1 mille im jahr, und das denkt auch ein harz4ler und der lagerist wie polizist, anwalt und wirtschaftsprüfer. Viel wichtiger als das gehalt sind arbeitsbedingungen und lohn der einem das Gefühl gibt dass arbeit auch was bringt, deswegen muss ein mindestlohn höher sein als das Existenzminimum. Es geht um wertschätzung des einzelnen, menschen die etwas leisten gehören auch gefördert.
 
pil.... Amazon wird hier gerade als Beispiel herangezogen, nicht als einziger Ansatzpunkt :lol:

Natürlich ist es nicht damit getan, dem Amazon-Arbeiter mehr Geld zu geben. Das ist hier jedem klar. Man nahm halt Bezos' Imperium, weil er als reichster Mensch der Welt eben ein Paradebeispiel für die kritisierte Ungleichheit abgibt.
 
Ich erwähn amazon nir weil es immer herangezogen wird dass sie scheisse bezahlen. Als ob man da 5,50€ verdient. Ich glaube das firmenkonstrukte wie hermes ein besseres beispiel bieten, und dann bitte die otto familie anprangern.

ach stimmt hermes mitarbeiter stinken ja und bringen keine leistung, wie oft wird in dem forum abgekotzt auf hermesfahrer. Nicht auf otto wohlbetont, nene der fahrer.
 
Amazon hat halt auch andere Baustellen. Zum Beispiel die überbordende Kontrolle der Lagerarbeiter, reglementierte Pinkelpausen etc.

Klar, auch damit sind sie (leider) nicht alleine...

Wäre ja echt ein Luxusproblem, wenn nur Amazon der Bösewicht wäre. Aber leider hapert es halt in unserem System an allen Ecken und Enden, wenn es um Chancengleichheit, faire Entlohnung etc geht.
Und auch wenn wir (zum Glück) einen viel stärkeren Staat haben als z.B. in den USA, in denen der Kapitalismus wie ein Krebsgeschwür (ich wollte auch mal plakativ sein :D ) die komplette Gesellschaft zerfressen hat, wird auch bei uns imo dem Markt an zu vielen Stellen zu viel Vertrauen geschenkt.
 
Amazon hat vermutlich deswegen nur so einen überschuss weil massiv steuern hinterzogen wird, von den verkäufern wie durch legale schlupflöcher, nicht unbedingt weil massiv ausgebeutet wird, darauf will ich hinaus. Und amazon ist clever aufgebaut und teuer, nur guckt niemand mehr auf anderen seiten nach oder im laden weil man ja prime bezahlt und der service mega ist, der reichtum muss nicht auf ausbeutung der ma herführen ( so wirds immer hingestellt) sondern wahrscheinlich sind wir käufer alle für bezos reichtum verantwortlich weil wir überteuert einkaufen. Kann man das dem mann ernsthaft vorwerfen?
 
Ja, der Mindestlohn beträgt über 9€/h in Deutschland. Bei Amazon in Deutschland verdient man im Lager 10-11€/h. Das ist sehr wenig für das Unternehmen, das den reichsten Menschen der Welt beherbergt. Und auch unabhängig davon ist das wenig. In den USA und UK verdient man als Lagerist bei Amazon mittlerweile $15 nach den Protesten, was vertretbar ist. Unsere Lagerarbeiter verdienen übrigens überwiegend über 16€/h bei uns trotz wirtschaftlich schwierigen Zeiten. (Ähnliche Konzerngröße wie Amazon.) Es geht auch anders und eine faire Bezahlung muss nicht ein Unternehmen gegen die Wand fahren.
 
Ja, der Mindestlohn beträgt über 9€/h in Deutschland. Bei Amazon in Deutschland verdient man im Lager 10-11€/h. Das ist sehr wenig für das Unternehmen, das den reichsten Menschen der Welt beherbergt. Und auch unabhängig davon ist das wenig. In den USA und UK verdient man als Lagerist bei Amazon mittlerweile $15 nach den Protesten, was vertretbar ist. Unsere Lagerarbeiter verdienen übrigens überwiegend über 16€/h bei uns trotz wirtschaftlich schwierigen Zeiten. (Ähnliche Konzerngröße wie Amazon.) Es geht auch anders und eine faire Bezahlung muss nicht ein Unternehmen gegen die Wand fahren.
Na dann sollten alle bei euch arbeiten gehen.
 
Amazon hat vermutlich deswegen nur so einen überschuss weil massiv steuern hinterzogen wird, von den verkäufern wie durch legale schlupflöcher, nicht unbedingt weil massiv ausgebeutet wird, darauf will ich hinaus. Und amazon ist clever aufgebaut und teuer, nur guckt niemand mehr auf anderen seiten nach oder im laden weil man ja prime bezahlt und der service mega ist, der reichtum muss nicht auf ausbeutung der ma herführen ( so wirds immer hingestellt) sondern wahrscheinlich sind wir käufer alle für bezos reichtum verantwortlich weil wir überteuert einkaufen. Kann man das dem mann ernsthaft vorwerfen?

Das hängt doch alles zusammen. Weil Amazon so kostengünstig wirtschaftet (niedrige Löhne, schlechte, aber effektive Arbeitsbedingungen), können sie ihren Service so billig anbieten und bauen so ihre Vormachtstellung aus. Und deswegen ist Bezos auch so reich. Steuervermeidung hilft dabei natürlich auch.

Na dann sollten alle bei euch arbeiten gehen.

Oder alle werden CEO von Amazon.

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